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DGB-Projekt: In Schulen über Gewerkschaften sprechen

Daniel Pilz, seit vergangenem Jahr Mitglied im Vorstand des DGB-Stadtverbandes Remscheid, stand gestern auf der Mai-Kundgebung auch am Rednerpult. Er betonte, wie wichtig es für die Gewerkschaften sei, junge Leute in die Gewerkschaftsarbeit einzubeziehen: „Gewerkschaften sind keine verstaubten Zusammenschlüsse von gestern, die in die Mottenkiste der Geschichte gehören, sondern sie gestalten die soziale und solidarische Welt von morgen. Und das wollen wir jetzt den jungen Menschen in unserer Stadt näher bringen. Wie wollen wir das angehen? Indem wir unser breites Netzwerk nutzen und den Schulen anbieten vorbeizukommen und mit Schülerinnen und Schülern über Gewerkschaften zu sprechen.“ Die Themen Gewerkschaften, Betriebsverfassungsgesetz, Geschichte der Arbeiterbewegung, Betriebsräte, Tarifverträge und Jugendvertretungen in den Betrieben kämen in den Schulen so gut wie nicht mehr vor, das wisse er aus eigener Erfahrung. Und das sei ihm sogar von Schülerinnen und Schülern von Berufsschulen in unserer Stadt bestätigt worden. „Es ist Zeit, diese Lücke zu füllen! Wie wichtig gewerkschaftliche Grundbildung ist und dass der Kerngedanke des kollektiven Streitens für mehr Gerechtigkeit und eine bessere Zukunft wieder verstärkt bei meiner jungen Generation ankommt, zeigt die Einstellung vieler junger Menschen zur aktuellen Arbeitswelt. Da fallen dann Sätze wie ‚den meisten geht es doch gut‘, oder ‚wenn es meinem Chef und dem Unternehmen gut geht, geht es mir damit doch automatisch auch gut‘.“ Aber wenn man dann nachfrage, was damit eigentlich genau gemeint sei würden meistens milliardenschwere Weltkonzerne wie Google oder Amazon genannt. Dass bei Amazon aber hinter den Kulissen Hungerlöhne gezahlt würden und bei Google ü Betriebsratsgründungen blockiert würden, um Mitbestimmung zu verhindern, , darüber spreche kaum jemand. Daniel Pilz: „Ich finde es absolut alarmierend, dass die Desinformationskampagnen solcher Unternehmen so eine Durchschlagskraft haben und so verbreitet sind, allerdings fängt das ja schon im Kleinen an! (…) Uns ist klar, dass unsere Schulinitiative nur ein erster Schritt sein kann, um jungen Menschen klar zu machen, wie wichtig Gewerkschaftsarbeit jetzt und in den kommenden Jahren sein wird. Es ist Zeit zu zeigen, dass wir gemeinsam zusammenstehen für eine bessere Zukunft, für bessere Arbeitsbedingungen und gerechte Löhne!“

Peter Lange, Vorsitzendes des DGB-Stadtverbandes des DGB Stadtverbandes Remscheid, betonte in seiner Rede das diesjährige Mai-Motto „Gemeinsam die Zukunft gestalten“. Er lud junge Arbeitnehmer:innen ein, sich in diesem Jahr an den Wahlen zu den Jugend- und Auszubildenden-Vertretungen in den Betrieben zu beteiligen, eventuell sogar selbst zu kandidieren: Über dieses „faszinierende und wichtige Instrument der betrieblichen Mitbestimmung“ könnten sie die Zukunft mitgestalten.

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