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Fehlende Toiletten an der Alleestraße sind Dauerthema

Der eklatante Mangel an öffentlichen Toiletten in Remscheid bleibt ein Dauerthema. Dafür sorgt schon der Beirat für die Gleichstellung der Menschen mit Behinderungen mit seiner Vorsitzenden Frederike Pohl. Am Donnerstag, 27. März, nahm sie an einer Sitzung des Haupt- und Finanzausschuss teil und hatte Gelegenheit, den Kommunalpolitiker:innen den Empfehlungsbeschluss des Beirats vom 8. August ans Herz zu legen, auf der Alleestraße öffentliche Toiletten einzurichten. Seit langem sind in der Innenstadt „keine neuen öffentlichen Toiletten in Sicht“, weshalb der Waterbölles am 27. März titelte „‚Mami, ich muss mal Pipi!" – Und dann?“. Zitat: „Jürgen Kucharczyk (SPD) bat die Verwaltung … um einen Kostenvoranschlag für eine öffentliche Toilette, und der Technische Beigeordnete Peter Heinze sagte sie zu.“

Darauf wartet Kucharczyk heute noch, wie er in der Hauptausschusssitzung am vergangenen Donnerstag monierte. Auch diesmal war Frederike Pohl wieder dabei – und erneuerte ihre Kritik: „Dass auf der Alleestraße öffentliche Toiletten fehlen, ist für alte Menschen, für Menschen mit Inkontinenz und für kleine Kinder unzumutbar. Für den Kauf von Sinn/Leffers und die frühere Tankstelle am Ebertplatz ist Geld da, aber für Toiletten nicht. Das kann nicht Ihr Ernst sein!“ Notfalls werde der Beirat auf dieses Problem in einer Aktion aufmerksam machen, die landesweit Aufmerksamkeit errege, drohte Pohl an. Derzeit gebe es auf der Alleestraße Toiletten in einer Bäckerei mit Café und einem Eiscafé, aber „nur für Gäste!“ Die Idee der „netten Toilette“ in Gaststätten sei leider nicht erfolgreich. Das bestätigte auch Jürgen Kucharczyk.

Der Technische Beigeordnete Peter Heinze sagte dazu das, was er schon im März gesagt hatte. Dass die Remscheider Stadtwerke auf dem neuen Ebertplatz (nach Fertigstellung) eine öffentliche Toilette betreiben wollen. Frederike Pohl dazu: „Das ist Zukunftsmusik! Das Bedürfnis besteht jetzt. Dringend!“ Sie habe das Gefühl, dass in dieser Frage in der Verwaltung Stillstand herrsche, während „andere Dinge viel schneller bearbeitet werden.“

Heinze wandte ein, auch die öffentlichen Toiletten im Rathaus könnten genutzt werden. Kucharczyk sah daraufhin die Zeit gekommen, dass sich Oberbürgermeister Burkhard Mast-Weisz des Toiletten-Problems persönlich annehme. „Wir sind dran!“, antwortete der OB und kündigte für die Ratssitzung am 9. Dezember erste Prüfergebnisse an.

Zuvor hatte Stadtkämmerer Sven Wiertz darauf hingewiesen, dass nicht die Investition in öffentliche Toiletten das Problem sei, sondern deren Betrieb. Und dafür bedürfe es regelmäßiger Kontrollen, weil die Toiletten sonst mutwillig verunreinigt oder gar zerstört würden. Diese Kontrollen müssten für die finanzschwache Stadt finanzierbar sein. Auch dies war keine neue Erkenntnis: Bereits im Mai hatte der Waterbölles berichtet, dass sich die Verwaltung gegen den Toiletten-Vorschlag des Behindertenbeirats ausspreche, weil öffentliche Toiletten wegen des erhöhten hygienischen Aufwands und des Personaleinsatzes finanziell nicht vertretbar seien.

Im März war im Hauptausschuss angeregt worden, sich mal bei den Schaustellern umzuhören; deren Toilettenwagen stünden coronabedingt ungenutzt herum. Diesmal war es Kurt-Peter Friese (CDU), der einen ähnlich ungewöhnlichen Vorschlag vorbrachte: „Dixi-Toiletten! Die werden von den Betreibern regelmäßig gewartet!“ Der Oberbürgermeister: „Auf der Alleestraße?! Kann ich mir nicht vorstellen!“ Eines wäre der Stadt für diesen Fall allerdings gewiss: landesweite Aufmerksamkeit!

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Kommentare

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Jürgen Koball am :

Dixi-Toiletten wären eine schlechte Lösung. Sicherlich auch nicht behindertengerecht. Ein "Café Achteck" (öffentliches Berliner Toilettenhaus) wäre vielleicht überlegenswert. Behindertengerecht, verbunden mit einer Patenschaft.

Martina Litzner am :

Jeder Hund darf kostenfrei hinpinkeln, wo er will, aber wenn ein Mensch sich mal mangels öffentlicher kostenfreier Möglichkeiten erleichtern muss, ganz stickum hinter einem Busch oder Baum, muss er damit rechnen, das er von Ordungshütern dafür zu einem Bußgeld verdonnert wird. In anderen Ländern sind kostenfreie öffentliche Toiletten schon längst gang und gäbe, ich weiß das als weit gereiste Person.

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