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Pilger-Stele von Tony Cragg dürfte Touristen anziehen

Lennep erhält ein Kunstwerk von Tony Cragg“, kündigte der Waterbölles am 4. November an. Es soll eine 3,22 Meter hohe Stele werden, 600 Kilogramm schwer, aus hochglanzpoliertem Edelstahl, gekrönt von einem „Pilgerhut“ zu dem auf dem hellen Stahl ein mattierter „Pilgerweg“ führt. Gefertigt werden soll die Skulptur in Remscheids Partnerstadt Pirna, und auf dem Munsterplatz in der Lenneper Altstadt eingeweiht werden soll sie voraussichtlich im Sommer 2022, also noch im verlangerten Jakobus-Pilgerjahr 2020-22. Das wurde gestern auf einer Pressekonferenz bekanntgegeben, zu der Oberbürgermeister Burkhard Mast-Weisz ins Rathaus eingeladen hatte. Mit dabei Michael Zirngiebl, der Chef der Technischen Betriebe Remscheid (TBR), Hans-Willi Oberlis und Dr. Gerhard Wollnitz als 1. und 2. Vorsitzende der Lenneper Pilgerfreunde e.V., Karl Heinz Humpert als Vorsitzender des Ausschusses für Kultur und Weiterbildung sowie Gerd-Hermann Lullic, der zusammen mit seiner Ehefrau Dr. Ingrid Lullic die „konzertierte Aktion“ der Beteiligten finanziell überhaupt erst möglich gemacht hatte. Zirngiebl zeigte sich davon begeistert: „Ein sehr schönes Projekt. Eine solche Großzügigkeit habe ich im Bergischen nicht erlebt!“ In Euro und Cent wurde der Beitrag der beiden Mäzene gestern allerdings nicht beziffert. Der OB: „Der Künstler überlässt uns sein Werk deutlich unter dem sonst marktüblichen Preis!“

Im Dezember 2020 hatte Sir Tony Cragg den Munsterplatz in Augenschein genommen und befunden, „hier kann ich mir die Stele vorstellen!“, nachdem man sich auf eine Kaschierung der dortigen Trafo-Station, nicht gerade ein Schmuckstück, durch eine Verblendung mit Natursteinen (ist inzwischen erfolgt), eine Hecke und ein Staudenbeet verständigt hatte. Nicht genug damit ist gestern der Beschlussvorschlag der Verwaltung öffentlich geworden für eine grundlegende Neugestaltung des Munsterplatzes rund um die geplante Statue. Ziel ist ein „angenehmer, begrünter Aufenthaltsraum, mit unterschiedlichen Sitzmöglichkeiten“. Fünf neue Bäume in Baumscheiben werden die Statue umgeben: Gleditschien (Gleditsia triacanthos 'Skyline', auch Lederhülsenbaum). Sie sollen mit ihren Hochstämmen anstelle des auch im Wurzelbereich erheblich geschädigten Kugel-Ahorns für einen „spannenden Dialog zwischen Kunst und Natur“ sorgen, so die Verwaltung. Vor allem aber sollen sie auch bei größerer Hitze Schatten spenden und zum Verweilen auf den vorgesehenen neuen Sitzbänken einladen zur Betrachtung des Kunstwerkes.

Der weiteren Verbesserung der Aufenthaltsqualität sollen sechs zusätzliche Leuchten dienen (auf dem bislang eher spärlich beleuchteten Platz). Die vorhandene Böschung soll durch eine Natursteinmauer ersetzt werden, wodurch sich rund um die Statue eine größere Platzfläche ergeben wird. Diese wird sich aufgrund der Topografie mit einem Gefälle von West nach Ost in Richtung Alter Markt schollenartig hervorheben. Durch einen neuen Treppenzugang zum Platz der Statue wird eine Sichtachse bis zum Alter Markt entstehen.

Für diese Maßnahmen will die Verwaltung durch Umstellungen im Etat insgesamt Haushaltsmittel in Höhe von 521.250 € bereitstellen. An diesen Ausgaben  beteiligen sich die TBRE mit 56.000 € und die EWR mit 31.000 €. In der Bezirksvertretung Lennep steht die Genehmigung der Pläne am 24. November an, die Freigabe der städtischen Mittel im Rat der Stadt am 9. Dezember.

„Da wächst was Schönes heran“, war sich Michael Zirngiebl gestern sicher. Und Karl Heinz Humpert hoffte mit Verweis auf das Sponsoren-Ehepaar „auf eine Initialzündung“. Gerd-Hermann Lullic ist gebürtig in Kiel und aufgewachsen in Osnabrück, seine Frau Remscheiderin, aufgewachsen aber in Lennep. Sie beide zöge es im Urlaub immer gerne an schöne, charmante Orte, entweder wegen ihrer besonderen Architektur oder ihrer besonderen Kunst, berichtete Gerd-Hermann Lullic gestern. Für Lennep habe er sich schon mal einen neuen Brunnen vorstellen können. Aber als ihn sein Freund Humpert auf die Idee einer Statue von Tony Cragg aufmerksam gemacht habe, sei er sofort interessiert gewesen: „Das ist doch was für Lennep – und gewiss auch für Remscheid –, weil eine Arbeit dieses Künstlers von Weltrang Touristen anziehen wird“.

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Chronist am :

"Mit dem Kunstwerk und dem neugestalteten Munsterplatz erfährt die Lenneper Altstadt eine deutliche Aufwertung. Da es sich bei der Statue um ein bedeutsames Kunstwerk handelt, wurden seitens der Verwaltung Überlegungen angestellt, den Munsterplatz … neu zu gestalten. (…) Zur rechtlichen Absicherung der Rechte du Pflichten sowohl der Stadt Remscheid wie auch des Vereins der Pilgerfreunde Lennep e.V. muss ein Gestattungsvertrag abgeschlossen werden. Da das Eigentum der Statue bei Pilgerverein verbleibt, handelt es sich nicht um eine Schenkung an die Stadt Remscheid. Daher trifft die Entscheidung über die Aufstellung der Statue gemäß Ziffer 10.6 der Hauptsatzung die Bezirksvertretung Lennep." (aus: Beschlussvorlage der Verwaltung zur Sitzung der Bezirksvertretung Lennep am 24. November)

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