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Hochwasser 2021: Stadt hofft auf 6.515.050 Euro vom Land

Nach der Starkregen- und Hochwasserkatastrophe vom 14./15. Juli 2021  hat das Land NRW zur Reparatur von Schäden die „Gewährung von Billigkeitsleistungen“ in Aussicht gestellt. Welche Schäden das Hochwasser in Remscheider Bachtälern angerichtet hat, geht aus dem „Wiederaufbauplan“ hervor, den die Verwaltung dem Rat der Stadt zur morgigen Sitzung vorgelegt hat in der Absicht, beim Land die Übernahme der förderungsfähigen Reparaturkosten zu beantragen. Zudem soll im Stellenplan der Technischen Betriebe Remscheid (TBR) eine Ingenieurstelle (Entgeltgruppe 14) befristet für auf fünf Jahre eingerichtet werden, um die in dem Plan aufgezählten 51 Maßnahmen zur Beseitigung der Schäden an der öffentlichen Infrastruktur koordinieren und betreuen zu können. Insbesondere waren betroffen Brücken, Straßen, Wirtschaftswege, Wanderwege, Forsteinrichtungen und zahlreiche Gewässer, Anlagen der Stadtentwässerung, das Freibad Eschbachtal, der Brückenpark Müngsten und andere Parkanlagen. Der voraussichtliche Gesamtaufwand zur Bewältigung der Flutschäden – Ersatzinvestitionen für die Wiederherstellung bereits vorhandener Infrastruktureinrichtungen – beträgt 7.282.550 Millionen €, wovon 6.515.050 Mio. € als Billigkeitsleistung beantragt werden sollen. „Ob eine vollständige Refinanzierung erreicht werden kann, steht erst nach Beantragung und der Höhe der Gewährung der Billigkeitsleistung fest“, so die Verwaltung in ihrer Beschlussvorlage für den Rat der Stadt. „Die vom Land gewährte Billigkeitsleistung kann bis zu 100 Prozent … betragen. Es kann auch ein geringerer Prozentsatz genehmigt werden. In diesem Fall würden die Eigenanteile den städtischen Haushalt belasten.“

Auf der Grundlage des Wiederaufbauplans werden die höchsten Zuschüsse für folgende Sanierungsmaßnehmen beantragt:

  • 2.160.000 Euro: Gelpetal/Clemenshammer (Die Böschung ist nach der Flut abgängig; Die Straße wurde unterspült. Zur dauerhaften Böschungssicherung ist der Bau einer Gabionenwand/Stützwand erforderlich, H=ca. 3 m, L=ca. 200m) erforderlich. Der Weg befindet sich in einem Naturschutzgebiet.)
  • 966.000 Euro: Straße "Platz" (Die Böschung abgängig. Sie wurde zunächst provisorisch gesichert. Zur endgültigen Sanierung ist der Bau einer Stützwand erforderlich, H= ca. 2 m; L= ca. 200 m.).
  • 865.000 Euro: Lenhartzhammer (Wegen Böschungsabbruch ist der Bau einer Gabionenwand/Stützwand erforderlich, H=ca.4 m, L=ca. 60 m.)
  • 600.000 Euro: Grenzbrücke Ulrichskotten, Morsbacher Berg (Die Brücke über den Morsbach, Grenzbrücke zwischen Remscheid und Wuppertal, wurde im Hochwasser vollständig zerstört und muss wieder aufgebaut werden.)
  • 600.000 Euro: Grenzbrücke Beckeraue ( Die Brücke über den Morsbach, Grenzbrücke zwischen Remscheid und Wuppertal, wurde bei dem Hochwasser stark geschädigt. Die Brückenwiderlager wurden unterspült. Aufgrund der geschädigten Bausubstanz und der zu geringen Durchflussöffnung ist ein Neubau der Brücke notwendig.)
  • 400.000 Euro: Wanderweg an der Wupper zwischen Solingen Burg und der Müngstener Brücke im Bereich zwischen Schildsiepen und Küppelsteiner Siepen (Auf dem Wanderweg, der unmittelbar an der Wupper liegt, ist an mehreren Stelle die Böschung zur Wupper ausgebrochen. Der Weg wurde teilweise zur Umgebung der Ausbrüche verlegt. Eine große Stelle muss noch baulich (Uferbefestigung) gesichert werden. Der Wanderweg dient auch als Rettungszufahrt zur Müngstener Brücke.)
  • 378.000 Euro: Hammertal bei Haus Nr. 3 (Die Straßenböschung wurde unmittelbar vor einem Durchlasseinlauf durch das Hochwasser stark ausgespült. Zur Sanierung ist der Bau einer Stützwand/Gabionenwand erforderlich, (H= 3 m; L= 35 m).
  • 150.000 Euro: Bereich Morsbachtalstraße 7/9 (gravierende Schäden im Bereich der Ufermauer)
  • 150.000 Euro: Bereich Tyrol 4a ((gravierende Schäden im Bereich der Ufermauer)
  • 110.000 Euro: Brücke Prangerkotten (Die Brücke über den Morsbach, Grenzbrücke zwischen Remscheid und Wuppertal, wurde bei dem Hochwasser stark geschädigt. Die Straßenböschung wurde unmittelbar vor einem Durchlasseinlauf durch das Hochwasser stark ausgespült.)
  • 100.000 Euro: Lobach im Bereich der Renaturierungsmaßnahme 2014-2016 (gravierende Schäden im Bachbett und im Uferbereich)
  • 84.000 Euro: Brückenpark Müngsten, Schwebefähre (Starke Beschädigungen der Schwebefähre, insbes. Der Seilanlage. Derzeit wird von einer Erneuerung derSeile und der Reparatur der Seilbahnanlage, Spannvorrichtung und Abdeckung, ausgegangen.)
  • 55.000 Euro: Morsbach im Bereich der Renaturierungsmaßnahme 2020-2021 im Bereich der Fa. Völkel (gravierende Schäden im Bachbett und im Uferbereich).

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