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April 2012: Der Waterbölles blättert zurück

So viele Passanten sieht man auf der Alleestraße selten“, titelte der Waterbölles am 9. April 2012, nachdem auf der Alleestraße ein „Hollandmarkt“ und ein Trödelmarkt unzählige Remscheider bei sonnigem, aber kaltem Wetter zu einem Osterspaziergang verlockt hatte. Dicht gedrängt bummelten Jung und Alt von Stand zu Stand. Dass acht Jahre später ein Virus („Corona“) für diverse Lockdowns sorgen würde und diese Pandemie nunmehr in zweiten Jahr andauert, hätte sich im April 2012 niemand träumen lassen.

Es gibt Freimaurerei in Deutschland seit nunmehr 285 Jahren. Die älteste Remscheider Freimaurerloge „Zu den Romeriken Bergen“ wird Ende dieses Jahres  120 Jahre alt. Vor zehn Jahren machte die Remscheider Freimaurer-Loge die Freimaurerei in einer Ausstellung im Rathaus transparenter. In dem sie Interessierten Einblicke in den Ursprung, die Entwicklung und die Gegenwartsziele der Freimaurerei gab. Die Freimauer selbst verstehen sich als ein weltweit international tätiger Männerbund mit dem Streben nach sittlicher Vervollkommnung des einzelnen Menschen zu humanitärer, toleranter, freiheitsliebender und die Menschenwürde achtender Gesinnung.

Der Balkon der städtischen Galerie durfte im April 2012 nicht mehr betreten werden, weil das hölzerne Balkongelände morsch geworden war bzw. teilweise schon gar nicht mehr existierte. Klaus Küster hatte  damals die auf den Missstand aufmerksam gemacht. Aber auf eine Reparatur deutete damals noch nichts hin.  Es hieß vielmehr, die Galerie solle zum 31. Dezember 2014 geschlossen werden. So könne der jährliche Sachaufwand um 91.200 € reduziert werden. Gut, dass sich die Stadtväter später eines Besseren besannen und des Fachwerk-Ensemble für die städtische Musik- und Kunstschule in Schuss brachten. Auch den Balkon.

Zehn Remscheider Schülerinnen und Schüler reisten am Obermontag, 9. April 2012, nach Kırşehir in der Türkei. Die anatolische Stadt mit ca. 120.000 Einwohnern ist seit 2004 Partnerstadt von Remscheid. Organisiert hatte die Reise der Freundschaftsvereins Remscheid– Kırşehir e.V., nachdem im Mai 2011 fünf türkische Schülerinnen und für zwei Wochen zu Gast in Remscheid gewesen waren und das Gertrud-Bäumer-Gymnasium besucht hatten. Inzwischen ist es um die Städtepartnerschaft sehr ruhig geworden. Das ist zum einen der Corona-Pandemie geschuldet, zum anderen aber sicherlich auch den wirtschaftlichen Verhältnissen in der Türkei unter Erdogan mit den starken Verfall der türkischen Lira. (Mehrere tausend Remscheider haben familiäre Wurzeln in der Region südöstlich von Ankara)

Am 13. April 2012 sprangen  drei Basejumper von der Müngstener Brücke. . Ein Zeuge hatte die Polizei über das Vorhaben der Männer informiert, so dass die Bundespolizei rechtzeitig die Gleise sperren konnte. Beamte des Polizei Wuppertal nahmen die Brückenspringer am Fuße des 107 Meter hohen Bauwerkes in Empfang und kündigten ihnen eine Ordnungswidrigkeitenanzeige an. Einer der drei Basejumpern, die am 1. August 2008 auf der Müngstener Brücke den Nervenkitzel gesucht hatten, ein 44-jähriger Düsseldorfer, hatte sich bei seinem Sprung an Armen und Beinen schwer verletzt.

Vorläufig festgenommen wurde von der Polizei am 17. April 2012 ein 36-jähriger Pkw-Fahrer auf der Klausener Straße von der Fahrbahn abgekommen, hatte einen Gartenzaundurchbrochen, ein Blumenbeet „durchpflügt“ und war schließlich vor einer Garagenwand gelandet. Da die Polizisten in seiner Atemluft Alkohol feststellten, musste der 36-Jährige Remscheider eine Blutprobe abgeben. Zudem ergaben die weiteren Ermittlungen, dass er keine gültige Fahrerlaubnis besaß und das Fahrzeug gestohlen war.

 Grünes Licht für Fusionsgespräche zwischen RSV und TV Jahn erteilten vor zehn Jahren die Jahreshauptversammlung des TV Jahn und die  Delegiertenversammlung des RSV ihren Vorständen.

In Hagel und Regen ging im April 2012 in Lennep die Einweihung der „Balkantrasse“ unter, und das war – damals jedenfalls noch –  selbst im regengewohnten Bergischen Land eine Seltenheit: Wolkenbruchartiger Regen und heftige Hagelschauer und Windböen. Und kalt war es obendrein. als Oberbürgermeisterin Beate Wilding nahe der Robert-Schumacher-Straße zum Mikrofon griff, um ihre Freude über das gelungene Werk auszudrücken. Leider hörte es kaum jemand. Denn die meisten Besucher/innen, die sich nach einem besorgten Blick zum Himmel optimistisch auf dem Weg zum Festplatz gemacht hatten, schützten sich in diesem Moment unter Zeltdächern lieber vor dem Nass von oben. Und die meisten Zelte standen so weit von der Bühne entfernt, dass die Worte der OB im Prasseln des Regens und Hagels untergingen.

In konstituierenden Sitzung des Remscheider Jugendrates im April 2012 wurde Ahmet Murat, Schüler des Gertrud-Bäumer-Gymnasium, zum Vorsitzenden gewählt. Seine beiden Stellvertreter wurden Mirco Sinani und Victoria-Theresa Küfner.

Vor zehn Jahren war der Vorstand der „Remscheider Tafel“ auf der Suche nach einem neuen Vorsitzenden. Denn Jürgen Urbinger hatte sein Amt aus beruflichen wie gesundheitlichen Gründen niederlegt. Einen weiteren Grund nannte Urbinger später gegenüber dem RGA: Einige Mitarbeiter hätten sich bei neuen Lebensmittellieferungen erst einmal selbst bei der frischesten Ware bedient und dann erst die Bedürftigen versorgt. Nun ist die „Remscheider Tafel“ kein Allerweltsverein. Sie steht im Blickpunkt der Öffentlichkeit – dem von Spendern und Bedürftigen ganz besonders. Eine Rufschädigung kann sich der Verein nicht erlauben. Gut also, dass sich derartige Vorfälle in den vergangenen Jahren nicht wiederholten.

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