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805.000 € vom Land für Lolli-PCR-Pooltestung

Wegen der erhöhte Ansteckungsgefahr durch die starke Verbreitung der Omikron-Variante des Corona-Virus hat der Hauptausschuss gestern Abend zum 1. Februar eine kommunale Teststrategie in den Kindertageseinrichtungen beschlossen. Ziel ist es, flächendeckend die Lolli-PCR-Pooltestung einzuführen, vergleichbar den Grundschulen. In der Beschlussempfehlung der Verwaltung heißt es: „Beabsichtigt sind drei Pool-Testungen pro Woche durch das beauftragte Labor. Inzwischen liegen die Willensbekundungen von 54 der 64 Remscheider Kindertageseinrichtungen vor, sich beteiligen zu wollen. Eine Einrichtung möchte eine eigene Teststrategie umsetzen. Die restlichen neun haben noch Beratungsbedarf und können sich später dazu entscheiden.“

Kita-Träger, die eine eigene Teststrategie verfolgen möchten, erhalten bei Umsetzung der Lolli-PCR-Pooltestung die Auszahlung der Landesmittel in gleicher Höhe. Im Bereich der Kindertagespflege bestehe ebenfalls Interesse an einer Beteiligung an der Lolli-Pooltestung, so die Verwaltung, jedoch sei dies zurzeit aufgrund der geringen Kinderanzahl je Pool wirtschaftlich noch nicht darstellbar. Die Belieferung mit weiteren Lolli-Selbst-Test sei jedoch über die Vereinbarung mit dem Land NRW gesichert.

Weil das Land NRW logistisch die Lolli-Pool-Testungen in den Kindertageseinrichtungen nicht leisten kann, fördert sie die Teste durch die Kommune mit Landesmitteln. Die Laufzeit der Pool-Testung wird sich nach dem Infektionsgeschehen sowie der Förderung durch Landesmittel orientieren. Die längstens durch das Land NRW vorgesehene Laufzeit endet zum 31. Juli. Die Verwaltung: „Geht man von beispielsweise 21 Wochen Laufzeit mit den zurzeit bekannt 169 Pools aus, ergeben sich zusätzliche Einnahmen aus der Vereinbarung mit dem Land in Höhe von ca. 805.000 €. Mit diesen Mitteln wären die zusätzlichen Aufwendung für die Umsetzung der Lolli-PCR-Pooltestungen in den Kindertageseinrichtungen gedeckt.“

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Kommentare

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Ministerium für Schule und Bildung NRW am :

