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Corona: Es besteht kein Grund dafür, sorglos zu sein

Einwohnerfrage in der gestrigen Ratssitzung: „In Remscheid gab es am 22. April 31.779 positiv getestete Remscheiderinnen und Remscheider. Damit sind zwischen 28,5 und 64 Prozent der Remscheider Einwohner mit dem Virus in Kontakt gekommen. 28,5 Prozent sind es unter Bezug auf die Einwohnerzahl, circa 64 Prozent unter Bezug auf die Haushalte. Geimpft sind circa 75 Prozent. Ist damit in Remscheid von einer sogenannten Herdenimmunität auszugehen)
Antwort von Sozialdezernent Thomas Neuhaus: „Diese Frage ist seriös nicht zu beantworten. Eine Herdenimmunität bedeutet, dass einzelne, nicht immune Individuen durch die Gemeinschaft („Herde“) vor einer Infektion geschützt werden. Das ist nicht der Fall. Grund: weder Impfung noch durchgemachte Infektion führen zu einer Immunität, die eine Erkrankung und somit Weiterverbreitung des Virus verhindert. Das Virus zirkuliert weiterhin in der Bevölkerung, der Immunschutz schwächt sich ab. Fazit: Keine Herdenimmunität!“

Frage: Können die Menschen und die Wirtschaft mit weniger Sorgen in die Zukunft blicken?
Thomas Neuhaus: „Es ist mit neuen Virusvarianten zu rechnen, die ggf. die erworbene Immunität unterwandern. Es gibt noch viele ungeimpfte Personen, auch im höheren Lebensalter, und eine Person, die nicht geimpft ist und nur von Geimpften umgeben ist, ist überhaupt nicht geschützt, weil die Geimpften nach wie vor Träger des Virus sein können. Fazit: Es besteht kein Grund dafür, sorglos zu sein!

Aber was die aktuelle Strategie bewirkt:

  • Geimpfte Personen erkranken seltener und nur leicht.
  • Geimpfte erkrankte Personen belasten nicht oder im weit geringerem Maße das Gesundheitssystem.
  • Geimpfte Personen übertragen das Virus weniger gut als ungeimpfte.
  • Fazit: Die Impfung bleibt wichtig, wenn wir keine „natürliche Selektion“ wollen und zudem das Gesundheitssystem die Krankheitsfälle bewältigen soll.

Frage: Die 7 Tage Inzidenz lag am 31. März in Remscheid bei 1.237, danach sank sie rapide und lag am 22. April bei 683,3. Auffallend ist, dass nach dem 2. April viele Verpflichtungen zum Test weggefallen sind (ÖPNV, etc.). Damit stellt sich die folgende Frage: In welcher Korrelation stehen die Inzidenz und Anzahl der Tests?
Thomas Neuhaus: „Die Anzahl der Bürgertestungen, die über das Landesportal gemeldet werden, entspricht näherungsweise den PCR-bestätigten amtlichen Neufällen, d.h. dass weniger positive Bürgertestungen vermeldet werden als PCR-bestätigte. Das liegt sicherlich daran, dass symptomatische Personen zum Teil direkt die PCR-Testung nutzen. Damit war und ist die Bürgertestung eine gute Orientierung bei der Entwicklung der Fallzahlen der Infizierten. Mit der Abnahme der Anzahl der Bürgertestungen (durch Wegfall von Coronaregelungen) ist erkennbar, dass offensichtlich weiterhin von der Bürgertestung Gebrauch gemacht wird, wenn Bürger*innen Symptome haben.

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