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Arbeitslosenquote sinkt im Bergischen weiter

Pressemitteilung der Agentur für Arbeit

Im Bergischen Städtedreieck ist die Arbeitslosenquote ebenso wie die Zahl der Arbeitslosen im Vergleich zum Vormonat und zum Vorjahr leicht gesunken. Gegenüber März 2022 haben sich mehr Menschen aus vorheriger Beschäftigung arbeitslos gemeldet, und es konnten weniger Personen eine Erwerbstätigkeit aufnehmen. Die Arbeitslosenquote liegt im Bergischen Städtedreieck aktuell bei 7,9 Prozent, im Vorjahr waren es noch 9,1 Prozent. Im  April waren 26.302 Menschen arbeitslos, 177 weniger als im Vormonat, 3.757 weniger als vor einem Jahr. Es Auch sind weniger Jugendliche arbeitslos gemeldet als im März und als vor einem Jahr. Auch bei den Langzeitarbeitslosen sind leichte Rückgänge im Vergleich zum Vormonat und zum Vorjahr zu verzeichnen. Allerdings hat sich die Entwicklung im SGBIII abgebremst und die Abnahme im SGBII bleibt verhalten rückläufig. Die Arbeitsmarktentwicklung wird nun weniger durch die Folgen der Pandemie beeinflusst, in Einzelfällen sind eher Materialengpässe, wirtschaftliche Sanktionen bzw. steigende Energiekosten ursächlich für zurückgehende Beschäftigungsbereitschaft.

Martin Klebe, Chef der örtlichen Arbeitsagentur, skizziert die aktuelle Situation des Arbeitsmarktes im Bergischen Städtedreieck: „Die Arbeitslosigkeit entwickelt sich in den drei Städten uneinheitlich. Während sie in Remscheid und Solingen gegenüber März weiter zurückgegangen ist, sehen wir in Wuppertal einen Anstieg. Hier wirken sich bereits seit Langem bekannte Freisetzungen einzelner Unternehmen aus. Bisher gibt es im Bergischen Städtedreieck aber nur vereinzelte Anzeigen zur Kurzarbeit und Hinweise auf nicht verlängerte Arbeitsverträge, weil etwa Lieferketten unterbrochen sind.“

„Fachkräfte werden von den Unternehmen händeringend gesucht. Für Menschen ohne Berufsabschluss ist es oft schwer und langwierig, wieder eine Stelle zu finden. Andererseits sind Fachkräfte meistens nur sehr kurz arbeitslos. Eine abgeschlossene Berufsausbildung ist der beste Schutz vor Arbeitslosigkeit. Sowohl für die Unternehmen als auch für die Beschäftigten ist die berufliche Weiterbildung der Schlüssel zur Zukunft. Qualifizierung ist dementsprechend eines unserer TOP-Themen und steht laufend im Zentrum unserer Beratungen für Arbeitssuchende, Beschäftigte und Arbeitgeber“, betont der Agenturchef.

Der Ausbildungsmarkt liegt weiter unter Vorjahresstand. 1.590 Ausbildungsstellen sind noch offen, 1.460 Jugendliche suchen noch eine Ausbildung. Die Zahl der Bewerberinnen und Bewerber bleibt weiterhin hinter den Vorjahresstand zurück – ebenso wie die Zahl der gemeldeten Ausbildungsstellen. Die Entwicklungen in den einzelnen Städten sind dabei sehr unterschiedlich. Im Vergleich zum April des Vorjahres ist die Zahl der Ausbildungssuchenden in Wuppertal höher, in Remscheid und Solingen dagegen deutlich geringer. Insgesamt hat sich der Abstand zum Vorjahresniveau seit Jahresbeginn bereits halbiert. Die Bewerberseite holt also auf.

Bei den gemeldeten Ausbildungsstellen ist es andersherum. In Wuppertal konnte der Abstand noch nicht wesentlich verringert werden; aktuell sind 250 Stellen weniger als im Vorjahr gemeldet. In Solingen und insbesondere in Remscheid liegt die Stellenentwicklung über dem Vorjahresniveau. „Die aktuellen Zahlen der gemeldeten Berufsausbildungsstellen und der gemeldeten Bewerberinnen und Bewerber liegen noch unter dem Niveau des Vorjahres, aber der Ausbildungsmarkt holt im April auf. Vor allem durch die kontinuierliche Präsenz unserer Berufsberaterinnen und Berufsberater an den Schulen ist es uns gelungen, weitere Bewerberinnen und Bewerber zu gewinnen. Gemeinsam mit den Schulen und unseren Partnern werden wir diese Bemühungen selbstverständlich fortsetzen! Dabei wollen wir uns besonders um die Schulabgänger kümmern, die bis jetzt noch keine Anschlussperspektive haben. Eines ist klar - die Chancen auf einen Ausbildungsplatz sind so gut wie seit vielen Jahren nicht mehr,“ appelliert Martin Klebe, Chef der Agentur für Arbeit Solingen- Wuppertal an die Jugendlichen und ihre Eltern, die vielfältigen Möglichkeiten zu nutzen.

Eine wesentliche Ursache für die bisherige Entwicklung ist die durch die Pandemie stark beeinträchtigte Berufsorientierung. Leider konnten während der Pandemie viele Praktika nicht stattfinden. Damit wird noch einmal deutlich, wie wichtig es für die jungen Menschen ist, ihre Interessen auch einmal praktisch erproben zu können. Auch mit Blick auf die folgenden Ausbildungsjahre läuft bis zum 8. August 2022 die landesweite Initiative des Ausbildungskonsens ‚Praktikum jetzt!‘. Jugendliche haben durch diese Initiative außer der Reihe die Möglichkeit, die Welt der Berufe live - und damit auch die Karrieremöglichkeiten und Lebensperspektiven - kennen zu lernen, die sich auf einer Ausbildung errichten lassen. An die Unternehmen gerichtet unterstreicht Martin Klebe: „Selbstverständlich vermitteln wir auch über Stadtgrenzen hinweg, um möglichst vielen Betrieben Ausbildungsplatzsuchende vorschlagen zu können!“

Bis April 2022 sind im Agenturbezirk Solingen-Wuppertal insgesamt 2.657 Berufsausbildungsstellen gemeldet worden. Dem gegenüber stehen 2.997 Bewerber und Bewerberinnen, die sich im Laufe des Berichtsjahres bei den Agenturen für Arbeit vor Ort gemeldet haben. Auf eine/n Bewerber/in kommen damit 0,9 Ausbildungsplätze. Zurzeit sind noch 1.463 junge Frauen und Männer auf der Suche nach einer Ausbildungsstelle. Gleichzeitig sind noch 1.588 Ausbildungsplätze unbesetzt. Somit kommen auf jede/n unversorgten Bewerber/in 1,2 unbesetzte Berufsausbildungsstellen. Im Vergleich zum Vorjahr ist die Anzahl von Bewerber/innen um 1,4 Prozent gesunken. Im gleichen Zeitraum ist die Zahl der Ausbildungsstellen um 4,6 Prozent gesunken.

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