Die „Omikron-Welle“ hat das Land Nordrhein-Westfalen und in Teilen auch die Schulen erreicht. Die landesweit hohen Inzidenzzahlen sowie hohen Positivraten bei den „Lolli“-PCR-Testungen von aktuell über 20 Prozent spiegeln dies wider. Aufgrund des deutschlandweit stetig ansteigenden Infektionsgeschehens und angesichts begrenzter PCR-Testkapazitäten haben am gestrigen Montag die Regierungschefinnen und -chefs der Länder zusammen mit dem Bundeskanzler die Entscheidung der Gesundheitsminister für eine Priorisierung von PCR-Testungen, eine Konzentration von PCR-Tests vor allem auf vulnerable Gruppen und Beschäftigte, die diese betreuen und behandeln, bestätigt. Im Hinblick auf diese Priorisierungsentscheidung von Bund und Ländern ist somit eine kurzfristige Anpassung des „Lolli“-PCR-Testregimes erforderlich, da dies erhebliche Testkapazitäten von mehr als 400.000 PCR-Tests (Pool- sowie Einzeltestungen) pro Woche bindet. „Das bisherige „Lolli“-PCR-Verfahren an unseren Grund- und Förderschulen ist nahezu einzigartig in der Bundesrepublik, kein anderes Land hat es geschafft, ein solch komplexes und hochsensitives System in seinen Schulen zu etablieren. Es hat uns in den ersten Wellen der Pandemie sehr gute Dienste erwiesen, ist anerkannt und hat den für die Schülerinnen und Schüler so wichtigen Präsenzunterricht seit dem 10. Mai 2021 flächendeckend gesichert. Aufgrund der fehlenden PCR-Kapazitäten muss die Landesregierung in der „Omikron“-Welle nun Anpassungen dieses Verfahrens vornehmen, um entsprechend der heutigen Problemanzeige der Labore die PCR-Laborkapazitäten für vulnerable Gruppen freizugeben. Es bleibt weiterhin das oberste Ziel, auch unter diesen schwierigen Bedingungen gerade unsere jüngsten Schülerinnen und Schüler im Präsenzunterricht zu halten – und gleichzeitig bestmöglichen Infektionsschutz zu gewährleisten“, so Schul- und Bildungsministerin Yvonne Gebauer. Kurzfristig werden folgende Anpassungen im „Lolli“-PCR-Testregime vorgenommen: Auch weiterhin werden in den Grund- und Förderschulen „Lolli“-PCR-Pooltests angewandt. Die Auflösung positiver Pools durch PCR-Einzeltests wird an den Grundschulen verändert. Es ist keine Abgabe von Einzel-PCR-Rückstellproben an die Labore mehr vorgesehen. Schülerinnen und Schüler eines negativ getesteten Pools nehmen wie gewohnt am Präsenzunterricht teil. Derzeit sind rund 80 Prozent aller Pools in den Grund- und Förderschulen negativ. Schülerinnen und Schüler eines positiv getesteten Pools werden am nächsten Tag zu Unterrichtsbeginn in den Schulen mit Antigenschnelltests getestet. Hierzu verfügen die Schulen bereits jetzt in ausreichendem Umfang über die notwendigen Testkapazitäten. Alternativ ist es auch möglich, eine offizielle Testeinrichtung im Rahmen eines Bürgertests zu nutzen und diesen Test der Schule vorzulegen. Schülerinnen und Schüler eines positiv getesteten Pools dürfen nur dann am Präsenzunterricht teilnehmen, wenn sie ein negatives Schnelltestergebnis zu Unterrichtsbeginn vorweisen können. Bei einem positiven Antigen-Schnelltest erfolgt das in den weiterführenden Schulen eingeübte Verfahren und das infizierte Kind begibt sich in häusliche Isolation; eine Kontrolltestung außerhalb des Schulsystems ist erforderlich. Für alle Förderschulen, unabhängig von ihrem Förderschwerpunkt, bleibt das bestehende Lolli-Testsystem komplett in seiner jetzigen Form erhalten. Grund dafür ist die strukturell höhere Vulnerabilität dieser Schülergruppe. Darüber hinaus ist diese Testmethode für die dortigen Schülerinnen und Schüler hinsichtlich der Anwendbarkeit ganz besonders geeignet. Die notwendigen rechtlichen Anpassungen der Corona-Test/Quarantäneverordnung werden kurzfristig durch die Landesregierung vorgenommen. Die Grundschulen werden ab sofort vollumfänglich in das Bestellmanagement von Antigen-Schnelltests eingebunden, so dass sich die Schulen mit den notwendigen Bedarfen weiterhin eindecken können. Schon jetzt mit dem Stichtag 19. Januar 2022 haben die Grundschulen einen durchschnittlichen Bestand von insgesamt rund 2,5 Millionen Schnelltests (4,1 Tests pro Schüler) im Rahmen der wöchentlichen Cosmo-Abfrage gemeldet, eine Bevorratung für über eine Kalenderwoche ist also bereits wie vom Schulministerium in der Vergangenheit bei den Schulen angefordert, gegeben. (Presasemitteilung)

Stadtschulpflegschaft Remscheid am :

Chaos bei den Lolli-Tests! Chaos beim Schulministerium? Nachdem bereits in der ersten Woche nach den Ferien die PCR-Tests an den Grundschulen nicht reibungslos gelaufen sind, hat der gestrige Tag das Fass zum Überlaufen gebracht. Das auch für Remscheid zuständige Labor „Dr. Wisplinghoff“ hat die Einzeltestungen von Montag ausgesetzt, da die Kapazitätsgrenzen erreicht waren. Damit war das Chaos perfekt, da weder Schulleitungen noch Eltern wussten, wie jetzt vorzugehen ist. Ohne negativen Einzeltest durch das Labor bei vorherigem positiven Pool ist die Teilnahme am Unterricht nicht gestattet. Davon sind sehr viele Klassen an den Remscheider Grundschulen betroffen. Das Schulministerium hat lange keine Antwort auf die vielen Fragen der Eltern gegeben, denen einerseits der Gesundheitsschutz Ihrer Kinder aber auch deren regelmäßiger Unterricht am Herzen liegt. Die Eltern brauchen definitiv Planungssicherheit. Davon sind wir momentan weit entfernt. Die Pool-Testergebnisse treffen teilweise in den späten Abend- oder den frühen Morgenstunden ein und stellen die Eltern immer wieder vor Herausforderungen. Ist mein Kind positiv? Wann erhalte ich das Ergebnis? Wie bekomme ich in dieser Situation Arbeit und Kinderbetreuung unter einen Hut? Ist Online-Unterricht möglich? Erst am Dienstagabend teilte das Schulministerium per Pressemitteilung mit, dass kurzfristig das Lolli- Testverfahren angepasst wird. Wenigstens hier ist sich Frau Gebauer treu geblieben, da sie erst die Presse informiert hat, anstatt die, die es umsetzen müssen, wie Schulleitungen und Lehrkräfte. Wir fordern die Anpassung der Laborkapazitäten. Auch Schulen müssen als kritische Infrastruktur anerkannt und bei den Tests priorisiert werden. Es muss alles dafür getan werden, einen sicheren und kontinuierlichen Präsenzunterricht aufrecht zu erhalten. Diese Kritik richtet sich ausdrücklich nicht an die Schulleitungen und Lehrkräfte, sondern ist direkt an das Schulministerium in Düsseldorf gerichtet. (Karsten Neldner)

