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Wenn die Periode ganz plötzlich kommt...

Bei zwei Enthaltungen einstimmig angenommen wurde am Donnerstag im Hauptausschuss der Antrag der CDU-Fraktion, zwecks gesellschaftlicher Gleichberechtigung möge die Verwaltung eine „Testphase für kostenlose Periodenprodukte für Mädchen und Frauen in Remscheid“ starten, zunächst auf ein Jahr begrenzt, konkret: in den sanitären Anlagen aller öffentlich zugänglichen Gebäude (wie dem Rathaus, den Jugendzentren, weiterführenden Schulen etc.) kostenlose und frei zugängliche Menstruationsprodukte auszulegen und zur Regulierung des Verbrauchs entsprechende Spender anzuschaffen. Zunächst aber soll die Verwaltung hierzu einen Finanzierungsvorschlag und einen Zeitplan vorlegen.

Zur Begründung heißt es: „Mädchen und Frauen müssen für ihre monatliche Periode stets Tampons oder Binden mitführen und die damit verbundenen Kosten tragen. Manchen Mädchen und Frauen fehlen die finanziellen Mittel für die Periodenprodukte. Die plötzlich auftretende Periode kann zum Beispiel für Mädchen eine unliebsame Überraschung darstellen, wenn sie in der Schule auftritt und das Mädchen keine entsprechenden Hygieneartikel mit sich führt. Teilweise ist diese Thematik auch immer noch schambesetzt. Auch Frauen kann es natürlich passieren, dass sie ihre Periodenprodukte zu Hause vergessen. Daher sprechen wir uns dafür aus, dass in einer – zunächst – einjährigen Testphase Periodenprodukte in öffentlichen Gebäude frei zugänglich sein sollten. Da wir von der Grundidee unseres Antrags zutiefst überzeugt sind, aber Missbrauch des Angebots nicht völlig ausgeschlossen werden kann, wollen wir zunächst mit einer einjährigen Testphase starten.“

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Kommentare

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Sahra Bissek, Kreisvorsitzende der Schüler Union Remscheid am :

Bereits jetzt, wenige Wochen nach dem Start des Pilotprojekts für kostenlose Periodenprodukte an den Schulen, lässt sich festhalten: die Idee ist ein voller Erfolg und wird von den Schülerinnen dankbar angenommen. Es gibt ganz unterschiedliche Gründe, wieso Mädchen und junge Frauen dieses Angebot annehmen. Egal ob wegen plötzlich auftretender Periode oder begrenzter finanzieller Mittel, sie haben Anspruch auf die nötigen Hygieneprodukte. Gut, dass die Stadt diesen Weg gegangen ist. Jetzt haben wir die Produkte an unseren Schulen, jedoch sind nicht immer die nötigen Tam-pon-Größen vorhanden. Alle Schulen haben die einheitliche „Mittelgröße“ erhalten, mit de-nen aber insbesondere junge Mädchen nicht viel anfangen können. Mit dieser „Mittelgröße“ ist es nicht getan. Jedes Mädchen sollte die Möglichkeit haben, das für sie richtige und pas-sende Produkt zu nutzen. Daher brauchen wir ein Angebot unterschiedlicher Größe.“

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