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Deal zwischen Stadt, RSV und BV 10 droht zu scheitern

Alles zurück auf Null, was die Zukunft des Sportplatzes Neuenkamp und den Bau einer neuen Mehrzweckhalle auf dem Gelände des RSV an der Fürberger Straße angeht? Aber am besten fangen wir 27 Monate früher an. Erinnern Sie sich? „Sportplatz Neuenkamp: Zukunft jetzt vielleicht klarer“, titelte der Waterbölles am 22. August 2020. Der Bericht galt dem gemeinsamen Ziel, das damals die Stadt Remscheid, den RSV, der Sportbund Remscheid mit seinem Vorsitzenden Reinhard Ulbrich, Fraktionen und Gruppen im Rat der Stadt und die beiden Remscheider Landtagsabgeordneten Jens Peter Nettekoven (CDU) und Sven Wolf (SPD) in einer Pressekonferenz dargelegt hatten: Fördergelder des Landes soll(t)en dafür sorgen, dass der „klamme“ RSV sein in die Jahre gekommenes Sportzentrum Fürberg modernisieren und dass das Dioxin belastete „Marsberger Kieselrot“ auf dem Sportplatz durch einen neuen Natur- oder gar Kunstrasen ersetzt werden könne.

Ein Jahr später, am 14. September 2021, eine neue, konkretere Überschrift: „BV 10 bekommt sichere Zukunft am Neuenkamp“. Die Übereinkunft in den Grundzügen: Die Stadt Remscheid erwirbt den Sportplatz Neuenkamp für einen Euro und übernimmt die Kaufnebenkosten (Notar). Nach der Grundstücksübereignung vom RSV an die Stadt erhält der RSV die Förderzusage über 1.354.979 € zum Bau eines Mehrzweckraumes zur Aufwertung des Sportparks am Fürberg, und die Stadt trägt den zehnprozentigen Eigenanteil des RSV in Höhe von 150.553 €. Das Bonbon dabei für den BV 10: Das Tennenspielfeld am Neuenkamp wird zum Kunstrasenplatz umgebaut.

Schon damals klang das (beinahe) zu schön, um wahr zu sein. Und seit der gestrigen Ratssitzung wissen die Beteiligten, dass sie aller Wahrscheinlichkeit nach wieder ganz von vorne planen müssen, damit aus der „sicheren Zukunft“ für den BV 10 auch tatsächlich etwas wird. Die Hiobsbotschaft verkündete Sportdezernent Thomas Neuhaus unter Punkt 10 der Tagesordnung – „Anfragen von Ratsmitgliedern“. Ob es zutreffe, dass bei der Planung der Mehrzweckhalle „erhebliche Mehrkosten festgestellt worden seien, hatte die CDU-Fraktion von ihm wissen wollen. Und ob der RSV sich tatsächlich „nicht in der Lage sehe, diese Mehrkosten zu tragen und deshalb von der Übereinkunft mit der Stadt zurücktreten wolle“. Thomas Neuhaus daraufhin: Das treffe zu, die „Kette von Vereinbarungen“ drohe zu brechen. „Es gibt noch keine Lösung!“ Und wenn die Stadt nicht Eigentümer des Sportplatzes Neuenkamp werde, könne dort auch kein Kunstrasenplatz angelegt werden.

Wann der RSV davon den Verwaltungsvorstand der Stadt mit Oberbürgermeister Burkhard Mast-Weisz an der Spitze in Kenntnis gesetzt hatte, erfuhren die Ratsmitglieder gestern nicht. Um es ihnen mitzuteilen, wäre schon am 16. November eine gute Gelegenheit gewesen. An diesem Tag fand eine Sitzung des Sportausschusses statt. Aber vielleicht erfuhr man im Rathaus ja auch erst am Mittwoch oder im Laufe des gestrigen Tages von den Finanzierungsproblemen des RSV. Letztlich spielt es keine Rolle. Egal, wann der RSV die schlechte Nachricht übermittelte – diese nicht sofort, sondern erst auf Nachfrage aus der Politik öffentlich zu machen ist ein Unding! Aber auch darin bleibt die Stadtverwaltung sich treu: „Wer in sich selbst ruht, braucht keine Öffentlichkeitsarbeit!

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Kommentare

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Lothar Kaiser am :

Sorry, hatte einige Male RTV geschrieben statt RSV. Fehler inzwischen im Text korrigiert.

Lothar Kaiser am :

Von Seiten des RSV erfuhr der Waterbölles soeben, dass die Kostenexplosion, die den Bau der Mehrzweckhalle verhindert, schon am 29. Oktober im Rathaus ein Thema war in einer großen Runde mit Oberbürgermeister Mast-Weisz und Vorstandsmitgliedern des RSV.

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