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Lothar Krebs kandidiert für den Vorsitz des SPD-Unterbezirks

Im Bild von links nach rechts Luigi Costanzo, Beate Wilding, Jürgen Kucharzcyk und Lothar Krebs. Foto: Lothar Kaiser

Zwei SPD-Ratsmitglieder, Vater und Tochter, übernehmen in ihrer Partei neue Aufgaben. Kaum wurde Karen Krebs im Ortsverein Lennep einstimmig zur Vorsitzenden gewählt, kandidiert ihr Vater Lothar Krebs am 11. April auf dem Unterbezirksparteitag als Vorsitzender in der Nachfolge von Jürgen Kucharzyk.  Der Parteivorstand (im Unterbezirk) hatte den 65-Jährigen einstimmig zur Kandidatur aufgefordert, nachdem Kucharzyk zwei Wochen zuvor seine Entscheidung bekannt gegeben hatte, für den Vorsitz im Vorstand des Unterbezirks (UB) nicht mehr zur Verfügung zu stehen. Auf einer Pressekonferenz äußerten die beiden stellvertretenden UB-Vorsitzenden Beate Wilding und Luigi Costanzo Bedauern und Verständnis zugleich. Und zeigten sich sicher, dass die „Arbeit mit Lothar Krebs in gleichem Teamgeist weitergehen wird!“

In der Bundestagsfraktion der SPD habe er zusätzliche Aufgaben übernommen in den Bereichen Arbeit & Soziales, Jugendschutz und Waffenrecht; deshalb könne er in Remscheid künftig seltener präsent sein als bisher, begründete Jürgen Kucharzyk seine Entscheidung, auf den UB-Vorsitz zu verzichten. Ein weiterer Grund neben den Sitzungswochen in Berlin: Bei der Bundestagswahl im Herbst 2009 wolle er den Wahlkreis 104 wieder direkt gewinnen. Und der umfasse nun einmal neben Remscheid auch Solingen. „Ich arbeite gerne, aber ich muss sehen, was zusammen passt. Man darf sich nicht verzetteln!“ Was er denn vom gegenwärtigen Stimmungstief der SPD halte, wurde Kucharzyk in diesem Zusammenhang von einem Pressevertreter gefragt. Antwort: Das könne in anderthalb Jahren schon wieder ganz anders aussehen. Und: „Wer nicht kämpft, hat schon verloren!“

Das gilt auch für die im nächsten Jahr anstehenden Europa- und Kommunalwahlen und für die Landtagswahl 2010. Auch dies Herausforderungen für den am 11. April zu wählenden UB-Vorstand, vor allem für den designierten Vorsitzenden Lothar Krebs. Er sei „guten Mutes und voller Tatendrang“, bescheinigten ihm die Parteifreunde auf der Pressekonferenz und zeigten sich „froh und dankbar“, dass er die Kandidatur nach einer gewissen Bedenkzeit („In den UB-Vorstand wollte ich eigentlich nie!“) angenommen habe. Mit einem Gegenkandidaten braucht er auf dem Unterbezirksparteitag nicht zu rechnen. Es heißt, andere Parteimitglieder hätten abgewinkt. Und Jüngeren fehlen im Vergleich zu dem 65-Jährigen offenbar noch die notwendige politische Erfahrung und der Überblick. Beides bringe Krebs mit, sagte Kucharczyk. Und Integrationskraft.

Und was sagte der Kandidat selbst? Er habe sich als Parteisoldat in die Pflicht nehmen lassen, wohl wissend, dass eine Menge organisatorischer Arbeit im Vorfeld der Wahlen auf ihn zukommt, so etwa die Aufstellung eines Kommunalwahlprogramms in Abstimmung mit den örtlichen Parteigremien. Krebs: „Es ist notwendig, die SPD geschlossen in die bevorstehenden Wahlkämpfe zu führen.“ In diesem Zusammenhang war ihm die Bemerkung wichtig, die Nachfolge von Jürgen Kucharczyk sei eine „Stabwechsel ohne Differenzen in den politischen Auffassungen“. Wobei der neue Vorsitzende nicht daran denkt, das Amt „à la Adenauer zu zementieren“. Zwei, drei Jahre – mehr nicht. In dieser Zeit will Lothar Krebs jüngere Parteimitglieder an die Aufgaben im UB-Vorstand heranführen.

