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Von Kommunalpolitikern, Silbertabletts und Schmetterlingen

Die Waterbölles-Glosse

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Es gibt Informationen, die werden Journalisten quasi auf dem Silbertablett dargeboten. Damit sie auch ja zugreifen. Das ist meist der Fall, wenn sich Behörden, Parteien etc. zu einer Pressekonferenz „Auge in Auge“ entschließen statt zu einer Pressemitteilung per E-Mail oder Fax. Und dann gibt es Informationen, hinter denen muss/soll/darf der Journalist her sein wie der Botaniker hinter dem Schmetterling.

Aktuelles Beispiel gefällig? Vergangenen Dienstag gab die SPD eine Pressekonferenz, zu der Vertreter sämtlicher Remscheider Medien erschienen waren. Da forderte Fraktionsvorsitzender Hans Peter Meinecke neue Dezernatszuschnitte in der Stadtverwaltung. Erst wenn die vereinbart seien, könne die Abwahl von Stadtdirektor Jürgen Müller folgen.

Die Information über die Vereinbarung hatte sich offenbar wie ein Schmetterling zu einer Journalistin der BM verirrt. Denn im Remscheider General-Anzeiger, dem Marktführer, findet sich darüber heute nichts. Es gab dazu weder eine Pressekonferenz noch eine E-Mail. Ersteres wäre auch stark übertrieben gewesen. Ein kurzes Signal (per E-Mail oder Telefon) an die Journalisten, die sich am Dienstag und Donnerstag die Informationen, Ansichten und Befindlichkeiten der beiden Fraktionsvorsitzenden angehört und an die Mediennutzer (mehr oder weniger dosiert) weitergegeben hatten, wäre ein Leichtes gewesen. Die Fraktionsvorsitzenden hätten damit getrost ihre Geschäftsführer beauftragen können. Aber ich schließe nicht aus, dass auch die erst heute von der Vereinbarung erfahren (über die BM oder den Waterbölles).

Das Bemerkenswerte an dieser kleinen Geschichte, auf welch unterschiedlichen Wegen Informationen an die Öffentlichkeit, die Bürger, gelangen: Beiden (als „politische Füchse“ bekannten) Fraktionsvorsitzenden scheint es überhaupt nicht in den Sinn gekommen zu sein, dass die Bürger ein Interesse daran haben könnten zu erfahren, wie es nach dem Donnerhall der beiden Presskonferenzen nun (leiser) weitergeht.

Aber natürlich dürfen sich die Bürger in Remscheid auch weiterhin von der Politik rundum ernst genommen fühlen, gell?

Was folgte war am Donnerstag eine Pressekonferenz der CDU; auch da war die Presse wieder vollzählig dabei.  Darin lehnte Karl Heinz Humpert das Junktim der SPD als unangemessen ab, signalisierte aber Gesprächsbereitschaft. Kaum war die Pressekonferenz zu Ende, eilten Humpert und seine beiden Stellvertreter Manfred Schwick und Hilmar Somborn ins Rathaus zur Vorbesprechung der Fraktion für die um 17 Uhr beginnende Sitzung des Finanzausschusses (der Waterbölles berichtete über den Verlauf der Sitzung).

Wie üblich saßen sich dabei die Fraktionsvorsitzenden von SPD und CDU gegenüber (Auge in Auge). Und haben dann anscheinend einen Termin für ein Gespräch über neue Strukturen im Rathaus vereinbart. So steht es jedenfalls heute in der Bergischen Morgenpost (BM): „Nach den Osterferien wollen sich die Fraktionsvorsitzenden der beiden großen Parteien zusammensetzen, um ihr weiteres Vorgehen bei und nach einer möglichen Abwahl von Stadtkämmerer Jürgen Müller zu beraten. Das vereinbarten am Donnerstagabend….“ Also drei Stunden nach der Pressekonferenz der CDU.

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Kommentare

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Chronist am :

Wie der RGA heute berichtete, "bestätigte Hans Peter Meinecke (SPD) auf Anfrage" ein Treffen mit Karl Heinz Humpert nach den Osterferien. Zugleich gab Meinecke an, die der SPD-Ratsmitglieder zur Abwahl des Stadtdirektors würden der Oberbürgermeistern noch vor Ostern vorliegen.

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