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Viel unnötiger Lärm um Raser und Poser

Bei Kontrollen fielen nur wenige Raser auf“, titelte der Waterbölles am 15. Mai, nachdem Verwaltung und Polizei in ihrer Antwort auf eine Anfrage der CDU-Fraktion erklärt hatte, Zitat: „Die durchgeführten Messungen bestätigen, dass im Bereich der Kölner Straße kein signifikantes Problem mit ‚Rasern‘ besteht. Eine aktuelle Nachfrage bei Polizei ergab, dass der Bereich Kölner Straße unfallunauffällig ist.“ Wer angenommen hatte, daraufhin würde es ruhig werden um die imaginären Raser und Poser, täuschte sich.  Die Bezirksvertretung Lennep regte vielmehr ein Konzept gegen Raserei in Lennep an wegen „regelmäßiger Lärmbeeinträchtigungen durch Fahrzeuge in den Bereichen Kölner Straße, Gartenstraße und Robert-Schumacher-Straße“.

Grund also für die Behörden, zur Sitzung der Bezirksvertretung am 24. November die Ergebnisse der Geschwindigkeitsmessungen auf der Gartenstraße seit dem vergangenen Jahr vorzulegen: „Sowohl die Stadt Remscheid als auch die Polizei haben in den vergangenen Monaten zu unterschiedlichen Zeiten Messungen hinsichtlich der Einhaltung der vor Ort angeordneten, zulässigen Höchstgeschwindigkeit durchgeführt. Die Polizei berichtet, dass seit dem Jahr 2020 im Bereich der Gartenstraße insgesamt 48 Messstellen zur Geschwindigkeitsüberwachung angefahren wurden. Bei 64.136 Messungen wurden hierbei insgesamt 2.047 Geschwindigkeitsverstöße festgestellt. Dies entspricht einer Überschreitungsquote von 3,19 Prozent. Die Ergebnisse des von der Stadt Remscheid eingesetzten Seitenradarmessgerätes in der Gartenstraße bestätigt ebenfalls die Messergebnisse der Polizei. In der Zeit vom 28. Mai bis 11. Juni 2021 wurden insgesamt 67.371 Durchfahrten (=Messungen) erfasst, wobei 85 Prozent der am Verkehr teilnehmenden mit 49 km/h die zulässige Höchstgeschwindigkeit von 50 km/h nicht erreichten. Auch die Messungen im Bereich der Kölner Straße zeigen, dass eine ‚Raserproblematik‘ im beschriebenen Bereich nicht besteht.“

Im Ergebnis sind sich Polizei und Stadt Remscheid einig, „dass die beschriebene Lärmproblematik nicht auf überhöhte Geschwindigkeit zurückzuführen ist und insofern in Lennep kein Problem mit ‚Raserei‘ besteht“, auch wenn vereinzelte Geschwindigkeitsüberschreitungen nicht ausgeschlossen werden könnten. Vielmehr sei auch  der Lärm durch „regelkonforme Auspuffanlagen dazu geeignet, zur empfundenen Belästigung der Anwohnenden beizutragen“. Damit war die „kleine Szene von Auto-Posern“ gemeint, die sich insbesondere in den Sommermonaten auf dem Rewe-Parkplatz, dem „Park & Ride“-Platz und dem  „Schotterparkplatz“  an der Robert-Schumacher-Straße, dem Parkplatz am Sportzentrum Hackenberg und gelegentlich auch auf dem Schützenplatz in Remscheid trifft. Aber auch dort war das Ergebnis von Kontrollen negativ: Es habe sich bei den kontrollierten Fahrzeugen oftmals um serienmäßig getunte Fahrzeuge handelt, die mit regelkonformen Auspuffanlagen ausgestattet waren, „was eine Ahndung der Lärmfahrten ausschließt“. In Arbeit sei nun eine ordnungsbehördliche Verordnung zwecks eines Verweilverbots der sog. „Tuning-Szene“ auf öffentlichen Parkplatzflächen zur Freizeitgestaltung. „Nach Erlass der ordnungsbehördlichen Verordnung sind für die Sommermonate gemeinsame Kontrollaktivitäten von Polizei und dem Kommunalen Ordnungsdienst geplant“, so die Verwaltung in ihrer Vorlage.

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