Skip to content

Anzeige

Bau-Innung Remscheid Innung für elektrotechnische Handwerke Remscheid Fachinnung für Metall- und Graviertechnik Innung für Sanitär- und Heizungstechnik Remscheid
Dachdecker-Innung Remscheid Friseur-Innung Remscheid Maler- und Lackierer-Innung Remscheid Kraftfahrzeughandwerk Remscheid

Für digitale Sprechstunden fehlt rechtssichere Technik

Im Rathaus künftig häufiger ‚rollierender Dienst‘“, titelte der Waterbölles am 25. August. „Vom 1. bis 31. Juli stellten in der Remscheider Stadtverwaltung 133 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter Anträge auf alternierende Telearbeit“, hatte die Verwaltung eine Anfrage der CDU-Fraktion beantwortet. „Hiervon wurden 91 genehmigt, 41 befinden sich aktuell noch in Bearbeitung und ein Antrag wurde mit Zustimmung des Personalrates aufgrund zwingenden betriebsbedingten Gründen abgelehnt.“ Zum Beginn der Pandemie im Februar 2020 hätten sich 91 Mitarbeitende in alternierender Telearbeit befunden. Seitdem seien weitere 639 Anträge genehmigt worden, so dass für aktuell 730 Mitarbeitenden von ca. 1.200 potentiell geeigneten (EDV)-Arbeitsplätzen die alternierende Telearbeit möglich sei.
Ergänzend hat die Verwaltung nunmehr zur Sitzung des Hauptausschusses am 2. November weitere Fragen der CDU-Fraktion beantwortet:

Frage: „Ist es zutreffend, dass bisher noch in keinem Bereich der Verwaltung digitale Bürgersprechstunden angeboten werden? Wenn dies zutrifft: Warum ist das so? Welche Gründe sprechen nach Ansicht der Verwaltung gegen digitale Bürgersprechstunden? Welche Gründe sprechen nach Ansicht der Verwaltung für digitale Bürgersprechstunden? Wann sollen digitale Bürgersprechstunden flächendeckend in der Verwaltung angeboten werden? Will man dieses Angebot in Zukunft überhaupt vorhalten und auch ausbauen?“
Antwort: Digitale Bürgersprechstunden werden derzeit von der Verwaltung nicht angeboten. Der Einsatz digitaler Bürgersprechstunden wird dem Grunde nach … befürwortet. (…) Die Verwaltung betrachtet neue digitale Formate wie die digitale Bürgersprechstunde als wichtige und zu realisierende Bausteine einer zukunftsfähigen kommunalen Dienstleistungslandschaft, die so von den Kunden auch erwartet wird. (…) Bisher wurden die Angebote verschiedener Dienstleister am Markt gesichtet und teilweise im Rahmen von Präsentationen, Testinstallationen bzw. im interkommunalen Austausch auf ihre Nutzbarkeit in Remscheid geprüft. Hierbei wurden neben technischen Belangen auch stets Aspekte des Datenschutzes sowohl aus Sicht der nutzenden Kundinnen und Kunden der Verwaltung als auch aus Sicht der Mitarbeitenden sowie der Informationssicherheit betrachtet. Bedauerlicherweise konnte bisher kein Produkt identifiziert werden, welches diesen Anforderungen umfassend entspricht. Diese Einschätzung wird auch von externen Expertinnen und Experten … geteilt.

Frage: „Welche konkreten (!) Auswirkungen hat die Ausweitung der Heimarbeit auf das städtische Raumkonzept und den geplanten Rathausanbau?"
Antwort: Keine. Auf der Basis des städtischen Raumnutzungskonzeptes als standardisierte Grundlage für die Belegung von Büroräumen sind in den Fachdiensten die arbeitsplatzspezifischen Abläufe, die Rahmenbedingungen sowie erforderliche Präsenzbedarfe zu prüfen und – insbesondere bei Bestandsimmobilien – in Einklang mit den räumlichen Begebenheiten als auch mit den persönlichen Bedürfnissen und individuellen Arbeitszeiten der Mitarbeitenden zu bringen. Darüber hinaus sind die technischen als auch die datenschutzrechtlichen Bedingungen zu berücksichtigen. Die Ergebnisse der beschriebenen Prüfungen können ggf. dazu führen, dass zusätzliche – bisher angemietete – Verwaltungsflächen abgemietet werden können. Der hierfür notwendige Mittelaufwand wird sich dementsprechend verringern.

Trackbacks

Keine Trackbacks

Kommentare

Ansicht der Kommentare: Linear | Verschachtelt

Stefan Holzhauer am :

Es ist ziemlich ernüchternd. Bei einer Stadt der Größe Remscheids sollte die IT-Abteilungen in der Lage sein innerhalb von Stunden einen eigenen Jitsi-Server (oder BigBlueButton) aufzusetzen, der Datenschutz gewährleistet (da selbstgehostet) und auch von der Kapazität her für Bürgersprechstunden mehr als ausreichend sein sollte, wenn die Hardware entsprechend gewählt wird. "Es wurde nichts Passendes gefunden" halte ich für eine schwache Ausrede, denn in anderen Kommunen oder in Firmen gibt es längst ausgereifte, getestete Lösungen. Vielleicht sollte man sich bessere "externe Expert°innen" suchen, wenn die ebenfalls keine Lösung anbieten können ...

Kommentar schreiben

Die angegebene E-Mail-Adresse wird nicht dargestellt, sondern nur für eventuelle Benachrichtigungen verwendet.

Um maschinelle und automatische Übertragung von Spamkommentaren zu verhindern, bitte die Zeichenfolge im dargestellten Bild in der Eingabemaske eintragen. Nur wenn die Zeichenfolge richtig eingegeben wurde, kann der Kommentar angenommen werden. Bitte beachten Sie, dass Ihr Browser Cookies unterstützen muss, um dieses Verfahren anzuwenden.
CAPTCHA

Standard-Text Smilies wie :-) und ;-) werden zu Bildern konvertiert.
Formular-Optionen

Die einzelnen Beiträge im "Waterbölles" geben allein die Meinung des Autors / der Autorin wieder. Enthalten eingeschickte Texte verleumderische, diskriminierende oder rassistische Äußerungen oder Werbung oder verstoßen sie gegen das Urheberrecht oder gegen andere rechtliche Bestimmungen oder sind sie nicht namentlich gekennzeichnet nebst E-Mail-Adresse, werden sie nicht veröffentlicht. Das gilt auch für substanzlose Bemerkungen ("Find ich gut/schlecht/blöd...etc."). Aus den oben genannten juristischen Gründen sowie bei längeren Texten sind auch Kürzungen nicht ausgeschlossen.

Kommentare werden erst nach redaktioneller Prüfung freigeschaltet!