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Tage des alten Lindenhofs scheinen gezählt zu sein

Seniorenzentrum auf dem alten Lindenhof-Gelände“, titelte der Waterbölles am 11. August 2014. Dass daraus bis heute nichts wurde, ist am alten Lindenhof auch heute noch zu besichtigen; der steht noch. Als ob nichts geschehen sei! Diesem Eindruck ist die Verwaltung jetzt jedoch mit einer Mitteilungsvorlage für den Ausschuss für Arbeit, Soziales, Gesundheit, Wohnen und Pflege entgegengetreten. Zitat: „Nach Mitteilung der AWO Seniorendienste Niederrhein soll der Baubeginn für 80 vollstationäre Pflegeplätze sowie 16 Tagespflegeplätze nunmehr innerhalb des 1. Habjahres 2022 erfolgen. Angestrebte Fertigstellung ist Ende 2023.“

Ursprünglich war die Stadt Remscheid davon ausgegangen, dass sich auf dem  Grundstück Lindenhofstraße 13 Baurecht für ein neues Altenheim bis zum Frühsommer 2015 erzielen lasse. Daraus hätte sich dann ein Baubeginn in der 2. Jahreshälfte 2015 ergeben. Die städtische Wohnungsbaugesellschaft GEWAG als Eigentümer des Geländes war mit Abbruch des ungenutzten Gebäudes und dem Verkauf des Grundstücks sehr einverstanden, zumal sich herausgestellt hatte, dass „der bauliche und technische Zustand des Gebäudes eine wirtschaftliche Nachnutzung kaum zulässt“.

Die Verhandlungen zwischen Werner Schellmann aus dem fränkischen Bechhofen, Projektentwickler von Seniorenheimen, der GEWAG und der Stadt Remscheid seien bereits so weit vorangeschritten, dass in der nächsten Sitzung des Haupt- und Finanzausschusses der Verkauf des Grundstückes beschlossen werden könne, berichtete der Waterbölles im August 2014. Und noch am 13. Januar 2016 hieß es, bezugsfertig werden solle der Neubau zum 30. Oktober 2017. Doch eine Nachbarschaftsklage beim Verwaltungsgericht Düsseldorf gegen den Bauvorbescheid machte 2016 einen Strich durch die Pläne, und die bereits gefundene Betreiberfirma aus München zog sich aus dem Projekt zurück. Die ursprünglichen Pläne mussten komplett überarbeitet werden, um den Einwänden des Nachbarn (zu große Nähe zum Neubau) Genüge zu tun und eine baurechtliche Genehmigung zu erhalten.

2018 fand der Investor mit den AWO Seniorendiensten Niederrhein eine neue Betreiberin der künftigen Pflegeeinrichtung mit 80 vollstationären Plätzen und einer Tagespflegeeinrichtung mit 16 Plätzen. Und im Mai 2021 erfolgte sodann nach Mittalung der Stadt "die abschließende gerichtliche baurechtliche Entscheidung zugunsten von Investorin und Betreiberin AWO Niederrhein".

Zitat aus dem Waterbölles von August 2014: „Die Verwaltung sieht in dem Projekt eine wertvolle Ergänzung der Bemühungen zur Fortentwicklung und Stabilisierung des Quartiers Honsberg, da hier insbesondere derzeit kaum Angebote für barrierefreies und Betreutes Wohnen bestehen und somit der Verbleib im Quartier für mobilitätseingeschränkte Menschen nur schwer möglich ist“. Auch sei die räumliche Nähe zum neuen Lindenhofs insbesondere für ältere Menschen von hoher Attraktivität, „da die Synergieeffekte im Bereich Kultur, Freizeitgestaltung und Begegnung für beide Einrichtungen zusätzliche positive Impulse setzen können".

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