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Schwere Lkw bekommen mit und mit Abbiegeassistenten

In Unfällen mit teils tödlichen Folgen für Radfahrer und Fußgänger sind oft schwere Lastwagen und Busse verwickelt. Insbesondere beim Abbiegen besteht die Gefahr, dass der Fahrer Radfahrer oder Fußgänger im toten Winkel an der Beifahrerseite übersieht. Unfallforscher der Versicherer schätzen, dass auf diese Weise in Deutschland pro Jahr etwa 30 bis 40 Menschen. ums Leben kommen. Der Gesetzgeber hat dem erhöhten Unfallrisiko Rechnung getragen und schreibt seit April in der Straßenverkehrsordnung für Lkw beim Rechtsabbiegen Schrittgeschwindigkeit vor. Hinzu kommen in dem nächsten Jahren zunehmend technische Abbiegeassistenten. Diese verhindern zwar Unfälle nicht direkt, leisten aber einen wertvollen Betrag zur Unfallvermeidung.

„Kraftfahrzeuge der neuen Generation bieten inzwischen eine Vielzahl an Fahrassistenzsystemen und aktive Sicherheitssysteme, die teilweise bereits im Zulassungsrecht verankert sind. Das bedeutet, dass die zumeist komplexe technische Ausstattung bei neuen Fahrzeugen serienmäßig verfügbar ist. Abbiegeassistenten werden bei Fahrzeugen der Klassen M2, M3, N2 und N3 (LKW und Busse) über 3,5 t ab 6. Juli 2024 bei Neufahrzeugen vorgeschrieben sein. Aktuell sind diese Systeme Seite bei den schweren LKW-Baureihen serienmäßig verfügbar. Bei mittleren und leichte Baureihen gibt es Abbiegeassistenten derzeit nur als Nachrüstsätze“, heißt es in einer Mitteilung der Verwaltung zur Sitzung des Ausschusses für Bürgerservice, Ordnung und Sicherheit am 14. Januar. Sie ist die Antwort auf eine Anfrage der SPD-Fraktion zu Abbiegeassistenzsystemen (ASS) in Fahrzeugen (über 3,t) der Stadt Remscheid, der Feuerwehr Remscheid, den Freiwilligen Feuerwehren sowie den Fahrzeugen bei der Tochterunternehmen. Derzeit seien noch nicht alle mit ASS ausgestattet, teilt die Stadt mit. Die Nachrüstung wie auch die Erstausstattung der Fahrzeuge mit Abbiegeassistenzsystemen werde aber von allen befragten Dienststellen und Tochterunternehmen befürwortet und unterstützt.

Die Technischen Betriebe Remscheid verfügen zurzeit nach Angaben der Verwaltung über 99 Fahrzeuge mit einem zulässigen Gesamtgewicht von über 3,5 t. Hiervon sind 38 Fahrzeuge schwere Lastkraftwagen mit einem zulässigen Gesamtgewicht von über 15 t. Zitat: „Bei den Fahrzeugen der Technischen Betriebe Remscheid (TBR) wurden aufgrund der Einsatzart vor allem die Müllsammelfahrzeuge vorrangig bei der Nachrüstung von Abbiegeassistenzsystemen betrachtet. Hierbei ist bei den Einsatzmöglichkeiten der Assistenzsysteme allerdings zu beachten, dass aufgrund weiterer Vorschriften bereits in allen Fahrzeugen der TBR mindestens ein Kamerasystem zur Rückraumüberwachung eingebaut ist. Von den insgesamt 19 Müllsammelfahrzeugen der TBR sind zwischenzeitlich alle Fahrzeuge mit einem Abbiegeassistenzsystem ausgestattet. Bei acht weiteren Fahrzeugen (Kanalspülfahrzeug, Hakenlifter) ist eine Nachrüstung … im nächsten Jahr vorgesehen.“ An weiteren sieben Fahrzeuge werde derzeit geprüft, ob eine Nachrüstung sinnvoll sei. Bei den übrigen Fahrzeugen sei eine Nachrüstung z.B. aufgrund der anstehenden Ersatzbeschaffung (17 Fahrzeuge) und der Einsatz- bzw. Bauart (48 Fahrzeuge) nicht sinnvoll. Hierzu zählen Fahrzeuge mit sehr kleinen Fahrerhäusern, in denen zum Teil schon zwei Monitore installiert wurden. Dort würde ein ASDS zu einer Reizüberflutung des Fahrers führen und die Sicht im Bereich der Frontscheibe weiter einschränken. Nicht nachgerüstet werden sollen ferner reine Arbeitsmaschinen, Winterdienstfahrzeuge und Kehrmaschinen, die als Rechtslenker ausgelegt sind.

Die Feuerwehr Remscheid (Berufsfeuerwehr und Freiwillige Feuerwehr) verfügt über 50 Fahrzeuge mit einer zulässigen Gesamtmasse von über 3,5 t. Bei Neuanschaffungen sei die Feuerwehr bemüht, v on den Fahrzeug- oder Aufbauhersteller Abbiegeassistenten zu bekommen, um eine schwierigere Nachrüstung zu vermeiden. Bislang sei aber erst ein Fahrzeug der Feuerwehr mit einem Abbiegeassistent ausgestattet. Die Nachrüstung von 50 Fahrzeugen  würde 125.000 € erfordern. Unter der Annahme weiterer Förderung würde der Eigenanteil der Stadt bei ca. 50.000 € liegen. Vorgesehen ist, dieses Geld in den Haushaltsplan einzuplanen, übertragbar auch auf  Folgejahre.

Von den insgesamt 87 Bussen der Stadtwerke Remscheid GmbH sind 30 Busse bereits mit ASS ausgestattet. Zwölf weitere werden in diesem Jahr in den Dienst gestellt. Das wären dann insgesamt 42 (ca. 50 Prozent).  Die übrigen Dienststellen der Stadt oder ihrer Tochterunternehmen verfügen über keine relevante Anzahl von Fahrzeugen mit einem zulässigen Gesamtgewicht über 3,5 t. Für 2022 erwartet die Stadt ein neues ASS-Förderprogramm (Förderung pro Fahrzeug 1.500 Euro).  Weil aber gute ASS-Systeme auf dem Markt schon ab ca. 1.300 € zu haben sind, lägen die Gesamtkosten für die Stadt einschließlich Einbaukosten (nach Schulung durch den Hersteller in der TBR eigenen Werkstatt) bei lediglich 3.500 bis 4.000 €, wenn kein Fö4rdferantrag gestellt würde und damit ein „nicht unerheblicher bürokratischer Bearbeitungsaufwand“ entfiele.

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