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Baumarten sind gefragt, die Hitze und Trockenheit aushalten

Der Forstverband Remscheid informierte am vergangenen Freitag im Autobahnhotel Waldbesitzer, Forstbedienstete, Naturschützer und Jäger über Chancen und Risiken für den Remscheider Wald durch die anstehende Wiederbewaldung (nach dem Orkan Kyrill) und den drohenden Klimawandel. Der Forstverband vertritt seit seiner Gründung 1947 die Interessen und Belange von etwa 700 Waldbesitzern mit einer Gesamtfläche von ca. 1.250 Hektar Wald, das sind etwa fünfzig Prozent des Waldbestandes in Remscheid. Betreut wird der Verband vom Stadtforstamt und seinem Leiter Markus Wolff. Er hatte zur Tagung drei Experten eingeladen: Forstdirektor Dr. Norbert Asche, Sachgebietsleiter Standorterkundung, Landesbetrieb Wald und Holz NRW, referierte über „Wiederbewaldungstrategien, Baumartenwahl und Klimawandel“, Oberforstrat Kay Boenig, Leiter des Schwerpunktbereichs Waldplanung, Regionalforstamt Bergisches Land, Landesbetrieb Wald und Holz NRW, stellte Fördermöglichkeiten für forstliche Maßnahmen nach dem Orkan Kyrill vor, und Forstdirektor Uwe Schölmerich, Leiter des Regionalforstamt Rhein-Sieg-Erft, Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft Naturgemäße Waldwirtschaft e.V. NRW, sprach über „erfolgreiche Wiederbewaldung: Naturverjüngung durch effektive Bejagung nutzen“.

Empfehlungen zur Wiederbewaldung der Orkanflächen in finden sich auch auf einer Internetseite der „Arbeitsgemeinschaft naturgemäße Waldwirtschaft“, die seit 1950 besteht. Ein Zusammenschluss von Forstleuten, Waldbesitzern, Wissenschaftlern und Waldinteressierten, die eine naturgemäße Waldpflege anstreben und folglich Kahlschläge ablehnen (was Markus Wolff darunter versteht, hatte er bereits im Mai vergangenen Jahres im orkangeschädigten Wald bei Küppelstein erläutert). Als zurzeit größten Risikofaktor für die Planung einer Wiederbewaldung betrachtet die AG den prognostizierten Klimawandel. Dadurch rücken Trockenheits- und hitzetolerante Baumarten ins Blickfeld der Waldbesitzer. Dazu zählen Birke, Vogelbeere, Aspe, Erle, Lärche, Kiefer, und Schwarzkiefer. Hinzu kommen wärmeliebende Arten bzw. solche, die auf warmtrockene Standorte spezialisiert sind (Sorbus-Arten, Traubeneiche, Hainbuche, Winterlinde, Robinie, Roteiche, Esskastanie, Walnuss- und Ahornarten). Die Fachleute aus der Forstwirtschaft gehen davon aus, dass sich auf vielen Sturmwurfflächen innerhalb der nächsten drei bis fünf Jahre auch ohne menschliches Einwirken eine natürliche Wiederbewaldung mit standortgerechten und wirtschaftlich verwertbaren Baumarten einstellen wird. Im Übrigen empfehlen sie für den Fall einer gezielten Wiederaufforstung von Kyrill-Schadflächen eine hälftige Mischung aus Laub- und Nadelholz. Die am besten geeigneten Nadelhölzer seien Douglasie, Lärche, Küstentanne, Weißtanne und Schwarzkiefer.

Das nordrhein-westfälische Landesforstgesetz verpflichtet Waldbesitzer, Kahlflächen innerhalb von zwei Jahren wieder aufzuforsten. Das gilt streng genommen auch für die durch den Orkan Kyrill entstandenen Sturmflächen, schätzungsweise 31.000 Hektar im Land. Der Landesbetrieb Wald und Holz Nordrhein-Westfalen hat die Frist jetzt bis 2011 verlängert.

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