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Jährlich werden ca. 130 Mio. Kubikmeter Abwasser gereinigt

Pressemitteilung des Wupperverbandes

Der heutige Ostersamstag, 22. März, ist der internationale „Tag des Wassers“. Dieser von den Vereinten Nationen erstmals 1992 ausgerufene Gedenktag soll die Menschen weltweit daran erinnern, dass Wasser die Grundlage allen Lebens ist und ein sensibler Umgang mit dieser kostbaren und lebenswichtigen Ressource erforderlich ist. In diesem Jahr steht der „Tag des Wassers“ unter dem Motto „Sichere Sanitärversorgung weltweit gewährleisten“. 2,5 Milliarden Menschen leben ohne sanitäre Grundversorgung; täglich sterben rund 6000 Kinder an Krankheiten wie Cholera, Typhus oder Gelbsucht.

Sauberes Trinkwasser aus dem Wasserhahn, Abwasserentsorgung und gute hygienische Bedingungen sind für uns in Deutschland heute eine Selbstverständlichkeit. Vor 100 Jahren sah es allerdings im Bergischen Land noch ganz anders aus. Bereits im 19. Jahrhundert wuchsen Industrie und Bevölkerung im Tal der Wupper an. Dies hatte zur Folge, dass mehr Müll und mehr Abwasser anfielen. Beides wurde zu großen Teilen in die Wupper entsorgt, ebenso wie die Produktionsabwässer aus Färbereien, Metall verarbeitenden Betrieben und anderen Industriezweigen. Die Wupper – ein ehemals sauberer und fischreicher Fluss – wurde zur Kloake.

In Folge der Verschmutzung und der Geruchsbelästigung, des Aussterbens der Fische, der Verseuchung des Grundwassers und der Trinkwasserknappheit wurden auch Krankheiten zum Problem, z. B. Scharlach und Dyphterie. In einem Gutachten von Oktober 1886 schilderte der „Königliche Gewerberat“ Dr. Wolff die katastrophalen Zustände: „Der Fluss schleppt täglich etwa 150 Tonnen (oder 15 Doppelwaggons) an Unrat jeglicher Art fort.“

Nach Ende des 2. Weltkriegs war für den 1930 gegründeten Wupperverband die dringlichste Aufgabe, die Wassergüte der Wupper zu verbessern. Vorhandene Klärwerke wurden erweitert, neue Klärwerke wurden gebaut. Der Wupperverband betreibt heute 11 Klärwerke unterschiedlicher Größenordnung und reinigt pro Jahr insgesamt rund 130 Mio. Kubikmeter Abwasser. Das entspricht etwa dem Stauinhalt von Wupper-, Bever- und Große Dhünn-Talsperre zusammengenommen.

Bis voraussichtlich 2012 setzt der Wupperverband nun das Maßnahmenprogramm „Kläranlagen Fit 2010“ um. Mit einem Minimum an baulichem Aufwand soll die Abwasserreinigung verbessert und Betriebsaufwand eingespart werden, z. B. durch ein optimiertes Zusammenspiel von technischer Ausrüstung und moderner Mess- und Regelungstechnik. Insgesamt werden hier noch einmal ca. elf Mio. Euro investiert.

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