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Zufrieden mit den eingestellten Langzeitarbeitslosen

JobAktiv Remscheid ist erfolgreich gestartet“, berichtete der Waterbölles am 18. Juli 2019. Damals war das Teilhabechancengesetz gerade mal ein halbes Jahr alt, das Langzeitarbeitlosen durch Zuschüsse an den Arbeitgeber zu einer sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung verhilft. Die Förderung, die über das Jobcenter beantragt werden muss, erstreckt sich über einen Zeitraum von bis zu fünf Jahren. Sie beträgt in den ersten beiden Jahren 100 Prozent, im dritten Jahr 90, im vierten Jahr 80  und im fünften Jahr 70 Prozent des Tariflohnes. In Remscheid gehört auch die Stadtverwaltung zu den Arbeitgebern, die diese Förderung unter dem Titel „JobAktivRemscheid“ in Anspruch genommen haben. Dafür wurden 2019 vom Rat der Stadt  50.000 Euro zur Verfügung gestellt. Bis 2029 können es jährlich 100.000 Euro sein. Mit diesem Betrag könnten bis zu 30 Vollzeitstellen gefördert werden. Hieß es damals. Und was ist daraus geworden? Die SPD-Fraktion wollte es wissen und fragte am 7. Oktober im Hauptausschuss nach. Zur Sitzung am 4. November liegt nun die Antwort der Verwaltung vor.

Demnach wurden von der Verwaltung auf der Basis des Ratsbeschlusses vom 26. September 2019 befristet auf fünf Jahre 27 zusätzliche Vollzeitstellen eingerichtet, 13 im Fachdienst „Sport und Freizeit“, zehn im Gebäudemanagement, drei im Teo-Otto-Theater und eine im Stadtteilbüro. „Im September 2021 waren von den 27 Stellen insgesamt 22 Stellen besetzt. Für drei Stellen läuft aktuell ein Wiederbesetzungsverfahren. Im Teo-Otto-Theater ist aktuell eine Stelle besetzt. Die Besetzung der beiden noch offenen Stellen ist vorgesehen, sobald erkennbar ist, dass der Spielbetrieb wieder dauerhaft gesichert ist“, heißt es in der Verwaltungsvorlage. „Im Gebäudemanagement, Fachdienst 1.28, wurden im Dezember die ersten fünf Kräfte eingestellt und durch Schulhausmeister … mit dem Aufgabenbereich des Schulhausmeisterdienstes intensiv vertraut gemacht. Seit Herbst 2020 werden die Beschäftigten mit großem Erfolg ohne Anleitung oder Betreuung als eigenverantwortliche Krankheitsvertretung für die Schulhausmeisterschaft eingesetzt oder sind als Unterstützungskräfte im werkstattlichen Dienst tätig. Zum 1. Dezember 2020 haben die nächsten fünf Kräfte ihre Tätigkeit aufgenommen. (…) Alle … haben die in sie gesetzten Erwartungen bei Weitem übertroffen. Sowohl fachlich als auch im Hinblick auf ihre soziale Integrität stellen sie eine Bereicherung für die Abteilung … dar!“

Auch die in der Sportabteilung   eingestellten Mitarbeiter:innen brächten sich „gut in den laufenden Betrieb auf den Sportanlagen ein (soweit vereinzelt noch Unsicherheiten auftreten, leistet das vorhandene Stammpersonal Hilfestellung, um diese zu beheben)“, heißt es weiter. Der überwiegende Teil der Beschäftigten sei „sehr motiviert und übernimmt selbstständig Dienste, was die Einsparung von 290.000 Euro für Fremdvergaben ermöglicht habe (Reinigung in der Sporthalle Hölterfeld, Instandsetzung der Gegentribüne im Stadion Reinshagen, Instandsetzungsarbeiten im Röntgenstadion, Verschönerungen und Verbesserungen auf den Sportanlagen). Auch habe man dank der personellen Verstärkung die Sportanlagen und die FunBox besser beaufsichtigen können, Vandalismus und Diebstähle seien spürbar zurückgegangen. Auf Grund der Coronakrise hätten aber noch nicht alle wünschenswerten Fortbildungen besucht werden können, da gebe es einen Nachholbedarf.

Insgesamt aber handele es sich um ein erfolgreiches arbeitsmarktpolitisches Instrument zur Personalgewinnung, stellt die Verwaltung fest: Über einen Zeitraum von fünf Jahren lasse sich sehr gut einschätzen, „ob die Beschäftigen konstant zuverlässig und verantwortungsvoll ihre Arbeiten umsetzen.“ Das Fazit der Verwaltung: „Nicht nur die Kernverwaltung hat von den neuen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern profitiert, sondern ebenso auch die Einwohnerinnen und Einwohner in Remscheid. Dazu hat sicherlich auch eine gute Vorauswahl durch die Beschäftigten im Jobcenter Remscheid beigetragen. Nach der Besetzung der Stellen gab es nur sehr wenig Fluktuation, die rasch kompensiert werden konnte.“ Es sei wünschenswert, dass aus dem zeitlich befristeten ein Regelinstrument zur Integration von Langzeitarbeitslosen in den Arbeitsmarkt werde. Die Notwendigkeit, das Förderinstrument innerhalb der Verwaltung auszubauen, bestehe allerdings gegenwärtig nicht.

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