Heinz Wäscher am :

Wissen Sie zufällig ob das Durchführen der Tests in einem der 15 anderen Bundesländer besser organisiert ist?

Karsten Neldner am :

Vielleicht wissen nicht alle, wie der Alltag an einer (Grund-) Schule aussieht. Vielleicht glauben immer noch einige, die Kinder gehen dorthin, um ausschliesslich Unterricht zu haben. Vielleicht gibt es auch noch Menschen, die meinem Lehrer*innen bringen den Kinder "nur" Lesen, Schreiben, Rechnen und die vielen anderen wichtigen Dinge bei. Die Realität sieht leider anders aus. Und wahrscheinlich lebt auch unsere Schulministerin Frau Gebauer in einer anderen Welt. Denn sonst hätte sie versucht, MIT den Eltern und Lehrer*innen nach Lösungen zu suchen. Stattdessen wird holterdiepolter wieder einmal kurzfristig eine neue Verordnung erlassen. Es werden weisse Flaggen an den Schulen gehisst. Ein Zeichen der Aufgabe, Überlastung und Hilflosigkeit. Es ist wichtig, die Menschen mitzunehmen. Liebe Frau Gebauer, bitte treten sie von ihrem Amt als Schulministerin zurück.

Fraktion der Linken am :

Im Hauptausschuss vom 20.1.22 wurde mit großer Mehrheit die Pooltestung in KiTas beschlossen. Viele Eltern setzten große Erwartungen in diese Tests und erhofften sich ein sicheres Testverfahren für ihre Kinder sowie eine praktikable und einfache Durchführung. Leider scheint es bei der Durchführung der Testung zumindest anfänglich noch erhebliche Schwierigkeiten zu geben. Eltern – zurzeit schon zerrieben zwischen Gesundheitsfürsorge für die Familie, Betreuung der Kinder und Beruf – geraten zusätzlich in Stresssituationen, wenn sie etwa erst kurzfristig erfahren, dass der Pooltest ein positives Ergebnis aufweist und ihr Kind nicht betreut werden kann - und dies möglicherweise zweimal pro Woche (jeweils der Tag nach dem Test). Zudem konnte das beauftragte Labor bereits in der ersten Woche die Ergebnisse der Einzeltests nicht - wie zugesagt - zeitnah zur Verfügung stellen, sodass weitere Zeit der Unsicherheit und der Nicht-Betreuung verging. Vielfach sind Eltern und anderen Betroffenen Bestimmungen und Verfahren zur Testung unklar. Begründet auch darin, dass Regelungen nicht immer einheitlich - etwa in KiTa und Schule - durchgeführt werden oder sich auch oftmals ändern. Dies führt naturgemäß zur weiteren Verunsicherung.

Karsten Neldner am :

Warum sollte das Test-Chaos in den Kitas anders sein als in den Grundschulen? Fast zur gleichen Zeit, in der die Grundschul-Eltern erfahren haben, dass die Laborkapazitäten für PCR Einzeltests nicht mehr ausreichen, wird in den Kitas der Pooltest eingeführt. Eltern, die sowohl Kinder in der Kita als auch in der Grundschule haben, verstehen die Welt nicht mehr. Vielleicht sollte Herr Stamp mal mit Frau Gebauer reden. Aber egal, dann wird der gleiche Fehler halt nochmal gemacht. Müssen wir wirklich bis zur Landtagswahl warten, bis dieses Chaos verschwindet?

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