Skip to content

Freiwilligenzentrale "Die Brücke" hat sich aufgelöst

Gestern Abend hat die Mitgliederversammlung der Remscheider Ehrenamtszentrale "Die Brücke e.V." einmütig die Auflösung des Vereins beschlossen, wie Pfarrer Martin Rogalla vom Vorstand des Brücke e.V. mitgeteilt hat. Im September 2008 war "Die Brücke e.V. – Freiwilligenzentrale für Remscheid" in das Vereinsregister eingetragen worden. Wohlfahrtsverbänden, Kirchen, Institutionen und 25 Einzelpersonen hatten den Verein initiiert. Mit dem gestrigen Beschluss endete jetzt nach 14 Jahre, so Rogalla, „eine wichtige und geschätzte Tätigkeit für die Remscheider Bürgerinnen und Bürger.“ Über die Hintergründe des Beschlusses  will er morgen Nachmittag in den Räumlichkeiten der Evangelischen Stadtkirchengemeinde am Ambrosius-Vaßbenderplatz (Alter Gemeindesaal)informieren und Ihnen neue Perspektiven für die Koordinierung ehrenamtlicher Tätigkeit in Remscheid aufzeigen.

Trackbacks

Keine Trackbacks

Kommentare

Ansicht der Kommentare: Linear | Verschachtelt

Martin Rogalla, Vorstandsmitglied der Brücke e.V. am :

Durch „Die Brücke e.V.“ fast 14 Jahre lang das Ehrenamt in Remscheid zu stärken und zu vernetzen, ist durch sehr viel persönliches Engagement eines ehrenamtlichen Teams und private Zuwendungen gelungen. Zahlreiche Remscheider BürgerInnen konnten in ehrenamtliche Tätigkeiten vermittelt werden. „Die Brücke e.V.“ war über viele Jahre die erste Anlaufstelle für Menschen die sich in Remscheid ehrenamtlich engagieren wollten, was in den Jahresberichten 2009 - 2019 (https://www.freiwilligenzentrale-remscheid.de/berichte.htm) nachzulesen ist. Inzwischen ist „Die Brücke“ in die Jahre gekommen. Rahmenbedingungen für das Ehrenamt haben sich ebenso verändert wie technische Möglichkeiten für die Vermittlung ins Ehrenamt (Digitalisierung). Deshalb hat sich der Vorstand „Der Brücke e.V.“ bereits vor Corona Gedanken über die Perspektiven der Brücke e.V. gemacht. Dabei hat sich folgendes ergeben: Ehrenamt braucht Hauptamt – Die Koordinierung ehrenamtlicher Aktivitäten in Remscheid ist auf Dauer nicht allein durch ehrenamtliche Kräfte zu leisten. Ehrenamtskoordinierung muss digitaler werden; es muss eine digitale Struktur aufgebaut werden, die es BürgerInnen ermöglicht über das Internet zu erfahren, wo ehrenamtliches Engagement benötigt wird (Digitale Ehrenamtsbörse). Ehrenamtskoordinierung braucht weitere PartnerInnen; Sport und Kultur haben bisher nicht an der Ehrenamtskoordinierung in Remscheid partizipieren können. Corona selbst hat dazu geführt, dass in den vergangenen beiden Jahren keine persönlichen Vermittlungen mehr stattfinden konnten. Ein Wasserschaden kurz vor Weihnachten 2021 hat außerdem dazu beigetragen, dass die Räumlichkeiten der Brücke e.V. in der Alten Bismarckstraße 8 bis auf Weiteres nicht nutzbar sind. Die Analyse der aktuellen Rahmenbedingungen und die aktuellen Ereignisse haben zu weiteren Gesprächen des Brückenvorstandes mit den Remscheider Wohlfahrtsverbänden und der Stadt Remscheid geführt. Hierbei ergab sich eine hohe Wertschätzung ehrenamtlichen Engagements und eine große Akzeptanz der bisherigen Arbeit der Brücke e.V.. Allen Beteiligten wurde dabei aber auch immer deutlicher, dass die Koordinierung des Ehrenamtes in Remscheid auf eine neue, breitere Basis gestellt werden muss. Ehrenamtskoordinierung in Remscheid braucht hauptamtliche Unterstützung und eine solide, nachhaltige Finanzierung, was in Zukunft nur mit vereinten Kräften zu schaffen sein wird. Um einen solchen Neuanfang in Angriff zu nehmen, lädt die Stadt Remscheid für den 26. März zu einem 1. Remscheider „Workshop Ehrenamt“ ein. In der Hoffnung und im Vertrauen auf einen gemeinsamen Neuanfang ist der Vorstand der Brücke bei der letzten Mitgliederversammlung am 24.1.2022 vollständig zurückgetreten. Die Mitgliederversammlung hat daraufhin einmütig (eine Enthaltung) die Auflösung der Brücke beschlossen. Der Vorstand der Brücke e.V. dankt ausdrücklich allen ehrenamtlichen MitarbeiterInnen der Brücke, denen es mit viel Engagement und persönlichem Einsatz gelungen ist, das Thema Ehrenamt immer wieder ins Gespräch zu bringen und zahlreiche BürgerInnen in ein Ehrenamt zu vermitteln. Außerdem danken wir allen Einzelpersonen, Gruppen, Verbänden und Kirchengemeinden für ihre tatkräftige Unterstützung, Mitgliederbeiträge und Spenden, die die Arbeit der Brücke über 14 Jahre lang ermöglicht haben.

Kommentar schreiben

Die angegebene E-Mail-Adresse wird nicht dargestellt, sondern nur für eventuelle Benachrichtigungen verwendet.

Um maschinelle und automatische Übertragung von Spamkommentaren zu verhindern, bitte die Zeichenfolge im dargestellten Bild in der Eingabemaske eintragen. Nur wenn die Zeichenfolge richtig eingegeben wurde, kann der Kommentar angenommen werden. Bitte beachten Sie, dass Ihr Browser Cookies unterstützen muss, um dieses Verfahren anzuwenden.
CAPTCHA

Standard-Text Smilies wie :-) und ;-) werden zu Bildern konvertiert.
Formular-Optionen

Die einzelnen Beiträge im "Waterbölles" geben allein die Meinung des Autors / der Autorin wieder. Enthalten eingeschickte Texte verleumderische, diskriminierende oder rassistische Äußerungen oder Werbung oder verstoßen sie gegen das Urheberrecht oder gegen andere rechtliche Bestimmungen oder sind sie nicht namentlich gekennzeichnet nebst E-Mail-Adresse, werden sie nicht veröffentlicht. Das gilt auch für substanzlose Bemerkungen ("Find ich gut/schlecht/blöd...etc."). Aus den oben genannten juristischen Gründen sowie bei längeren Texten sind auch Kürzungen nicht ausgeschlossen.

Kommentare werden erst nach redaktioneller Prüfung freigeschaltet!