Skip to content

Anzeige

Bau-Innung Remscheid Innung für elektrotechnische Handwerke Remscheid Fachinnung für Metall- und Graviertechnik Innung für Sanitär- und Heizungstechnik Remscheid
Dachdecker-Innung Remscheid Friseur-Innung Remscheid Maler- und Lackierer-Innung Remscheid Kraftfahrzeughandwerk Remscheid

"FmF" soll Migrantinnen an den Vereinssport heranführen

Bis Mitte dieses Jahres soll in den in Remscheider Sportvereinen unbefristete Sportgruppen für Frauen mit Migrationshintergrund (FmM) eingerichtet werden. Die Federführung des Projektes liegt beim Fachbereich Sport und Freizei der Stadt Remscheid. Ferner sind der IKE (För­derverein für interkulturelle Erziehung), die „Schlawiner“ (Stadtteilzentrum Lüttringhausen) als Vermittler beteiligt. Die Sporthallenkapazitäten werden vom FB Sport und Freizeit zur Verfügung ge­stellt und von den Vereinen im Rahmen der Hallennutzungsgebühren bezahlt. Die Personalkosten (Übungsleiterinnen) übernehmen die Sportvereine. Die Teilnehmerinnen haben einen Mitgliedbeitrag zu zahlen. Hintergrund des Projektes sind die Handlungsempfehlungen zum Ausbau der außerschulischen Sportangebote für Frauen und einer interkulturellen Öff­nung der Sportvereine.

.„Auch wenn das Ideal einer Integration, in diesem Fall also das gemeinsame Sporttreiben von Migrantinnen (i. bes. muslimischer Frauen) mit Nicht-Migrantinnen durch „FmF“ nicht sofort erreicht wird, so stellt es doch einen ersten großen Schritt in diese Richtung dar. Zudem findet Integration auch dort statt. Die FmM-Teilnehmerinnen integrieren sich in die Lebensart deutscher Nicht-Migrantinnen, sie treiben Sport, sie haben Aktivität fern von der eigenen Familie, sie vergrößern ihre Selb­ständigkeit. Die Übungsleiterinnen sind vorzugsweise Nicht-Migrantinnen, wodurch die Teil­nehmerinnen eine Bezugsperson ohne Migrationshintergrund erhalten und eventuell auch eine Sprachförderung stattfindet. Des Weiteren soll versucht werden, diese Gruppen in das Vereinsleben zu integrieren, z. B. durch Einbindung in Veranstaltungen oder durch den Auf­bau von Kontakten zu Nicht-Migrantinnenguppen. Ferner handelt es sich hier nicht um ge­schlossene Gruppen, sondern es steht jedem Vereinsmitglied frei (auch ohne Migra­tionshintergrund), an FmF-Gruppen teilzunehmen. Für die Zukunft besteht darüber hinaus die Hoffnung, dass die Frauen, sofern sie sich in dem Verein wohl fühlen, bei der Vereins­wahl für ihre Kinder diesen Verein einem reinen Migranten-Verein vorziehen und auf Grund ihrer eigenen Erfahrung im Besonderen ein Sporttreiben ihrer Töchter unterstützen und för­dern, wodurch eine zusätzliche Integration der Kinder erfolgen könnte/würde.

Um diese Ziele zu erreichen müssen Sportstätten bereitgestellt werden, es müssen Übungs­leiterinnen akquiriert werden und entsprechende Angebote bei den Vereinen installiert wer­den. Um die finanzielle Schwelle gering zu halten müssen die Vereine überzeugt werden, einen mindestens einjährigen „Schnuppermitgliedsbeitrag" von ca. 50 € pro Teilnehmerin zu akzeptieren. Ziel ist mindestens eine FmF-Sportgruppe in jedem Stadt­bezirk (in Remscheid-Mitte 2 Gruppen)."

(Aus der Verwaltungsvorlage „Integrationsprogramm zur Konkretisierung und zeitnahen Umsetzung von Handlungsempfehlungen“ für den städtischen Migrationsausschuss, die sich zurzeit noch in der politischen Beratung befindet, speziell bei der CDU, die am 12. Februar im Migrationsausschuss den „Schnupperpreis“ kritisiert hatte.)

Trackbacks

Keine Trackbacks

Kommentare

Ansicht der Kommentare: Linear | Verschachtelt

Carsten Fickenzer am :

Langsam kann ich mir den Begriff Migrant nicht mehr anhören. Gibt es eigentlich noch etwas anderes womit sich Remscheider Gremien befassen? Wir reden hier von ausländischen Mitbürgern, die größtenteils schon viele Jahre in dieser Stadt leben, es aber leider immer noch nicht geschafft haben, sich mal in einem Sportverein anzumelden. Jetzt wird wieder eine Spezialdisziplin eingeführt. Herzlichen Glückwunsch! Wir fördern die Ghettobildung. Glaubt denn noch wirklich jemand, das Ausländer sich mit Deutschen gemeinsam zum Sport treffen, wenn sie sich mit "Landsleuten" abgeschottet treffen können. Langsam läuft dieses Thema wirklich aus dem Ruder.

Chronist am :

Der Sportausschuss hat am Dienstag dem Migrationsausschuss die Beschlussfassung unter folgenden Gesichtspunkten empfohlen: "Sport ist ein wichtiger Faktor für die Integration ausländischer Mitbürgerinnen und Mitbürger. In vielen Sportvereinen finden bereits Programme zur Förderung der Integration, z.B. mit offen Sportgruppen, statt. Mithin sollen durch den Fachdienst Sport und Freizeit entsprechende Programme und Projekte aufgegriffen werden und die zugrundliegenden Ideen weiteren Vereine vorgeschlagen werden, um so „Nachahmer“-Projekte zu initiieren." (Bedeutet das nun ein positives Votum mit "gebremstem Schaum")

Kommentar schreiben

Die angegebene E-Mail-Adresse wird nicht dargestellt, sondern nur für eventuelle Benachrichtigungen verwendet.

Um maschinelle und automatische Übertragung von Spamkommentaren zu verhindern, bitte die Zeichenfolge im dargestellten Bild in der Eingabemaske eintragen. Nur wenn die Zeichenfolge richtig eingegeben wurde, kann der Kommentar angenommen werden. Bitte beachten Sie, dass Ihr Browser Cookies unterstützen muss, um dieses Verfahren anzuwenden.
CAPTCHA

Standard-Text Smilies wie :-) und ;-) werden zu Bildern konvertiert.
Formular-Optionen

Die einzelnen Beiträge im "Waterbölles" geben allein die Meinung des Autors / der Autorin wieder. Enthalten eingeschickte Texte verleumderische, diskriminierende oder rassistische Äußerungen oder Werbung oder verstoßen sie gegen das Urheberrecht oder gegen andere rechtliche Bestimmungen oder sind sie nicht namentlich gekennzeichnet nebst E-Mail-Adresse, werden sie nicht veröffentlicht. Das gilt auch für substanzlose Bemerkungen ("Find ich gut/schlecht/blöd...etc."). Aus den oben genannten juristischen Gründen sowie bei längeren Texten sind auch Kürzungen nicht ausgeschlossen.

Kommentare werden erst nach redaktioneller Prüfung freigeschaltet!