Skip to content

Große Dhünn: Südlicher Uferweg der Vorsperre bleibt dicht

Pressemitteilung des Wupperverbands

Der südliche Uferweg an der Vorsperre Große Dhünn liegt vollständig in der sensiblen Wasserschutzzone 1 der Trinkwassertalsperre. Diese ist zum Schutz des Talsperrenwassers sowie der Flora und Fauna normalerweise für die Öffentlichkeit tabu. In vergangenen Jahren war der Weg durch eine befristete Ausnahmegenehmigung zwischen dem 15. März und 10. Oktober geöffnet. Durch diese vom Rheinisch-Bergischen Kreis temporär genehmigte Öffnung tagsüber mit Verhaltensregeln für die Nutzerinnen und Nutzer sollte der Natur- und Artenschutz sowie das Bedürfnis der Menschen nach Erholung berücksichtigt werden. Mit Corona nahm der Andrang an der Großen Dhünn-Talsperre seit dem Frühjahr 2020 deutlich zu. Spazierengehen wurde für die Menschen im Lockdown und bei eingeschränkter Reisemöglichkeit eine beliebte Freizeitbeschäftigung. Entsprechend voll wurde es auch an der Großen Dhünn-Talsperre.

Leider halten sich nicht alle Besucherinnen und Besucher an die Regeln und nehmen nicht ausreichend Rücksicht auf die Natur. Immer häufiger trafen die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Wupperverbandes Menschen in der Schutzzone 1 der Talsperre an. Manche hatten sich lediglich verlaufen, andere missachteten die Schutzzone 1, legten Feuerstellen an oder installierten Badestege.

Für die Jahre 2020 und 2021 hatte der Rheinisch-Bergische Kreis in Absprache mit dem Wupperverband aufgrund der Corona-Situation und des gestiegenen Andrangs keine Genehmigung zur Öffnung des südlichen Uferwegs an der Vorsperre erteilt. Nach Ablauf des letzten Jahres haben der Kreis und der Wupperverband die Situation erneut bewertet und vereinbart, dass der südliche Uferweg auch 2022 geschlossen bleiben soll. Ausschlaggebend hierfür war die Bewertung des Kreises in Sachen Artenschutz. Demnach ist die Große Dhünn-Talsperre ein überregional herausragender Lebensraum für die Vogelwelt. Eine aktuelle Kartierung zeigt, dass dort unter anderem der Seeadler und der Schwarzstorch sowie die seltenen Rastvögel Rothalstaucher und Ohrentaucher gesichtet wurden. Auch viele andere Arten können sich dort entwickeln.

Durch den gestiegenen Freizeitdruck rund um die gesamte Talsperre gibt es kaum noch Rückzugsmöglichkeiten für störungsempfindliche Tierarten. Daher ist der südliche Uferweg aus Sicht des Artenschutzes sehr wichtig. Er ist derzeit der letzte ungestörte Bereich an der Großen Dhünn-Talsperre. Daher soll er auch in diesem Sommer nicht geöffnet werden. Kreis und Wupperverband planen gemeinsame Kontrollen, bei denen Menschen, die sich widerrechtlich in der Schutzzone 1 aufhalten, gezielt angesprochen werden sollen. Bei schweren oder wiederholten Verstößen sind auch Bußgelder möglich. Darüber bietet ein Flyer des Wupperverbands und der Biologischen Station Rhein-Berg viele Informationen rund um die Tier- und Pflanzenwelt und ihre Schutzwürdigkeit.

Rund um die Große Dhünn-Talsperre gibt es ein Netz an Wanderwegen. Auch ohne den südlichen Uferweg sind Ausblicke auf die Wasserfläche möglich, zum Beispiel vom Staudamm in Lindscheid aus oder von den Dämmen der Vorsperren Große Dhünn und Kleine Dhünn. Auf dem 40 Kilometer langen Talsperrenweg kann die Große Dhünn-Talsperre ganzjährig komplett umrundet werden, und viele markierte Rundwege bieten die Möglichkeit für unterschiedliche lange Wanderungen und Spaziergänge. Eine Übersichtskarte sowie Details zu den Wanderwegen rund um die Große Dhünn-Talsperre können Sie hier einsehen: www.dasbergische.de/aktiv-entspannen/wandern/alle-wanderwege/dhuennhochflaeche.

Trackbacks

Keine Trackbacks

Kommentare

Ansicht der Kommentare: Linear | Verschachtelt

Wupperverband am :

Der Rheinisch-Bergische Kreis und der Wupperverband werden in diesem Jahr wieder stärker für das Thema Wasser- und Naturschutz rund um die Große Dhünn-Talsperre sensibilisieren. Ab dem 14. Mai werden an besucherstarken Tagen regelmäßige Kontrollen durchgeführt und Ausflügler über dort geltende Schutzregelungen informiert. Hintergrund ist, dass die Große Dhünn-Talsperre eine wichtige Trinkwassertalsperre in der Region ist sowie eine sensible Tier- und Pflanzenwelt beherbergt. Um die gesamte Talsperre ist daher eine sogenannte „Wasserschutzzone 1“ eingerichtet: Wandern ist nur auf dem öffentlich zugänglichen Wegenetz möglich und auf dem Gewässer ist kein Freizeitsport zugelassen. Das Betreten der Schutzzone 1 rund um das Gewässer und das Verlassen der Wanderwege ist nicht erlaubt.

Kommentar schreiben

Die angegebene E-Mail-Adresse wird nicht dargestellt, sondern nur für eventuelle Benachrichtigungen verwendet.

Um maschinelle und automatische Übertragung von Spamkommentaren zu verhindern, bitte die Zeichenfolge im dargestellten Bild in der Eingabemaske eintragen. Nur wenn die Zeichenfolge richtig eingegeben wurde, kann der Kommentar angenommen werden. Bitte beachten Sie, dass Ihr Browser Cookies unterstützen muss, um dieses Verfahren anzuwenden.
CAPTCHA

Standard-Text Smilies wie :-) und ;-) werden zu Bildern konvertiert.
Formular-Optionen

Die einzelnen Beiträge im "Waterbölles" geben allein die Meinung des Autors / der Autorin wieder. Enthalten eingeschickte Texte verleumderische, diskriminierende oder rassistische Äußerungen oder Werbung oder verstoßen sie gegen das Urheberrecht oder gegen andere rechtliche Bestimmungen oder sind sie nicht namentlich gekennzeichnet nebst E-Mail-Adresse, werden sie nicht veröffentlicht. Das gilt auch für substanzlose Bemerkungen ("Find ich gut/schlecht/blöd...etc."). Aus den oben genannten juristischen Gründen sowie bei längeren Texten sind auch Kürzungen nicht ausgeschlossen.

Kommentare werden erst nach redaktioneller Prüfung freigeschaltet!