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Plädoyer für die Rückkehr des Standesamtes ins Rathaus

Waterbölles-Kommentar

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Ich weiß nicht, wo Sie lieber heiraten würden. Im Remscheider Rathaus, womöglich (gegen Aufpreis) im „Turmstübchen“ mit weitem Blick über das Bergische Land? Oder in einer sanierungsbedürftigen Villa am Thüringsberg (Hausnummer 20) am Rande der Lenneper Altstadt, deren Balkon wegen Einsturzgefahr nicht betreten werden darf – was die Zahl der möglichen Fotomotive deutlich einschränkt? Ich darf es in diesem Zusammenhang verraten: Meine Frau und ich haben 1973  im Remscheider Rathaus geheiratet. An den Raum kann ich mich leider nicht mehr erinnern; ich stand wahrscheinlich ein wenig „neben mir“, was auch anderen bei dieser Gelegenheit passiert sein soll (ich weiß nur noch, dass der Standesbeamte vom Wetter sprach, von guten und von schlechten Tagen und bei "schlecht" mit der Hand zum Fenster wies) … Aber vermutlich war es der offizielle und eigens dafür gestaltete „Trau-Saal“ im ersten Stock. Dort residiert heute Kulturdezernent Dr. Christian Henkelmann inmitten von großformatigen Gemälden und einen „Ficus Benjamin“, der so groß geworden ist, dass er einen Transport nicht überstehen würde …

Nein, ich gönne ihm dieses Arbeitszimmer. Aber es gibt ja andere Möglichkeiten, um das Standesamt dorthin zurück zu holen, wo es andere Städte normalerweise haben – ins Rathaus (und das würde den Standesbeamten die Fahrt von Lennep nach Remscheid ersparen, wenn wieder mal ein Paar partout im Rathausturm heiraten will). Zählen wir diese Möglichkeiten ruhig mal auf:

Vom 10. bis zum 14. März zieht der Fachbereich Straßen und Brückenbau aus dem Rathaus aus und ins ehemalige REB-Gebäude  Lenneper Straße  63 ein. In die (bei den städtischen Bediensteten allgemein ungeliebten) Räume im Dachgeschoss. Beide Ämter sind derzeit im städtischen Gebäude Martin-Luther-Straße 28 untergebracht, wo früher die angehenden „Pudding-Abiturientinnen“ (Gymnasium für Frauenbildung) der Gertrud-Bäumer-Schule ihre ersten Kochversuche wagten (Verzeihung, meine Damen). Die Stadt Remscheid würde dieses Gebäude gerne verkaufen. Aber ebenso gerne das Haus Thüringsberg 20. Der dortige „Sanierungsstau“ sei enorm, heißt es, belaufe sich inzwischen auf eine sechsstellige Summe (siehe Balkon).

In dieser Problemlage darf nicht übersehen werden, dass die Stadt Remscheid auf einen Baudezernenten in der Nachfolge von Helmut Kennepohl aus finanziellen Gründen wohl langfristig wird verzichten müssen. Was passiert also  mit dem im Herbst vergangenen Jahres frei gewordenen Dienstzimmer dieses Beigeordneten? Und was mit dem ebenfalls unbenutzten Zimmer daneben? Zusammengefasst gäben sie ein ideales Trau-Zimmer ab.

Würde es nicht Sinn machen, das besser erhaltene Gebäude an der Martin-Luther-Straße zu behalten und das sanierungsbedürftige am Thüringsberg zu verkaufen? Für die wenigen Mitarbeiter des Standesamtes in Lennep (früher gab es sogar drei Standesämter - in Remscheid, Lennep und Lüttringhausen)  wäre im Rathaus allemal Platz. Vielleicht sogar obendrein auch für die Mitarbeiter/innen des Rechnungsprüfungs- und des Rechtsamtes. Aber um das zu klären, hat die Verwaltung ja Fachleute genug. Mal sehen, welchen Vorschlag sie der Politik machen werden. Es geht schließlich darum, Geld einzusparen. Und irgendwo muss man ja wohl mal anfangen, oder?

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Waterbölles am : Für Trauungen außerhalb des Standesamtes fehlt Personal

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„Bereits seit dem Jahr 1997 sind im Standesamt Samstagstrauungen möglich. In den Jahren 1997 bis 2007 wurden in den begehrtesten Eheschließungsmonaten zwei Samstagstermine und in den weniger beliebten Eheschließungsmonaten ein Samstagstermin angeboten. Se

Waterbölles am : Trauungen am Thüringsberg nur noch bis Ende Juni?

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Für die Zeit nach dem 1. Juli dieses Jahres würden keine Trau-Termine mehr im Standesamt Thüringsberg 20 in Lennep vereinbart, erfuhren die Mitglieder der Bezirksvertretung Lennep gestern vom Standesbeamten Bernd Wendt. Zuvor hatte Bezirksvorsteher Dr. He

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Michael Dickel am :

Diesen Vorschlag bitte nicht ernst nehmen: Im Zeitalter der Patchworkfamilien und Zweit-, Dritt- oder Nochmehr-Ehen würde sich meiner Meinung nach eine Kooperation mit der Stadtsparkasse anbieten. Diese könnte dann den Autoschalter auf dem Rathausplatz für Eheschliessungen anbieten und in Zeiten der Privatisierung von kommunalen Dienstleistungen den Service des amtlichen Vorgangs dann auch gleich mitliefern - natürlich Kontoeröffnung und Versicherungsvergleich für die Heiratswilligen gleich mit im Flatrate-Paket. Im Ernst - Ein repräsentatives Standesamt und noch dazu mit guten Parkmöglichkeiten wäre ein guter Service für Bürger. Vielleicht wäre ja auch der Ratssaal ein gutes Angebot, da dieser ja doch die meiste Zeit leer steht und genügend Besucherplätze bieten würde. Vielleicht könnte die angrenzende kleine Kaffeebar und der angrenzende Raum für einen Sektempfang vermietet werden. Oder weiß man solche Einnahmen nicht zu verbuchen?

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