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Stadt rät von Winterdienst auf den Trassen ab

Derzeit sieht die Stadt Remscheid keine Möglichkeit, auf der 13.180 Meter langen Räum- und Streustrecke der Balkantrasse vom Bahnhof  Lennep bis Bergisch Born (Gleisdreieck) und der 8.780 Meter langen Räum- und Streustrecke der Trasse des Werkzeugs von Hasten (Feld) bis Weststraße einen Winterdienst zu finanzieren. Zum einen, weil beide Trassen gar keine öffentlichen Verkehrsflächen im Sinne des Straßen- und Wegegesetzes NRW und damit der Straßenreinigungs- und Gebührensatzung der Stadt Remscheid sind (dafür müssten erst die planungsrechtlichen Voraussetzungen geschaffen werden), sondern Grünfläche bzw. Bahnanlage. Sollte der Winterdienst dennoch auf den Trassen übernommen werden, wäre dies eine freiwillige Leistung der Stadt Remscheid, die aus Mitteln des allgemeinen Haushalts zu finanzieren wäre. Dafür müsste dann die Kommunalaufsicht in Düsseldorf grünes Licht geben. Zum anderen könnte sich die Stadt den Räum- und Streudienst aber auch gar nicht leisten. Denn nach Vergleichsberechnungen würde er pro Tag zwischen 10.600 und 11.500 Euro (Balkantrasse) und 4.700 bis 6.100 Euro (Trasse des Werkzeugs) kosten. Und weil die Technischen Betriebe Remscheid (TBR) mit dem Winterdienst auf den gewidmeten Verkehrsflächen „vollständig ausgelastet“ sind, so die Verwaltung in ihrer Vorlage zur Sitzung des Hauptausschusses am 2. Dezember, müsste der Räum- und Streudienst auf den Trassen an einen privaten Unternehmer vergeben werden.

Gegen einen Winterdienst auf den Trassen sprechen nach Ansicht der Verwaltung aber auch die Zugangsschranken und Engstellen auf den Trassen sowie die eingeschränkten Wendemöglichkeiten. Die Trassen verfügen über keine Regenwasserkanalisation. Auch würde die beschränkte Tragfähigkeit der Brücken den Einsatz kleinerer Winterdienst-Traktoren erfordern.

Hinzu kommen Naturschutz-Aspekte: Weil das Niederschlagswasser in den Seitenräumen der Trassen versickere, müsse „der Einsatz von Streumitteln auf den Trassen kritisch gesehen werden". Daher sollten nur abstumpfende Materialien zu Einsatz kommen wie etwa Streusand oder mineralische Streugranulate, weil weniger umweltschädlich. Im Frühjahr müssten deren scharfkantige Rückstände dann aber wieder beseitigt werden, auch um der Kritik von Hundebesitzer vorzubeugen.

Mit der Verlängerung der Balkantrasse Richtung Lüttringhausen wird sich ab dem kommenden Jahr ein neuer Mitarbeiter der Abteilung Verkehrsplanung beschäftigen. Derzeit würden die Bereiche bis zur „Blume“ vermessen und Verhandlungen zum Grunderwerb mit den Eigentümern geführt, berichtet die Verwaltung weiter. Ein erster Abschnitt der „Alternativtrasse“ sei bereits in diesem Jahr über die Lüttringhauser Straße und die Lindenallee bis zur Barmer Straße fertiggestellt worden.

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Kommentare

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Stefan Holzhauer am :

Dass auf den Trassen, insbesondere der zentralen Trasse des Werkzeugs, nicht geräumt wird, zeigt mal wieder eindrucksvoll, welchen Stellenwert die Stadt Remscheid Fußgängern und Radfahrern einräumt: Gar keinen. Trotz aller anderslautenden Lippenbekenntnisse.

Jürgen Koball am :

Es sollte vielleicht einmal über den Vorschlag der sozialdemokratischen dänischen Regierung nachgedacht werden. Wer staatliche Unterstützung erhält, könnte durchaus für gemeinnützige Tätigkeiten herangezogen werden. Dafür würde sich der Winterdienst auf der Trasse anbieten.

Horst Kläuser am :

Zugegeben, ich bin nie mit einem Maßband die Werkzeugtrasse entlang gefahren. Trotz Skepsis glaube ich mal die fast 9 angegeben Kilometer vom Bökerbau zum Feld. Dass das Räumen aber pro Tag 4.700 bis 6.100 EUR kosten soll, glaube ich schlicht nicht. Das scheint mir mit Handwerkerangeboten vergleichbar, die extra so hoch angesetzt werden, damit der Auftrag hoffentlich nie erteilt wird. Oder gehen da etwa sechs promovierte Abteilungsleiter mit Besen aus Nerzfell über die Trasse und fegen Quadratmillimeter per Quadratmillimeter? Als jemand, der sich immer wieder auf die große Hilfsbereitschaft und das private Engagement der Menschen unserer Stadt verlassen konnte, stelle ich mir die Frage, ob man nicht einmalig ein kleines, geeignetes Fahrzeug anschaffen könnte, dann eine Handvoll freiwilliger Fahrerinnen und Fahrer schult, die bei Bedarf und im Wechsel die Trasse räumen. Viel zu unbürokratisch gedacht? Wahrscheinlich!

Heinz Wäscher am :

Irgendwie scheint die sog. „Verkehrssicherungspflicht” eine Hauptrolle zu spielen? Es handelt sich bei der Trasse ja um keine öffentliche Verkehrsfläche im Sinne des SGV. NRW an der es nichtsdestotrotz erstaunlich viele „offizielle” Verkehrszeichen gibt deren Existenz für Außenstehende den gegenteiligen Eindruck erwecken kann.

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