Zur Wahl am 11. April will er mit dem klaren Bekenntnis zu einer Aufgabenteilung zwischen Unterbezirk und Fraktion antreten. Letztere sei für die praktische Politik verantwortlich, Erstere für die Programmatik. Das lässt auf klare Positionsbestimmungen hoffen, parteiinterne Diskussionen im Vorfeld eingeschlossen. Beides nach Ansicht insbesondere jüngerer Parteimitglieder wichtige Attribute einer demokratischen Volkspartei. Zwei Themenbereiche hatte Lothar Krebs heute schon parat: „Soziale Stadt“ und „die bergische Wirtschaftsregion“; hier werde die SPD konzeptionell arbeiten. Als „Volkspartei links von der Mitte“. Das Ziel bei den Kommunalwahlen: Eine Mehrheit für Beate Wilding als Oberbürgermeisterin (ihre Kandidatur wurde auf diese Weise eher beiläufig publik gemacht) und die meisten Wählerstimmen auch für die SPD. Krebs: „Wir wollen wieder stärkste Fraktion werden!“

Ob da nicht die Partei Die LINKE gefährlich werden könnte? Lothar Krebs winkt ab. Gewiss, die Linken würden dem neuen Stadtrat aller Wahrscheinlichkeit nach angehören, aber Programmatisches habe man von dort bisher noch nicht gehört. Der designierte UB-Vorsitzende hält nichts von „Wackelkandidaten und wechselnden Mehrheiten“: „Eine seriöse Finanzpolitik ist nur mit einer breiten Ratsmehrheit machbar!“ Deutlich klingt durch: Krebs wünscht sich für Remscheid eine Große Koalition zwischen SPD und CDU. Aber: „Leider ist die CDU derzeit noch kein zuverlässiger Partner – eher drei Fraktionen als eine!“ Diese politische Zerrissenheit spiegele sich auch im Umgang der CDU mit ihren Dezernenten wider.

Neue, kämpferischere Töne aus dem Unterbezirksvorstand, als man sie bisher gewohnt war? Die Zeit nach der Wahl am 11. April wird es zeigen.

Trackbacks

Waterbölles am : Gunther Brockmann kandidiert gegen Beate Wilding

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Der 2. Vorsitzende der Remscheider Wählergemeinschaft W.i.R., Gunther Brockmann, wird sich im kommenden Jahr um das Amt des Oberbürgermeisters dieser Stadt bewerben. Das gaben der Fraktionsvorsitzende Wieland Gühne und Fraktionsgeschäftsführer Roland Kirc

Kommentare

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Julian Kleuser, Kreisvorsitzender der Jungen Union am :

Mit Erschrecken haben wir zur Kenntnis genommen, dass Frau Wilding wieder als Oberbürgermeistern kandidieren möchte. Hier ist die Frage, ob das „möchte“ so freiwillig ist. Sie weiß selber, dass sie der Aufgabe nicht gerecht wird. Eine Bilanz ihrer Arbeit gibt es nicht, da nichts erreicht wurde! Planlos, konzeptlos und ideenlos steht sie an der Spitze der Stadt und hat keinen Zügel in der Hand!

Michael Dickel am :

Ähnliches Erschrecken habe ich bei der Äußerung von Stadtdirektor Müller empfunden, dass Herr Humpert OB Kandidat der CDU sein möchte. Offiziell ist ja bei beiden wohl noch nichts - hoffen wir also gemeinsam auf einen starken OB, der von beiden Volksparteien unterstützt wird.

Chronist am :

Nicht zuletzt mit Blick auf das zum Wahljahr 2009 mit Bundestags- und Kommunalwahl herrschte gedrückte Stimmung unter den knapp hundert SPD-Mitgliedern, die am Sonntag am Frühjahrsempfang der Remscheider SPD (Gastredner war Bundesverkehrsminister Wolfgang Tiefensee) teilnahmen. Der Grund: Schlechte Umfrageergebnisse ( Wählerzustimmung bei 29 Prozent). Deshalb forderten Teile der Remscheider Parteibasis, wie es heute in den regionalen Hörfunknachrichten des WDR hieß, mit der Linkspartei politisch zusammen zu arbeiten und sich wieder mehr den Arbeitnehmern zuzuwenden.

Chronist am :

Das war im März 2008. Jetzt, zwei Jahre später, stehen im SPD-Unterbezirks wieder Wahlen an. Der Unterbezirksparteitag findet am kommenden Samstag im Vaßbendersaal am Markt statt. Und wie es heißt, soll Sven Wiertz, Leiter des Büros der Oberbürgermeisterin,dann die Nachfolge von Lothar Krebs antreten. Landtagskandidat Sven Wolf werde als stellvertretender UB-Vorsitzender kandidieren.

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