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Herzliche Einladung in den Remscheider Frühlingswald

Pressemitteilung der Technische Betriebe Remscheid (Stadtforstamt)

Trotz der schwierigen Witterungsbedingungen der vergangenen Jahre und des schlechten Gesundheitszustandes vieler Baumarten lassen sich die erfolgreichen Waldpflegemaßnahmen vom vergangenen Winter insbesondere im Remscheider Frühlingswald, im Bereich Küppelstein, im Reinshagener Schimmelbusch in den Laubwäldern südlich der Von-Bodelschwingh-Siedlung sowie im Lüttringhauser Stadtwald bestaunen. Das frische Grün der Buchen, Ahorne und Eichen scheint förmlich zu explodieren, um das durch die Waldpflegemaßnahme Licht im Kronenraum gierig aufzunehmen.

In den vergangenen Jahren sind unter abgestorbenen Fichten viele Tausend junge Weißtannen, Rotbuchen, Traubeneichen und weitere Laubbaumarten gepflanzt worden, die künftig das Grundgerüst unseres Waldes bilden werden. Durch die natürliche Ansamung weiterer Baumarten, wie z.B. Birken, Weiden und Ebereschen wird dann ein klimastabiler Wald entstehen. Vorrangiges Ziel des bereits seit Jahrzehnten praktizierten ökologischen Waldumbaus in Remscheid ist es, nachhaltig vitale, vielfältig gemischte und strukturreiche Mischwälder zu erhalten und weiter zu entwickeln.

Nur so können die vielfachen Anforderungen an einen stabilen und wirtschaftlich genutzten Erholungswald dauerhaft erfüllt werden. Dies geschieht durch vorsichtige Öffnung des zuvor geschlossenen Kronendaches. Das bringt Licht in die Wälder um die eingeleitete natürliche Verjüngung des Waldes zu unterstützen. Davon können sich die Waldbesuchenden am besten gerade jetzt bei tollem Wetter im Remscheider Frühlingswald eindrucksvoll selbst überzeugen. Auf lange Sicht sollen mit dem gesellschaftlich geforderten und praktizierten ökologischen Waldumbau stufige naturnahe Waldbestände mit möglichst vielen unterschiedlichen Baumarten entwickelt werden, in denen Bäume allen Alters und Dimensionen vertreten sind.

Vor allem der dramatisch fortschreitende Klimawandel zwingt dazu, unsere Wälder auf die Folgen der Klimaveränderung vorzubereiten. Ungleichaltrigkeit und Mischung verschiedener Baumarten auf der Fläche erhöhen dabei die Stabilität des Waldes. Risiken für den Wald, z.B. durch Stürme, Schädlinge oder Trocknis können durch eine breitere Baumartenmischung und Altersstruktur verteilt und damit insgesamt verringert werden.

Die Bewirtschaftung des Remscheider Waldes erfolgt nach den Grundsätzen der natur- gemäßen Waldwirtschaft und ist bereits seit dem Jahre 2001 nach den allgemein anerkannten Prinzipien des PEFC zertifiziert. Die ökologisch ausgerichtete Waldpflege geschieht im Remscheider Wald planmäßig nach dem sog. Pflegeblockprinzip in einem Turnus von i.d.R. fünf Jahren – auch und gerade in den hiesigen Naturschutzgebieten. Dass die Pflege und Durchforstung von Waldbeständen auch in Naturschutzgebieten nicht nur seine Richtigkeit hat, sondern sogar explizit den Schutzzwecken dienen kann, belegen die dazu erlassenen Bewirtschaftungsgebote sowie diverse wissenschaftlich basierte Studien. Die Remscheider Wälder erbringen für uns vielfältige und lebenswichtige Ökosystemleistungen. Sie sind Luftfilter, Wasserspeicher, Boden- und Klimaschützer sowie Rückzugs- und Erholungsraum gerade in diesen herausfordernden Zeiten. Herzlich willkommen in Ihrem Remscheider Wald. (Weitere Informationen unter: Arbeitsgemeinschaft Naturgemäße Waldwirtschaft NRW, https://www.anw-deutschland.de; Programme for the Endorsement of Forest Certification Schemes, ttps://pefc.de, und https://www.tbr-info.de)

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