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Peinlich für Fred Schulz

Helga Müller-Serre,  im November 2003 von der Stadt Remscheid (damals unter Oberbürgermeister Fred Schulz, CDU) wegen vermeindlicher Untreue (unkorrekte Abrechnungen) als Leiterin des „Theo Otto Theaters“ fristlos gekündigt, bleibt bis zum Erreichen der Altersgrenze im April 2008 freigestellt. So steht es in der heutigen gemeinsamen Presseerklärung von Müller-Serre und dem städtischen Kulturbeigeordneten Dr. Christian Henkelmann. Das heißt nichts anderes, als dass die Theaterleiterin insgesamt viereinhalb Jahre Gehalt von der Stadt bezieht, ohne dafür gearbeitet zu haben.

Peinlich für Fred Schulz: Am 09.11.2005 hatte das Amtsgericht Remscheid eine Anklage wegen Untreue nicht zugelassen; dafür bestehe kein hinreichender Tatverdacht. Peinlichkeit Nr. 2 folgte am 29.11.2005; da wies das Landesarbeitsgericht die Stadt an, Müller-Serre rund 60 000 Euro Gehalt nachzuzahlen und sie als Theaterleiterin weiterzubeschäftigen. Bei ihrer Rückkehr ins Theater hätte sie somit eine Spielzeit vertreten müssen, die von der jetzigen kommissarischen Theaterleiterin zu verantworten ist, und eine Spielzeit planen müssen, die sie wegen Erreichens der Altersgrenze nur noch teilweise aktiv erlebt hätte. Zitat aus der heutigen Presseerklärung: „ Im Interesse des Theaters sind Frau Müller-Serre und die Stadt Remscheid der Auffassung, dass dies nicht sinnvoll ist. Deshalb sind beide Seiten überein gekommen, dass Frau Müller-Serre bis zum Erreichen der Altersgrenze freigestellt bleibt.“ Im Herbst soll Helga Müller-Serre im Stadttheater offiziell verabschiedet werden. Ob auch Fred Schulz eingeladen ist?

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Nachfolgerin von Helga Müller-Serre als künstlerische Leiterin und Intendantin des Teo Otto Theaters wurde im Mai vorigen Jahres Dorothee Stürmer. Zuvor, seit Juni 2004, war sie an die Stadt mit einem Werksvertrag gebunden. Damals hatte sie Beate Schüler

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„Das Theater ist ein Unternehmen, das Abendunterhaltung verkauft!", zitiert der städtische Kulturdezernent Dr. Christian Henkelmann in seinem Vorwort zum Almanach des Teo Otto-Theaters für die Spielzeit 2010-2011 Bertolt Brecht. Und stellt noch ein

Kommentare

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Klaus Kowakowski am :

1.) Bei Politikern aller Ebenen, bei Wirtschaftsbossen aller Bereiche und bei Funktionären jeglicher Couleur hat der Eigennutz Priorität, und die Schamgrenze tendiert gegen Null. Wirklich schlimm ist daran, dass diese sogenannten "Leitbilder" Moral und Ethik der Gesellschaft verderben. Dafür erleben wir Tat für Tag traurige Beispiele. 2.) Zum Thema "fristlose Kündigung" ist noch anzumerken, dass sich OB Fred Schulz auch bei Herrn Dolis, Heimleiter der Stockder Stiftung, zu diesem "einfachsten Risikofaktor" entschloss, nachdem Angehörige von Heiminsassen massiv mit Beschwerden an die Öffentlichkeit gegangen waren, die auch von der Heimaufsicht bestätigt wurden. Herr Dolis klagt nun verständlicherweise gegen seine Entlassung, hat in der ersten Instanz gewonnen, und die endgültige Gerichtsentscheidung wird wohl der von Müller-Serre gleichkommen.

Wieland Gühne am :

Ich weiß es noch wie heute, als die Entlassung von Herrn Dolis anstand. W.i.R. hatten beantragt, Herrn Dolis im Werksausschuss vorher zu hören. Ergebniss: Nein.

Chronist am :

Gegen Zahlung eines vierstelligen Betrages stellt das Amtsgericht Remscheid das Untreueverfahren gegen die frühere Leiterin des Remscheider Teo-Otto-Theaters, Helga Müller-Serre, voraussichtlich ein. Das meldeten die Lokalmedien in dieser Woche. In dem Verfahren - die Staatsanwaltschaft hatte nicht locker gelassen -, ging es um anscheinend überhöhte Reisekosten und die Beschäftigung ihres Sohnes im Theater, ohne dass die Stadt von dessen Tätigkeiten zuvor erfahren hatte.

Chronist am :

Die Presseerklärung der Staatsanwaltschaft Wuppertal vom 3. August zum Strafverfahren Müller-Serre, unterzeichnet von Oberstaatsanwalt Alfons Grevener, läßt auf Verärgerung schließen. Zitat: "Die Anklageschrift der Staatsanwaltschaft Wuppertal vom 27.08.2004 gegen die ehemalig Theaterleiterin Helga Müller-Serre u.a. wegen Untreue (§ 266 StGB) ist durch Beschluss des Landgerichts Wuppertal vom 28.06.2006 voll umfänglich zur Hauptverhandlung zugelassen und das Hauptverfahren vor dem Schöffengericht Remscheid eröffnet worden. Damit sind im Ergebnis anders lautende Presseveröffentlichungen, zuletzt noch am 02.08.2006, also mehr als einen Monat nach vorerwähntem Beschluss, '... die Staatsanwaltschaft habe das Amtsgericht trotz aufwändiger Nachermittlungen nicht zu einem Verfahren bewegen können', obsolet; sie entbehren jeder Grundlage." In der Lokalpresse hatte Helga Müller-Serres Anwalt Michael Schröder zuvor erklärt, seine Mandantin wolle eine vom Amtsgericht Remscheid festzusetzende Geldbuße akzeptieren. Dies dürfe aber nicht als Schuldeingeständnis missverstanden werden, sondern sei nur ein Zeichen für ihre Prozessmüdigkeit. In einem Verfahren hätte Müller-Serre vielmehr gute Chancen auf einen Freispruch gehabt.

Chronist am :

Gegen hohe Geldbußen (insgesamt 13.500 Euro) hat das Amtsgericht Remscheid nunmehr das Strafverfahren gegen die frühere Leiterin des Stadttheaters Remscheid, Helga Müller-Serre (7000 Euro), ihren Sohn (5000 Euro) und ihre damalige Stellvertreterin (1500 Euro) eingestellt. Wie es in einer Pressemitteilung des Gerichts heißt, geschah dies "auf der Grundlage eines hinreichenden Tatverdachtes", dass die genannten Personen "die ihnen eingeräumten dienstlichen Befugnisse in vielfältiger Weise missbraucht hätten". Vor den Arbeitsgerichten hatte Müller-Serre gegen ihren früheren Arbeitgeber zwar obsiegt (siehe oben), dies konnte sich jedoch auf das Strafverfahren nicht auswirken. Aber auch in diesem Verfahren kamen die Stadtoberen nicht gut weg. "Maßgebliche Vertreter der Stadt" hätten die Gestaltung des Theaterheftes "Neue Formen" durch den Sohn der Theaterleiterin "für eine gewisse Zeit zumindest stillschweigend geduldet", stellte das Gericht fest und verwies darauf, dass der Sohn namentlich auch im Impressum des Heftes gestanden habe. Und das war für jedermann nachzulesen.

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