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60.000 Euro vom LVR für Röntgens fotografischen Nachlass

Das älteste Einzelportrait von W. C. Röntgen in unseren Archiven. Es wurde 1862 in Utrecht aufgenommen, wohl anlässlich seiner Aufnahme in die Technische Schule, deren Kopfbedeckung er in der Hand hält. Bildnachweis: © Archiv Deutsches Röntgen-Museum.

Pressemitteilung der Stadt Remscheid

Das Deutsche Röntgen-Museum erhält über die Regionale Kulturförderung des Landschaftsverbandes Rheinland  (LVR) 60.000 Euro für die Erschließung der fotografischen Sammlung „Carte de Visite“ und der Stereobilder aus dem Nachlass von Wilhelm Conrad Röntgen. Das Museum sieht eine wichtige Aufgabe darin, die Fragestellungen insbesondere nach den Netzwerken Röntgens mit Freund: innen, Bekannten, Familienmitgliedern, Kolleg:innen, Wissenschaftler:innen zu erforschen und der Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Mit der Erschließung und Digitalisierung eines ersten Teils aus seinem Nachlass wurde in Kooperation mit dem Bergischen Geschichtsverein bereits ein wichtiger Schritt getan. Die Ergebnisse stehen der Öffentlichkeit unter www.museum-digital.de kostenfrei zur Verfügung.

Der fotografische Nachlass von Wilhelm Conrad Röntgen spiegelt viele Facetten seiner Persönlichkeit wider: Forscher, Fotograf, Jäger, Bergsteiger, Freund und Familienmensch und vieles mehr. Jede dieser Rollen hat zu unterschiedlichen Formen der Überlieferung geführt. Ab dem Frühjahr 1901 ist Röntgens Lebenswelt insbesondere durch rund 850 Stereobilder dokumentiert. Über die Erschließung der einzelnen Bilder und deren Digitalisierung soll ein neuer Wissenstand zur biografischen Forschung zu Wilhelm Conrad Röntgen ermöglicht werden. Die genaue Zuordnung der Stereofotos soll durch das Zusammenspiel mit digitalen Karten, Satellitendaten (vor allem Google Earth) und von anderen im Internet bereitgestellten digitalisierten Quellen (wie historischen Ansichtskarten) erfolgen. Im Rahmen der Förderung sollen aber auch die im Nachlass befindlichen Carte de Visite-Fotografien erschlossen werden. Sie stammen aus dem Zeitraum 1850-1923. Unter den etwa 350 Portraits in den Formaten Carte de Visite und Kabinett befindet sich eine große Anzahl von Fotos aus dem Freundeskreis des Ehepaares und deren Kinder und Enkelkinder. Die Erschließung ist aufgrund der vielen unbeschrifteten Portraits mit einer sehr aufwändigen Personenrecherche verbunden. Die digitale Verknüpfung mit Informationen aus anderen Datenbaken kann hier ebenso hilfreich sein. Neben der wissenschaftlichen Bearbeitung sollen die Exponate aber auch konservatorisch behandelt werden. Dabei sollen die in ihren originalen Alben eingesteckten Fotografien gesäubert und in säurefreien Fotohüllen im Archiv des Museums aufbewahrt werden.

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