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Arbeitsplätze der Abellio-Belegschaft sind sicher

 Pressemitteilung der Aufgabenträger des nordrhein-westfälischen Schienenpersonennahverkehrs –
Nahverkehr Westfalen-Lippe (NWL), Verkehrsverbund Rhein-Ruhr (VRR) und Nahverkehr Rheinland GmbH (NVR)

Die Aufgabenträger des nordrhein-westfälischen Schienenpersonennahverkehrs (SPNV) haben allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Abellio Rail GmbH den vollumfänglichen Erhalt ihrer Arbeitsplätze zugesagt. Dieses weitreichende Angebot haben Vorstand und Geschäftsführer der drei Zweckverbände Verkehrsverbund Rhein-Ruhr (VRR), Nahverkehr Westfalen-Lippe (NWL) und Nahverkehr Rheinland (NVR) gestern der Abellio-Belegschaft auf dem Betriebsgelände des Eisenbahnverkehrsunternehmens (EVU) in Hagen persönlich unterbreitet. Um Qualität und Zuverlässigkeit für die Fahrgäste im SPNV auch künftig sicherzustellen, warben die Vertreter von VRR, NWL und NVR bei den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern eindringlich für einen Übergang in die EVU, die ab Februar 2022 die bisherigen-Abellio-Linien wie beispielsweise den RE 1 (RRX) sowie den RE 11 (RRX) betreiben sollen. Die Verantwortlichen der Aufgabenträger sicherten der Belegschaft dabei zu, bei einem Wechsel alle Rechte aus ihrem bisherigen Arbeitsverhältnis beibehalten zu können – dies soll ausdrücklich auch für die Berücksichtigung von Resturlaub und Überstunden gelten. Diese umfassende Zusicherung gilt für alle Angestellten und Auszubildenden der Abellio sämtlicher Gewerke, vom Lokführer bzw. Leihlockführer, über in den Werkstätten Beschäftigte, Fahrpersonal bis zu den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in der Verwaltung. Gleichzeitig wurde bekannt, dass Abellio bei den anstehenden Direktvergaben nicht teilnehmen wird.

Die Verantwortlichen der Aufgabenträger stellten sich im weiteren Verlauf der Belegschaftsversammlungen auch den Fragen der rund 900 Abellio-Mitarbeiterinnen und –Mitarbeiter. Dabei standen Themen wie beispielsweise das Fortbestehen des Kundencenters in Remscheid oder die Tarifbindung an die Gewerkschaften GDL oder EVG bei Vergabe an ein Unternehmen, das keinen gültigen Tarifvertrag mit einen der beiden Gewerkschaften hat, im Vordergrund. Der Weiterbetrieb des Kundencenters und damit der Erhalt der dortigen Arbeitsplätze sind gesichert, da dies neben der Verkehrsleistung zu den Hauptleistungspflichten des Verkehrsvertrags des „Müngsteners“ (Linie S7) gehört. Und auch die EVU, die keine Tarifbindung mit den beiden Gewerkschaften GDL und EVG ausgehandelt haben, werden auf Basis der Repräsentative Tarifverträge Verordnung (RepTVVO) des Landes NRW selbstverständlich den ausgehandelten Tariflohn zahlen.

Der VRR-Vorstandssprecher Ronald R.F. Lünser warb gegenüber der Belegschaft gemeinsam mit seinen Kollegen aus den beiden anderen Zweckverbänden dafür, die Zeit bis zum Auslaufen der Fortführungsvereinbarung Ende Januar in Diensten der Abellio zu bleiben, um dann einen gesicherten Arbeitsplatz in einem der Unternehmen, die sich in dem derzeit laufenden Ex-Ante-Ausschreibungsverfahren beworben haben, anzutreten. „Wir wollen unsere Fahrgäste auch weiterhin zuverlässig bedienen. Und deshalb unser Appell an Sie: Dafür brauchen wir Sie als verlässliche Eisenbahnerinnen und Eisenbahner. Deshalb haben wir alles dafür unternommen, dass Sie Ihre Arbeitsplätze so behalten können wie sie sind.“

Die Abellio Rail GmbH befindet sich derzeit in einem sogenannten regulären Schutzschirmhauptverfahren in Eigenverwaltung zur Sanierung und ist aufgrund einer Ende September mit den Aufgabenträgern abgeschlossenen Fortführungsvereinbarung verpflichtet, die Verkehre bis zum 31. Januar 2022 im bisherigen Umfang zu leisten – hierfür hatten die Aufgabenträger dem EVU gesondert acht Millionen Euro zur Verfügung gestellt. Für den jetzt eingetretenen Fall, dass eine Sanierung der Abellio nicht gelingen sollte, war in dieser Fortführungsvereinbarung ausdrücklich auch geregelt worden, dass die Geschäftsführung des Unternehmens eine geordnete Überleitung der Arbeitsplätze und des Betriebs auf andere Eisenbahnverkehrsunternehmen unterstützt.

Welche EVU bei der Direktvergabe den Zuschlag erhalten und mit Wirkung ab 1. Februar 2022 für zunächst zwei Jahre die bislang von Abellio geleisteten Verkehre übernehmen werden, legen die Gremien der drei Aufgabenträger bis Mitte Dezember fest. Ausgeschrieben sind die S-Bahn-Verbindung 7, das Niederrheinnetz und das Ruhr-Sieg-Netz, die Linien RE 1 (RRX) von Aachen bis Hamm und RE 11 (RRX) zwischen Düsseldorf und Kassel sowie das S-Bahn-Netz Rhein-Ruhr. Die bislang von Abellio genutzten Fahrzeuge werden dabei im Einsatz bleiben, da diese Eigentum der Aufgabenträger sind. Bei der Neuvergabe erhalten VRR, NWL und NVR Unterstützung vom Ministerium für Verkehr NRW, das sich bereit erklärt hat, die entstehenden Mehrkosten bis zu einer Höhe von 380 Millionen Euro auszugleichen.

