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Graffiti warnt: Schädliche Abfälle in der Kanalisation!

"Ich sehe was, was Du nicht siehst!  Fremdstoffe im Wasser, die die Stadt jährlich bis zu 150.000 Euro kosten.
(
Ein kurzweiliger Animationsfilm der Technischen Betriebe Remscheid)

  • Medikamente können kaum aus dem Abwasser entfernt werden und belasten die Umwelt und unsere Gesundheit.
  • Hygieneartikel & Feuchttücher verstopfen Rohre und Pumpen & treiben die Abwasserkosten stark in die Höhe.
  • Speisereste ziehen Ratten an, verstopfen die Rohre und führen zu üblen Gerüchen.
  • Fette und Öle setzen sich in den Rohren fest und verschließen sie.
  • Feste Abfälle wie Haare oder Katzenstreu bleiben oft im Rohr stecken und müssen in der Kläranlage mühsam heraus gesiebt werden.

Die Kanalisation muss vieles schlucken und das Abwasser intensiv gereinigt werden, bevor das kühle Nass wieder als genussvolles und gesundes Trinkwasser aus dem Hahn fließt: Feuchttücher, Medikamente, Essensreste und Chemikalien – mal fest, mal flüssig – landen kurzerhand über die Toilettenspülung in der Kanalisation. "Die meisten wissen leider gar nicht, welchen Schaden sie mit dieser schnellen Entsorgung von Abfällen anrichten. Das reicht von Verschmutzungen über Verstopfungen, lahmgelegten Pumpen und den daraus resultierenden Reparaturarbeiten, bis hin zu weitreichenden Umweltschäden", erklärt Michael Zirngiebl, Betriebsleiter der Technischen Betriebe Remscheid (TBR). "Jeder der 113.803 Remscheider Bürger warf im vergangenen Jahr immerhin 5,8 Kilogramm Abfall ins Klo".

Abfälle in der Kanalisation …
können Rohre verstopfen, gesundheitlich bedenklich sein, unangenehme Gerüche bilden und Ratten anlocken! (…) Es wird zunehmend schwerer für Klärwerke, immer größer werdende Verschmutzungen restlos aus dem Abwasser zu filtern. (…) Unser Trinkwasser ist wertvoll - wir benutzen es zum Kochen, Duschen, Bewässern und können es bedenkenlos trinken. Helfen Sie mit, damit dies so bleibt und die Umwelt geschont wird. Entsorgen Sie Ihre Abfälle richtig und schützen Sie sich damit vor hohen Abwassergebühren! (…) Machen wir unsere Toiletten und unsere Abflüsse nicht zu Mülleimern!
(Verbraucherberatung)

Was dabei nicht bedacht wird: Der hohe Reinigungsaufwand in den Kläranlagen, um die Schadstoffe wieder zu entfernen, belastet das Portemonnaie von Verbraucher:innen und auch die Umwelt. "Die Stadt Remscheid könnte jährlich erhebliche Mehrkosten sparen, wenn No-Go-Abfälle nicht in der Kanalisation landen würden. Sie bedeuten einen deutlich erhöhten Pflegeaufwand, für den Zusatzschichten gefahren werden müssen", so Oberbürgermeister Burkhard Mast-Weisz. Auf einer Pressekonferenz in der Verbraucherberatungsstelle an der Alleestraße sprach er gestern von 100.000 bis 150.000 Euro, die die Stadt für die Beseitigung dieser Schadstoffe ausgeben müsse.

„Jeder kann dazu beitragen, das Abwasser so wenig wie möglich zu verschmutzen. Abhilfe schafft schon ein Mini-Mülleimer im Bad, um etwa Feuchttücher und Hygieneartikel für die Restmülltonne darin zu sammeln. So wird ohne großen Aufwand verhindert, dass Toiletten und Abflüsse als Müllkippe missbraucht werden", machte Lydia Schwertner, Leiterin der Verbraucherzentrale in Remscheid, deutlich. Sie präsentierte der lokalen Presse gestern die Aktion „Ich sehe was, was du nicht siehst!". Die startete die Verbraucherzentrale Remscheid gestern zusammen mit der Stadt Remscheid und den Technischen Betrieben Remscheid gestern in Form einer ins Auge springenden Graffiti-Aktion: Die beiden TBR-Mitarbeiter Andreas Küthe und Rolf Keifenheim besprühten mit diesem Motto nicht nur den Kanaldeckel vor der Beratungsstelle, sondern auch alle weiteren bis hinaus zum Brunnen vor dem Allee-Center.

Das soll die Passanten darauf aufmerksam machen, was sich so alles an schwer abbaubaren Fremdstoffen in der Unterwelt der Kanalisation tummelt. Renate Over, Gewässerschutzbeauftragte der Technische Betriebe Remscheid, verwies darauf, "dass Fette, Öle, Chemikalien und feste Stoffe stattdessen in die Restmülltonne oder in den Sondermüll gehören". Dazu zählt auch feuchtes Toilettenpapier. Deshalb sei ein kleiner Abfallbehälter neben der Toilette ratsam, empfahl Lydia Schwertner. Auch Haare in der Kanalisation seien von Übel, ergänzte TBR-Chef Michael Zirngiebl: „Aus denen bilden sich vor den Pumpen der Klärwerke ein langer Zopf, der mühsam entfernt werden muss!“

Welche finanziellen und umweltschädlichen Folgen es hat, wenn Toilette und Waschbecken achtlos als Müllschlucker benutzt werden nach dem Motto „Sieht ja keiner“, wollen die Verbraucherzentrale Remscheid und die Technischen Betriebe am Infostand am kommenden Donnerstag, 7. Oktober, zwischen 11 und 18 Uhr an einem Informationsstand neben dem Brunnen vor dem Center aufzeigen. Die ersten 15 Besucher:innen erwartet dort zudem eine kleine Überraschung. Der Oberbürgermeister gestern zu der Aktion: „Beste Verbraucherberatung!“       (Weitere Informationen der Verbraucherzentrale NRW zum Abbau von Müll im Abwasser finden Interessierte unter www. kmia.de. Informationen der Technischen Betriebe Remscheid gibt es in unter www.tatort-toilette.de.)

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