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Sport- und Bewegungstherapie in Neubau für 2,2 Millionen

Nach 30 Jahren hat sich die Stiftung Tannenhof erstmals wieder an den Bau einer neuen Sporthalle gewagt. Sie entstand binnen eines Jahres auf dem Gelände einer früheren Minigolfanlage. Und bei der gestrigen Einweihung landete bereits so mancher Basketball im Korb. Der Neubau auf einer Nettogrundfläche von 672,82 Quadratmetern, verteilt auf die Sporthalle sowie Therapie-, Fitness und Umkleideräume, ist für die Stiftung ein wichtiger Baustein in der therapeutischen Behandlung von Patientinnen und Patienten mit psychischen Erkrankungen. In der neuen Sporthalle soll den Patientinnen und Patienten der psychiatrischen Klinik eine Vielzahl von Bewegungs- und Sporttherapie auf hohem Niveau angeboten werden. Nachdem Motto „Es gibt nichts Gutes, außer man tut es!“, wie Dietmar Volk, der kaufmännische Direktor der Stiftung, gestern bei der Einweihung vor Mitgliedern des Kuratoriums sowie Mitarbeiter:innen und Patient: innen sagte. Und ergänzte: „Ausgerechnet in den schwierigen Zeiten der Corona-Pandemie! Aber lieber selbst Treiber sein, als sich im 125. Jahr der Stiftung treiben zu lassen!“

Errichtet wurde der Neubau (Foto links) mit Betonfertigteilen. Die Fassade erhielt Fensterbänder und Oberlichter für eine optimale Belichtung. Der Sichtbeton blieb innen sichtbar und kontrastiert mit einer Wandbekleidung aus Holz als Prallschutz. Der Boden wurde mit einem Schwingboden aus Holz belegt. Der Therapieraum hat eine verglaste Außenwand mit Ausblick in die Landschaft. Baulich verbunden wurde die neue Sporthalle mit dem benachbarten dreigeschossigen Georg-Hafner-Haus. In dessen Erdgeschoss, das bisher klinisch genutzt wurde, soll eine psychiatrische Station für Wahlleistungspatienten entstehen.

Dem Kuratorium mit seinem Vorsitzenden Guido Colsman, der leider wegen einer starken Erkältung hatte absagen müssen, galt gestern Volks besonderer Dank für die Bewilligung von 2.200.000 Euro für den Neubau, der die Sport- und Bewegungstherapie künftig wetterunabhängig macht. Das Bauprojekt sei durch Corona zu einer großen Herausforderung geworden, berichtete Volk: „Die Bauarbeiten fanden unter äußerst erschwerten Bedingungen statt. Die Pandemie sorgte für erhebliche Materialverknappungen und starke Preiserhöhungen im Baugewerbe. Hinzu kam im Sommer 2020 das Hochwasser, das zu außerordentlichen Auslastungen und Kapazitätsengpässen bei den Baufirmen führte.“ Und dazu, dass das Kuratorium das veranschlagte Budget für den Bau erhöhen musste. So sei es gelungen, den Neubau nahezu im Zeitplan fertigzustellen.

Die Evangelische Stiftung Tannenhof leistet mit ca. 525 Behandlungsplätzen, fünf Tageskliniken und drei Institutsambulanzen die psychiatrische Pflichtversorgung für mehr als eine halbe Million Einwohner:innen für die Städte Wuppertal, Remscheid und Velbert. Sie verfügt über eine Reihe störungsspezifischer Behandlungsangebote, u.a. Fachstationen für depressive Störungen, Psychotraumatologie, Psychosomatik, Gerontopsychiatrie und Abhängigkeitserkrankungen.

„Moderne Psychiatrie braucht Bewegung!“, schrieb die Stiftung in ihrer Einladung zur gestrigen Einweihung. Darauf ging der Geistliche Vorsteher Pfr. Uwe Leicht in seiner Begrüßung ein, indem er den römischen Dichter Decimus Iunius Iuvenalis, geboren um 60 n. Chr., zitierte: „orandum est ut sit mens sana in corpore sano – „Man soll beten, dass ein gesunder Geist in einem gesunden Körper sei!“ Denn: Wer sich bewege, dem gehe es besser, so Leicht. Deshalb werde die neue Sporthalle auch den Kindern der stiftungseigenen Kita zur Verfügung stehen.

„Viel Freude an Bewegung“ hatte zuvor der Ärztliche Direktor Prof. Dr. Eugen Davids den Patient:innen und den Sport- und Physiotherapeut:innen gewünscht. Letztere überraschte der Stiftungsvorstand gestern mit neuen, eigens bedruckten T-Shirts für Beruf und Freizeit. Zum Glück seien die Mitarbeitenden der Stiftung Tannenhof „bisher gut durch die Pandemie gekommen“, freute sich Davids.

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