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Das Bergische packt Pakete zum Überleben

von Tobias Dehler

In der Ukraine herrscht Krieg. Bergische Bürgerinnen und Bürger helfen jetzt den Menschen vor Ort mit einer besonderen Aktion, die sich von anderen unterscheidet: Sie kommt aus der Region, hilft schnell und ausschließlich mit Grundnahrungsmitteln, greift auf die logistische Erfahrung einer eingespielten Katastrophenhilfe zurück und ist für alle Teilnehmenden mit geringem Aufwand verbunden.

Die Aktion „Das Bergische packt Pakete zum Überleben“ ist in dieser Form einzigartig, bereits erfolgreich angelaufen und weiterhin auf der Suche nach Unterstützerinnen und Unterstützern. Die Aktion richtet sich insbesondere an Bürgerinnen und Bürger aus dem Bergischen Land und funktioniert so: Überall in der Region gibt es Verteilstellen für leere Kartons, die dort abgeholt, von Bürgerinnen und Bürgern mit Grundnahrungsmitteln (Warenwert ca. 15 Euro) befüllt und dann wieder in den Verteilstellen abgegeben werden. Die Kartons werden dort gesammelt und anschließend per Lkw in die Krisengebiete (Ukraine und Anrainerstaaten mit vielen Geflüchteten) gebracht. Schon in den ersten fünf Tagen sind auf diese Weise 1.500 Kartons in Umlauf gekommen, knapp die Hälfte davon wurde bereits befüllt und wird in den nächsten Tagen auf den Weg geschickt.

Die verheerende Situation in der Ukraine zeigt, dass die zivilen Opfer im Land und auf der Flucht unsere Unterstützung brauchen. Hier wollen wir langfristig helfen. Bei der Aktion greifen wir auf die seit Jahrzehnten eingespielte Auslands- und Katastrophenhilfe des Bundes (FeG) zurück, die regelmäßig Hilfsgüter nach Ost- und Südeuropa bringt und über bewährte Logistik und Infrastruktur verfügt. Auf diese Weise kann die Aktion helfen, wie es aktuell nötig ist: Schnell und unkompliziert.

Gleichzeitig ist „Bergische packen Pakete zum Überleben“ auf Langfristigkeit angelegt: Unser Ziel ist es, so lange wie nötig jeden Monat einen Sattelzug mit Paketen aus dem Bergischen loszuschicken. Eine ambitioniertes Ziel, dass wir nur schaffen können, wenn viele Menschen, Unternehmen, Vereine, Kindergärten und Schulen mitmachen. Ob es klappt wissen wir natürlich nicht, aber die Reaktionen der ersten zwei Woche sind überwältigend gut. Neben den Kartons, die natürlich kostenlos ausgegeben werden, bekommen alle, die mitmachen, eine detaillierte Einkaufsliste und einen Packplan, der leicht umsetzbar ist, aber alle Transport- und Einfuhrvorschriften berücksichtigt. Wichtig ist den Initiatoren nicht nur die praktische Hilfe, sondern auch die emotionale Unterstützung der Ukrainerinnen und Ukrainer. Die Spenderinnen und Spender erhalten daher zu dem Karton einen Briefbogen, den sie mit einer persönlichen Nachricht dem Paket beilegen können. Alle Kartons werden mit einem Sticker “From Germany with Love” beklebt. Eine Liste aller Ausgabestellen finden Sie auf www.paketezumüberleben.de.

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Kommentare

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Sven Wolf (MdL, SPD) am :

Unter Aufsicht von Tobias Dehler, Geschäftsführer der Tangolima GmbH in Remscheid wird monatlich ein Lkw mit ca. 1.700 „Paketen zum Überleben“ aus dem Bergischen Land in die Ukraine und in die betroffenen Gebiete in den Nachbarländern transportiert. Ein Paket besteht aus einfach zuzubereitenden Lebensmitteln wie Tee, Suppen, Müsliriegel, Brühe und Konserven. Das Tolle an der Aktion ist, dass jeder seinen kleinen Beitrag zur Hilfe leisten kann! Gerade, nachdem der schreckliche Angriffskrieg nun schon Wochen andauert, dürfen wir uns damit nicht abfinden und das Schicksal der Menschen in der Ukraine nicht vergessen. Viele Menschen treffen nun auch hier bei uns im Alltag die wirtschaftlichen Auswirkungen des Krieges, etwa durch massiv steigende Energiekosten. In der Ukraine geht es aber ums Überleben. Hier beim Packen der Pakete zum Überleben zu helfen und die einzelnen Vorgänge mitzuerleben erfüllt mich mit Stolz, in der Gewissheit den Opfern zu helfen.

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