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Honsbergs Fußballer sollen Kunstrasenplatz bekommen

Der zur Sportanlage Honsberg gehörende Tennenplat­z soll nicht saniert werden (zu teuer). Stattdessen soll der Rasenplatz in einen Kunstrasenplatz umgewandelt werden. Das haben auf Empfehlung der „Arbeitsgruppe Sportentwicklungsplanung“ inzwischen der Sportausschuss und die Bezirksvertretungen dem Hauptausschuss empfohlen. Der entscheidet darüber voraussichtlich am 3. April. Der Tennenplatz soll vorläufig als Bolzplatz erhalten bleiben. Was langfristig aus ihm wird entscheidet sich im Rahmen der Planungen des „Stadtumbaus West“.  Angestrebt wird eine andere (Freizeit-)Nutzung. „Aus stadtteilpolitischen Gründen“ sollen die Sportanlagen Bergisch Born, Klausen unverändert erhalten bleiben“, heißt es in dem Empfehlungsbeschluss weiter.

Am 6. November 2007 waren die (Teil-)Ergebnisse der Sportentwicklungsplanung zum Fußballsport in Remscheid in der vom Rat der Stadt eingesetzten Arbeitsgruppe eingehend erörtert worden. Insbesondere wurde dabei über folgende Erkenntnisse und Feststellungen aus der Studie diskutiert:

  • Die Remscheider Fußballvereine haben derzeit ca. 4.000 Mitglieder.
  • Insgesamt nehmen derzeit 169 Mannschaften, davon 106 Kinder- und Jugendmannschaften, am Meis­terschaftsbetrieb teil.
  • Fußball ist bei den unter 18jährigen noch immer die mit Abstand beliebteste Sportart.
  • Ungeachtet der immer noch hohen Beliebtheit hat der Fußballsport in Remscheid in den vergangenen 10 Jahren ca. 800 Mitglieder verloren, vor allem in den Altersgruppen der über 40jährigen.
  • Trotz eines allgemeinen festzustellenden Mitgliederverlustes verzeichnet der Fußballsport im Kinder- und Jugendbereich (noch) leichte Zuwachsraten.
  • Es ist bei der Gegenüberstellung von Bedarf und Angebot feststellbar, dass ein Fußballfeld entbehrlich ist.
  • Angesichts der demographischen Entwicklung und damit auch der prognostizierten Mitgliederentwicklung in den Fußballvereinen wird Mitte des nächsten Jahrzehnts ein weiteres Großspielfeld überflüssig sein.
  • Von 17 Großspielfeldern in Remscheid sind nur drei Kunststoffrasenspielfelder, obgleich dieser Belag eine wesentlich umfangreichere Nutzungsdauer und -intensität zulässt.

Aus diesen Erkenntnissen hat die Arbeitsgruppe Sportentwicklung drei Leitziele für die Versorgung mit Fuß­ballspielfeldern diskutiert und einvernehmlich festgelegt:

  1. Platzierung des Sporttreibens: Aus sportfachlichen und wirtschaftlichen Gründen werden Sportplätzen in Sportzentren hohe Prioritäten eingeräumt, ferner - stadtteilpolitischen Gründen – auch den Sportplätzen Honsberg, Klausen und Berg. Born.
  2. Qualität der Sportfreianlagen: Bei Neubau und Instandsetzung von Sportanlagen werden Kunstrasenbelägen Vorrang vor anderen Be­lägen eingeräumt. Hierbei spielen Wirtschaftlichkeit, Zukunftsfähigkeit und Attraktivität eine entscheiden­de Rolle.
  3. Versorgungssicherheit: Die Versorgung der Bevölkerung mit einer entsprechenden Anzahl an Fußballplätzen muss sichergestellt sein. Unter Beachtung dieses Grundsatzes kann bereits jetzt ein Sportplatz und in sieben bis zehn Jahren (im Stadtbezirk Süd) ein weiterer Sportplatz aufgegeben werden. Die Verwaltung wird beauftragt zu prüfen, ob die Sportanlage Neuenkamp in diesem Zeitraum zu einem Sportzentrum umgebaut werden kann und ob die Sportanlage Neuenhof als Wettkampfstätte aufgegeben werden kann.