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Kommentare

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Lothar Kaiser am :

Wie der WDR heute berichtete, wird der private mittelständische Anbieter "Vias Rail" aus Düren von der Abellio nicht nur das Niederrhein-Netz, das mit dem RE19 (Düsseldorf-Arnheim) grenzüberschreitenden Verkehr anbietet, sondern auch die S7 ("Der Müngstener") auf der Strecke Solingen-Remscheid-Wuppertal übernehmen.

Fraktion der Linken am :

Die Vias Rail GmbH beschäftigt derzeit 157 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Mit der Übernahme der S7 werden auf einen Schlag etwa genauso viele Beschäftigte hinzukommen. VRR, NWL und NVR versicherten den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, die bis Ende Januar noch bei Abellio angestellt sind, einen nahtlosen Übergang zu den Nachfolgeunternehmen. „Lange wussten die von Abellio beschäftigten rund 900 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in NRW überhaupt nicht, wie es im nächsten Jahr für sie weitergeht, daher ist es extrem wichtig, ihnen jetzt endlich eine Perspektive aufzuzeigen. Ebenso wichtig ist allerdings, dass für die Angestellten durch den Unternehmenswechsel keine Nachteile entstehen, die Rechte und Konditionen aus dem bisherigen Arbeitsverhältnis müssen mindestens erhalten bleiben“, so unser arbeitspolitischer Sprecher Peter Lange. Die Verkehrsverbände deuteten zudem schon vorsichtig an, dass es in der Übergangsphase schon mal „ruckeln“ könne. Es wird also aller Wahrscheinlichkeit nach auch zwischen Wuppertal und Solingen Anfang Februar erneut zu Ausfällen und Verzögerungen kommen. Für DIE LINKE Remscheid unterstreicht das ein weiteres Mal, dass ein Umdenken in der Verkehrspolitik dringend erforderlich und langfristig unausweichlich ist. Eine gesicherte und vor allem zuverlässige Bahnanbindung nach Wuppertal und Solingen ist für Remscheid essenziell. DIE LINKE findet der Schienennahverkehr gehört zur Daseinsvorsorge und damit in öffentliche Hand. Denn nur wenn ÖPNV und SPNV eine angemessene Alternative zum Autoverkehr bieten, d.h. in erster Linie zuverlässiger und günstiger werden, kann eine echte Mobilitätswende gelingen. Die neue Bundesregierung sollte dringend nach NRW und Remscheid blicken und erkennen, dass die Politik der Privatisierungen gescheitert ist! (Colin Cyrus)

Verkehrsverbund Rhein-Ruhr (VRR) am :

Zielsetzung der Aufgabenträger ist es, den bisherigen Fahrplan so weit wie möglich mit vollem Leistungsangebot aufrecht zu erhalten und die Einschränkungen für die Fahrgäste so gering wie möglich zu halten. Ein zentraler Faktor hierfür ist die Bereitschaft der bisher in Diensten von Abellio stehenden Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu den drei nun ausgewählten EVU zu wechseln. Vorstände und Geschäftsführer der drei Zweckverbände hatten Ende November auf Betriebsversammlungen am Sitz der Abellio Rail GmbH in Hagen persönlich bei der Belegschaft dafür geworben. Dabei hatten sie eine Übernahme aller Regelungen des bisherigen Arbeitsvertrages, inklusive einer Anrechnung von Überstunden- und Urlaubsansprüchen, in die neuen Arbeitsverhältnisse garantiert. Auch müssen die bisherigen Abellio-Mitarbeiterinnen und –Mitarbeiter keine zusätzlichen Prüfungen absolvieren oder sonstige Auflagen erfüllen. Dieses Angebot gilt ausdrücklich auch für alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die sich derzeit noch in der Probezeit befinden.

Dirk Schaefer am :

Zitat:''Zielsetzung der Aufgabenträger ist es, den bisherigen Fahrplan so weit wie möglich mit vollem Leistungsangebot aufrecht zu erhalten und die Einschränkungen für die Fahrgäste so gering wie möglich zu halten'' Dieses Ziel hat man im abgelaufenem Jahr erst mal um Lichtjahre verfehlt! Ich (und sehr viele andere) habe wohl innerhalb eines Jahres noch nie so viel Zeit in Ersatzbussen verbracht,wie im Jahr 2021.Dazu noch viele Stunden Wartezeit an Haltepunkten auf Züge,die entweder viel zu spät oder überhaupt nicht kamen.Der Austausch des Betreibers wird an den Problemen der S7,(und anderen Linien)meiner Meinung nach,nicht viel ändern! Die fehleranfällige Infrastruktur bleibt die selbe,ebenso das Zugmaterial. Die Verkehrsverbünde werden weiterhin den Betreiber mit dem billigsten Angebot auswählen und in der Politik wird die Verkehrswende wohl auch in Zukunft so aussehen,dass man Elektroautos und Alibihybride mit vielen tausend Euro sponsert und gleichzeitig regelmäßig die Fahrpreise für den ÖPNV erhöht. Da das Abenteuer Abellio dem Land NRW ja wohl rund 400 Millionen Euro kosten wird,hätte ich zum Schluss noch eine Idee:Als kleines Weihnachtsgeschenk könnte man bei den dauergeschädigten Abo-zahlern ja mal mal vergessen,einen Monatsbeitrag abzubuchen. Darauf kommt es dann ja auch nicht mehr an. ;-)

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