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Ersthelfer-App für Remscheid bräuchte 300 Aktive

Die Kosten für die Einführung einer als sinnvoll erachteten Ersthelfer-App für den Fall eines Herzstillstandes im Einsatzgebiet der Remscheider Rettungskräfte hat die Verwaltung mit 68.550 Euro für das Jahr der Einführung und 59.925 Euro für der Folgejahre beziffert. Diese Kosten wären allerdings durch den Rettungsdienst nicht refinanzierbar. Das geht aus der Antwort der Verwaltung auf eine Anfrage der Fraktion der Linken hervor, die zur Sitzung des Ausschusses für Bürgerservice, Ordnung und Sicherheit am 11. Januar vorliegt. Nach den Kosten hatte sich die Stadt Remscheid bei App-Anbietern wie dem Verein „Mobile Retter e.V.“ sowie Kreisen und Städte erkundigt, in denen eine solche App bereits eingesetzt wird. IN NRW ist das der Fall in den Kreisen Gütersloh, Hochsauerland, Mettmann, Unna und Kleve sowie in den Städten Essen, Mülheim und Bielefeld eingesetzt. „Die Stadt Wuppertal befindet sich noch in einer frühen Vorbereitungsphase. Die Stadt Solingen trifft derzeit noch keinerlei Überlegungen“, heißt es in der Mitteilung der Verwaltung.

Um eine Ersthelfer-App in Remscheid einzuführen, müssten rd. 300 volljährige Mitbürger mit medizinischen Vorkenntnissen bereit sein, sich als Ersthelfer zu engagieren. Nach entsprechender Ausschreibung würde die Stadt Remscheid einen Vertrag mit einem Anbieter einer entsprechenden App abschließen. Dieser würde dann die App an den Leitrechner der Feuerwehr-Leitstelle anbinden (incl. Support im Betrieb), die Stadt bei der Einführung der App und im laufenden Betrieb beraten, sie auf Wunsch bei der Anwerbung von Teilnehmern unterstützen und Multiplikatoren ausbilden.

Die Teilnehmer schließen mit der Stadt Remscheid eine Vereinbarung als Verwaltungshelfer ab. Die verpflichtenden Einführungsschulungen (ca. 90 Minuten) und Auffrischungslehrgänge für die Ersthelfer wären Aufgabe der Stadt. Der Verein „Ein Herz für Remscheid“ wäre bereit, sporadisch bei
fortlaufenden Schulungen zu unterstützen. Von ca. 300 Alarmierungen pro Jahr sei auszugehen, so die Verwaltung. Die Alarmierung erfolge über den Leitstellenrechner der Feuerwehr nach bestimmten, von ihr festgelegten Stichworten. Alarmiert wird ausschließlich bei internistischen Notfällen, bei denen davon ausgegangen werden muss, dass ein Patient reanimationspflichtig ist oder zeitnah wird. Ausgeschlossen sind Einsätze bei chirurgischen oder neurologischen Notfällen. Nach belastenden Einsätzen hat die Stadt den Ersthelfern ein Nachsorgeangebot anzubieten (ein psychosoziales durch das Team der Feuerwehr).

Fazit der Stadt Remscheid: „Die Einführung einer Ersthelfer-App ist eine freiwillige Aufgabe, die vom Rat der Stadt zu beschließen wäre. Sie hätte für Remscheid den Nutzen, das therapiefreie Intervall bei Notfällen (Herz-Kreislaufstillständen) zu verringern. In Remscheid mit seiner guten öffentlichen Rettungsstruktur sei das Intervall allerdings „merklich kleiner als in einem weitläufigen Kreisgebiet wie z. B. im Hochsauerlandkreis“. Im Doppelhaushaltes 2021 / 2022 sei die Anschaffung der App noch nicht eingeplant, so dass die Kosten überplanmäßig bereitgestellt müssten.

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