Zu Honsberg heißt es in der Verwaltungsvorlage: „Bereits vor vier Jahren war der Sportplatz Honsberg zur Sanierung vorgesehen. Stattdessen wurde seinerzeit der Errichtung eines Kunstrasenfeldes in Hackenberg Priorität eingeräumt. Eine Sanierung der Sportanlage Honsberg ist nun nicht weiter aufschiebbar. Die vorgeschlagene Ausbauva­riante Kunstrasen" verursacht Kosten in Höhe von 580.000 (ohne Architektenhonorar). Nach den Er­fahrungen aus anderen Kommunen, aber auch aus den Entwicklungen der Remscheider Sportplätze mit Kunstrasenbelag ist eindeutig erkennbar, dass das Vorhandensein einer Kunstrasenfläche maßgeblichen Einfluss auf die Entwicklung eines Fußballvereins, insbesondere auf die Attraktivität eines Vereins für Kinder und Jugendliche hat. In Zeiten hoher Mobilität werden Sportplätze, die einen Tennenbelag aufweisen, nicht mehr so gut angenommen.“

Den Tennenplatz wird die Stadt künftig nicht mehr pflegen (Personaleinsparung). Zitat: „Sollte sei­tens der Sportvereine ein Interesse bestehen, den Tennen­platz weiterhin zu nutzen, müssten Pflege- und Unterhaltungsmaßnahmen sowie die damit verbundenen Kosten von den Vereinen übernommen werden.

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Waterbölles am : Honsberger Kunstrasenplatz ist im Oktober bespielbar

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Dass der Naturrasenplatz der Sportanlage Honsberg in einen Kunstrasenplatz umgewandelt werden soll, ist keine Neuigkeit. Das empfahl die „Arbeitsgruppe Sportentwicklungsplanung“ den politischen Gremien bereits im November 2007. Und der ausführlichen

Kommentare

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Peter Matzner am :

Ich habe die Diskussion schon vor ca. zwei Jahren im Sportausschuß mitbekommen. Seinerzeit ging es um die Düppelstrasse. Dort sollte der Kunstrasen eigentlich installiert werden. Da man aber wegen Lärmbelästigung Klagen der Anwohner befürchtete, wären die Landesmittel in diesem Fall zurück zu geben. Deshalb hat man dann die Asche saniert. Hierfür waren dann doch keine Landesmittel erfoderlich? Dennoch war man damals direkt mit Honsberg bei der Hand. Ich habe damals vorgeschlagen, Struck mit einem Kunstrasen zu versehen, da mir der Platz am marodesten erschienen ist. Dies wurde in kurzer Diskussion abgelehnt. Mir ist bis heute immer noch nicht klar, warum ein existenter Rasenplatz, der im übrigen alles im allem besser als Kunstrasen zu bespielen ist, aufgegeben wird, statt an anderer Stelle einen Ascheplatz mit Kunstrasen zu sanieren. Als Beispiele wären hier zu nennen: Struck, Neuenkamp, Klausen, Bliedinghausen, Lüttringhausen (Obacht, Denkmalschutz), oder auch der Ascheplatz unterhalb der Tribüne in Reinshagen oder der im Stadion Lennep.

Jörg Schadwill am :

Ich begrüße die Entscheidung für einen Kunstrasenplatz auf dem Honsberg aus folgenden Gründen: Der jetzige Rasenplatz darf in der Regel nur von der ersten Mannschaft der 1.Spielvereinigung Remscheid genutzt werden. Training jeglicher Art findet nicht auf dem Rasen statt, sondern auf dem darunter liegenden Aschenplatz, da der Rasen immer geschont werden muss. Dadurch gibt es auch immer Engpässe mit den verschiedenen Mannschaften, die sich den Platz meistens teilen müssen. Ich hoffe, dass nach dem Umbau zum Kunstrasen auch mal mehr Jugendspiele auf dem oberen Platz zu sehen sind und dadurch auch wieder mehr Belebung auf die Sportanlage kommt. Sicher gibt es in Remscheid noch mehr Sportanlagen, die es nötiger hätten saniert zu werden, aber was nutzt einem eine Zwei-Platz-Anlage, wenn man nur einen Platz permanent nutzen kann.

Peter Matzner am :

Sehr geehrter Herr Schadwill, da der untere Platz ja nicht saniert wird, ist es nur eine Frage der Zeit, wann ein Training auch auf dem unteren Platz nicht mehr sinnvoll erscheint. Also steht doch schon das nächste Problem vor der Tür. Richtig wäre es gewesen, den Aschenplatz zu sanieren, um die Kapazität der Anlage zu erhalten. Warum die Anlage mehr belebt wird, wenn nur auf dem oberen Platz gespielt wird, kann ich nicht nachvollziehen. Ich denke aber, wie Sie ja auch einräumen, daß es andere Anlagen nötiger hätten.

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