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Zahl der Fußball-Mannschaften ging deutlich zurück

Die Fiußballstatistik von Oliver Wulf, Universtät Wuppertal.

Kompromissvorschlag fand gestern deutliche Mehrheit“, berichtete der Waterbölles am 8. Oktober über die Sitzung des Sportausschusses vom Vortag, in der (mit späterer Zustimmung des Hauptausschusses) beschlossen worden war: „Sobald das Röntgenstadion aufgrund einer Bebauung der Fläche abgerissen wird und damit die Leichtathletikanlage auch wegfällt, wird auf dem Gelände Hackenberg eine Leichtathletikanlage mit einer 200 m Laufbahn errichtet (Standort: Fläche gegenüber Vereinsheim). Die geplante 100m Laufstrecke auf dem neuen Fußballplatz bleibt bestehen.“ In der Sitzung hatte Oliver Wulf von der Forschungsstelle „Kommunale Sportentwicklungsplanung“ der Universität Wuppertal  festgestellt, dass der Tennenplatz in Klausen sei von allen Sportplätzen in Remscheid der einzige „Problemstandort“ sei, der nur noch von zwei Senioren- und einer Alte-Herren-Mannschaft genutzt werde. Seine Fortschreibung der Sportplatzentwicklungsplanung für die Stadt Remscheid hat als Datengrundlage die Statistik Landessportbundes für die Jahre 2010 bis 2020, die Mannschaftsmeldezahlen der Vereine, die Belegungspläne der Sportanlagen, die Schulentwicklungsplanung/Schulsportbedarfe sowie eine eigene Internetrecherche auf den Seiten der Sportvereine.

Zwar bekam der Sportwissenschaftler in der Sitzung von Markus Kötter (CDU) und David Schichel (Grüne) entgegengehalten, man dürfe auch Freizeitsportler und Betriebssportgruppen nicht übersehen. Das zielt auf den Sportplatz Klausen. Aber gleichwohl wäre es unredlich und populistisch, würde die Politik dem F1. C Klausen große Hoffnungen machen auf den Umbau des Tennenplatzes zu einem Kunstrasenplatz. Denn dafür besteht nach Sanierung und Modernisierung einer ganzen Reihe von Sportstätten im Stadtgebiet in Bedarf, gemessen an der möglichen Zahl der Nutzer.

  • 2006 standen in Remscheid für den Fußballsport folgende Spielfelder zur Verfügung: zwei Kunstrasen-Plätze, ein Kunstrasen JSF, , drei Plätze mit Naturrasen und elf Tennenplätze.
  • In diesem Jahr sind es acht Kunstrasenplätze, ein Kunstrasen JSF, zwei Plätze mit Naturrasen und drei Tennenplätze.

Damit liegt die Quote der Großspielfelder mit Kunstrasen bei 75 Prozent (ohne Naturrasen)

Rein rechnerisch hat sich die Zahl der Sportplätze in Remscheid zwar um drei auf 14 verringert, zugleich erhöhten sich aber an den Standorten mit Kunstrasen die Nutzungskapazitäten, so dass „gesamtstädtisch die Nachfrage des Fußballs abgedeckt werden kann“, so Oliver Wulf. Zumal die  Nachfrage seit 2006 deutlich gesunken ist, wie sich aus der Tabelle (rechts oben im Bild) ergab, die der Sportwissenschaftler den Mitgliedern des Sportausschusses vorlegte. Erkennbar ist darauf auch ein deutlicher Rückgang des Mädchenfußballs in Remscheid in den vergangenen 15 Jahren. (Mit der Abkürzung "AH" sind die Alte-Herren-Mannschaften gemeint.)

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Kommentare

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Colin Cyrus am :

Ich glaube, bei der ganzen Diskussion über die Sportentwicklung in Remscheid und über Bedarf und Angebot kommt ein typisches Problem der Politik zu Tage, nämlich dass mehr reagiert als agiert wird. Es wird lediglich versucht, den kleingerechneten Bedarf akut zu befriedigen. Dabei wird die Bedarfsentwicklung nicht antizipiert und v.a. wird vergessen, dass man als Politik und Verwaltung diesen Bedarf (auch über das Angebot) aktiv steuern kann - und das auch tun sollte! Wir müssen dringend mehr Menschen an den Sport bringen! Gerade nach Corona. RS belegt laut AOK Gesundheitsbericht Rheinland/Hamburg in nahezu allen relevanten Gesundheitsstatistiken die hinteren Ränge (Lungenerkrankungen, Herzkreislauf, Adipositas, Diabetes usw.). Gleichzeitig sind hier mit die wenigsten Menschen in Sportvereinen aktiv (170 pro 1.000 Einwohner - Oberbergischer Kreis 279). Es reicht also nicht nur zu reagieren. Sport ist zudem nicht nur wichtig für die Gesundheit, sondern auch für den sozialen Zusammenhalt und die Integration. Eine aktive Entwicklung des Sports wird sich langfristig auch finanziell für Remscheid lohnen!

David Schichel am :

Die Tendenz, wissenschaftliche (in diesem Fall empirische) Ergebnisse als "kleingerechnet", "geschönt" oder "gekauft" zu bezeichnen, weil sie nicht in die eigene Erzählung passen ist gefährlich. Eine weitere Entwicklung zu "antizipieren", die der bisherigen diametral zuwiderläuft, ist zumindest gewagt. Und wie man hier sieht, ist beides auch noch vollkommen unnötig, denn der Rat hat ganz ohne Wissenschafts-Bashing und Glaskugel - und übrigens auch ohne die Allianz der Verantwortungslosen aus CDU, Linke und AfD in der BV Lennep - genau das entschieden, was Herr Cyrus hier fordert. Alle Plätze bekommen eine Zukunft.

Colin Cyrus am :

Ich habe nichts als "geschönt" oder "gekauft" bezeichnet. Kleingerechnet ist der Bedarf aber in dem Sinne, dass das besagte Gutachten lediglich den Bedarf an Außensportstätten des Vereinsfussballs analysiert hat. Die Bedürfnisse anderer Sportarten sowie des Hobby-,Freizeit- oder Schulsports wurden nicht eruiert. Wir nutzen die Analyse im politischen Diskurs aber als Grundlage für die Planung der gesamten Sportentwicklung (da kann die Uni/Wissenschaft aber nichts für). Hinzu kommt noch, dass die Analyse am Tiefpunkt des Vereinsfußballs durchgeführt wurde. Zukünftige Ausbrüche nach oben sind also nicht unrealistisch bzw. wünschenswert (v.a. bei den Frauen). Mit der lediglichen Befriedung des Minimalbedarfs (ohne das Röntgenstadion) raubt man dem Sport in der Stadt notwendige Entwicklungspotenziale. Die jetzige Lösung ist vertretbar - solange das Stadion bleibt (das ist meine Forderung). Ich sehe nicht, was an dem Hinweis darauf verantwortungslos ist. Verantwortungloser finde ich es, mit dem Wissen, dass die Remscheider:innen überdurchschnittlich sportfaul und (ich vermute da einen Kausalzusammenhang) krank sind sowie Schul- und OGS-Flächen in der Stadt fehlen, eine zentrale und traditionsreiche Sportstätte, eine Schule und etliche Bäume für ein Shoppingcenter zu opfern.

Jürgen Koball am :

Hallo Herr Schichel, ich habe eine Volksschule besucht. Abschluß 9. Klasse, mit zwei eingeschobenen Kurzschuljahren. Würde mich freuen, wenn dies bei Ihren künftigen KommentarenBerücksichtigung finden würde.

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