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Aufschwung erfasst auch die Dienstleister

Pressemitteilung der Bergischen Industrie- und Handelskammer Wuppertal-Solingen-Remscheid

Die konjunkturelle Lage der bergischen Wirtschaft hat sich im Herbst 2021 weiter verbessert. Das zeigen die Ergebnisse der aktuellen IHK-Konjunkturumfrage, die IHK-Präsident Henner Pasch und IHK-Hauptgeschäftsführer Michael Wenge gestern vorstellten. An der Umfrage hatten sich 513 Unternehmen mit 24.900 Beschäftigten beteiligt. Mittlerweile beurteilen 36 Prozent der Unternehmen ihre Lage als gut, 48 Prozent als befriedigend und nur noch 16 Prozent als schlecht. Der Geschäftslageindex, der die Differenz der positiven und negativen Lageeinschätzungen wiedergibt, verbessert sich deshalb um 12 auf plus 20 Punkte. „Die Stimmung ist damit besser als unmittelbar vor der Corona-Krise. Besonders erfreulich ist, dass nach dem Lockern der Corona-Schutzmaßnahmen der Aufschwung auch weite Teile des Dienstleistungssektors erreicht hat“, so Pasch und Wenge wörtlich.

Noch besser sei die Lage derzeit bei vielen Industriebetrieben, insbesondere den Herstellern von Metallerzeugnissen.   Zunehmend problematisch seien aber die stark gestiegenen Preise für Rohstoffe und andere Vorprodukte sowie die häufig auftretenden Lieferengpässe. Unternehmensnahe Dienstleister wie die Speditionen profitieren vom industriellen Aufschwung. Dagegen dämpfen die genannten Lieferschwierigkeiten den Aufschwung im Großhandel. Die Anbieter von kontaktintensiven Dienstleistungen können dank der Öffnungsschritte etwas aufatmen. Sie sind aber noch relativ weit von ihrem Vorkrisenniveau entfernt. „Aber nur noch fünf Prozent der Dienstleistungs­unternehmen fürchten ihre Insolvenz – im Frühjahr waren es noch doppelt so viele“, so die IHK-Vertreter.

Im Vergleich der drei bergischen Großstädte ist die wirtschaftliche Lage in Remscheid derzeit am besten. Das liege nicht zuletzt daran, dass in Remscheid 42 Prozent der Wertschöpfung auf das Produzierende Gewerbe entfallen - wesentlich mehr als in den beiden Nachbarstädten.

Die Unternehmen blicken überwiegend optimistisch in die Zukunft. Zugleich machen sich viele Betriebe Sorgen, dass die Preise für Vorleistungen weiter steigen und die Versorgungsengpässe zunehmen könnten. „In der Industrie sehen vier von fünf Unternehmen die stark steigenden Rohstoffpreise als ein gravierendes Risiko für ihre Geschäftsentwicklung an. Auch befürchten viele, dass in der neuen Legislaturperiode die Steuern erhöht werden“, machten Pasch und Wenge deutlich.

Trotz der Risiken wollen drei von zehn Unternehmen mehr investieren. Auch der Arbeitsmarkt kommt in Bewegung. Über 20 Prozent der Unternehmen möchten Mitarbeiter einstellen, was aber aufgrund des sich verschärfenden Fachkräftemangels immer schwieriger wird. Besonders davon betroffen sind die Gastronomie, das Verkehrsgewerbe und die Industrie. Mehr als jedes fünfte Unternehmen möchte deshalb die Zahl der Ausbildungsplätze erhöhen.

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