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WC-Modul an der Mandtstraße für 62.000 € im Jahr

Bettina Stamm (echt. Remscheid e.V.) hatte am 21. Februar schon kritisch nachgefragt, nachdem sie auf der Tagesordnung der Ratssitzung vom 3. März keine Beschlussvorlage zu der vom Rat einstimmig beschlossenen  öffentlichen Toilettenanlage auf der Alleestraße gefunden hatte. Doch die gab am Donnerstag dann doch noch – als Tischvorlage. Weshalb der FDP-Fraktionsvorsitzende Sven Chudzinski für seine Fraktion auch prompt Beratungsbedarf anmeldete, später unterstützt von Waltraud Bodenstedt von der Wählergemeinschaft W.i.R. Was die Ratsfraktionen und -gruppen von dem Vorschlag der Verwaltung halten, wird man also erst später erfahren.  Der Vorschlag selbst ist aber seit Donnerstag öffentlich. Zitat: „Die Verwaltung wird beauftragt, eine öffentliche Toilette als temporäres WC-Modul neben dem Pavillon Alleestraße 42 a einzurichten. Es eine bis zu dreimal tägliche Reinigung vorzusehen mit Überprüfung der Notwendigkeit anhand der tatsächlichen Nutzung. Während der Nutzungszeit des Moduls ist eine dauerhafte Lösung in Einklang mit den Sanierungszielen für die Alleestraße zu entwickeln. Voraussichtlicher Aufwand im laufenden Jahr 65.000 € und voraussichtliche Auszahlungen 2023ff : 62.000 €. (…) . Die Realisierung soll möglichst schnell erfolgen.“

„Mit dem Betreiber der Bäckereicafés Alleestraße 70 und Markt wurden Verträge zu dem Programm „Nette Toilette“ geschlossen.  (…) Um dieses Angebot mit einer öffentlichen Toilette zu ergänzen, ist ein neuer Standort (…) zwischen den Einmündungen Wiedenhofstraße und Mandtstraße optimal.“ Dort bietet sich „der leerstehende Pavillon Alleestraße 42a als schnell zu realisierender Standort an. Strom-, Wasser- und Abwasseranschlüsse sind vorhanden. In unmittelbarer Nähe des Pavillons ist eine … Toilette denkbar. Mit der Eigentümerin des Pavillons (GEWAG) ist die mögliche Umnutzung abgestimmt. (…) „Bei Neugestaltung der Kreuzungsfläche kann eine dauerhafte Lösung in die Platzgestaltung integriert werden.“

„Das WC-Modul soll direkt östlich neben dem Pavillon aufgestellt werden.  (…) Von den beiden möglichen Anbietern bietet ein Veranstaltungsservice ein barrierefreies Toilettenmodul für 920 € pro Monat bei Aufbaukosten von 550 € an. (…) Dieses Modul ist eher einfach gestaltet und auf eine kurzfristige Nutzung ausgerichtet. Der zweite Anbieter bietet eine Lösung an, die als autarke Trockentoilette entwickelt worden ist, die aber auch an Wasser- und Abwasserleitungen angeschlossen werden kann. Bei einem Kanalanschluss würden nur das Grauwasser über den Kanal entsorgt, die Feststoffe werden in luftdichten Behältern mit einem Transporter („Sprinter“) abgefahren. Dieses Konzept reduziert auch den Trinkwasserverbrauch. Diese Toiletten haben sich in Berlin in Innenstadtbereichen bewährt.“

„Das Modul wird mit einem barrierefreien Toilettenraum für eine monatliche Miete von 833 € angeboten und bietet sowohl von außen als auch von innen ein ansprechendes Erscheinungsbild. (…) Eine tägliche Reinigung und Wartung kostet rund 2.100 € pro Monat. Für eine dreimalige Reinigung pro Tag ist mit 4.200 € pro Monat zu rechnen. Die Reinigungsfrequenz soll anhand der tatsächlichen Nutzung überprüft werden.  (…) Wegen der zuletzt deutlich zurückgegangenen Passantenfrequenz auf der Alleestraße wird ein niedriger Wert von 50 Nutzern am Tag angenommen.“

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Kommentare

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Lothar Kaiser am :

Kann mir, ehrlich gesagt, dieses neue Schmuckstück auf der Alleestraße nicht so recht vorstellen.

Heinz Wäscher am :

Hoffentlich ist dieses „WC-Modul” halbwegs vandalismussicher konstruiert, und idealerweise lassen sich sämtliche Öberflächen innen und außen nach dem Beschmieren mit Farbe relativ leicht reinigen.

Lothar Kaiser am :

Das Thema steht auf der Tagesordnung der nächsten Ratssitzung. Termin: Donnerstag, 28. April, 16.15 Uhr, Aula der Albert-Einstein-Gesamtschule, Brüderstr. 6-8.

Lothar Kaiser am :

Der Tagesordnungspunkt „Standort einer öffentlichen Toilette auf der Alleestraße wurde in der gestrigen Ratssitzung von der Verwaltung zurückgezogen. Es deute sich die „deutlich günstigere Möglichkeit einer öffentlichen Toilette in einem angemieteten Ladenlokal an“, so Oberbürgermeister Burkhard Mast-Weisz. Darüber müsse während der Ferien noch weiter verhandelt werden. Im September sei das Thema dann wohl spruchreif.

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