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Ergebnis der Landtagswahl im Wahlbezirk RS/Oberberg

Grafikern von Internetseite der Stadt Remscheid

Gewählt wurde Jens Peter Nettekoven (CDU).

Die Ergebnisse aus den Remscheider Stimmbezirken.

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Kommentare

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Jusos Remscheid am :

Die Wahlbeteiligung war mit 56% Landesweit sehr niedrig und in Remscheid mit 50,3% wieder einmal deutlich unter dem Durchschnitt. In den Augen der Jusos dürfen Demokratinnen und Demokraten das nicht einfach akzeptieren und müssen jetzt gemeinsam was dagegen tun. Woran liegt es? An Politikverdrossenheit? An der aktuell angespannten Weltlage oder an andere Problemen im Inland, die die Menschen beschäftigen? Genau kann das aktuell niemand sagen. Insgesamt ist die Wahlbeteiligung im Vergleich zu 2017 mit 65% ganze Neun Prozentpunkte gesunken, schon damals war man damit nicht zufrieden. In Remscheid haben zudem ein drittes Mal in Folge nach der Kommunalwahl 2020, der Bundestagswahl 2021 jetzt auch bei der Landtagswahl unterdurchschnittlich wenige Menschen ihr Wahlprivileg genutzt, um mitzubestimmen. Das bereitet den Jusos Remscheid große Sorgen. In Remscheid hat das mit Sicherheit viele Gründe. Wichtig ist es in den Augen der Jusos jetzt dagegen anzugehen. Vor allem die junge Generation fällt dabei in den Fokus. Diese ist nicht allein für die niedrige Wahlbeteiligung verantwortlich, kann aber in Zukunft dafür sorgen, solche Beteiligungszahlen zu verhindern. „Deshalb ist es uns jetzt wichtig auf alle anderen demokratischen Jugendorganisationen zuzugehen und zu überlegen, wie wir gemeinsam unsere Demokratie stärken können, das werden wir Jusos Remscheid jetzt tun, um das Thema auf der Tagesordnung zu halten“ so der Juso Vorsitzende Daniel Pilz. Insbesondere die Schulen müssen in den Fokus der Diskussion gerückt werden. „Die Schule ist der Ort, an dem junge Menschen meiner Generation lernen, dass Demokratie der Grundpfeiler unserer freien Gesellschaft ist. Junge Menschen müssen die Schule als Demokraten verlassen.“, so der Juso-Vorsitzende weiter. Vor allem die kurz vor der Landtagswahl auch an Remscheider Schulen durchgeführte Juniorwahl kann ein gutes Mittel sein, um schon Schülerinnen und Schülern zu zeigen, wie wichtig es für eine Demokratie ist, zur Wahl zu gehen und wie wertvoll jede einzelne Stimme sein kann. Die Juniorwahl wird bundesweit parallel zu Bundestags- und Landtagswahlen durchgeführt und wurde bei der NRW-Landtagswahl vom Landtag und der Landeszentrale für politische Bildung unterstützt. Solche Projekte sind besonders wichtig, um die jungen und zukünftigen Wähler*Innen am politischen Geschehen zu beteiligen und ihnen den Wahlprozess näher zu bringen. In Remscheid gab es dazu leider nur für die wenigsten Schüler*Innen die Möglichkeit. Von insgesamt 15 weiterführenden Schulen in Remscheid, haben nur zwei, EMMA und GBG, an dem Projekt teilgenommen. Mit dabei waren mit Iman Boumlal (EMMA) und Alegra Luna Moreno-Benito (GBG) auch zwei Juso-Schülerinnen. Beide haben positive Erfahrungen mit der Juniorwahl an ihrer Schule gemacht. „ Die Schüler*innen waren alle sehr interessiert, die Landtagswahl war plötzlich Gesprächsthema“, so Alegra Luna Moreno-Benito, die die Durchführung der Juniorwahl am GBG sogar als Wahlhelferin unterstützen konnte. Iman Boumlal hat allerdings auch ein paar Kritikpunkte in Bezug auf die Durchführung an ihrer Schule: „Welche Parteien stehen für welche Inhalte? Warum muss ich zwei Stimmen abgeben?” Oder schlichtweg Was ist die Juniorwahl und warum machen wir das? Dass diese Frage aufkam, hat vor allem damit zu tun, dass die Wahl im Unterricht nicht wirklich thematisiert wurde.“, kritisiert Iman Boumlal vom Emma-Herwegh Gymnasium. In den Augen der Jusos Remscheid ist es wichtig, mit Blick auf die niedrige Wahlbeteiligung bei der echten Landtagswahl, dieses Prinzip der Juniorwahl jetzt auszuweiten und zu optimieren. Aktuell haben das vor allem die Sowi-Kurse an den Schulen selbst organisiert, vielleicht können da in Zukunft ehrenamtliche Wahlhelfer*innen der politischen Jugendorganisationen in Remscheid mit unterstützen. „Wir wünschen uns, dass mit der Juniorwahl Demokratie zum Kernthema in den Schulen wird. Ziel muss es sein, dass so etwas an allen Schulen in unserer Stadt durchgeführt wird. Wir Jusos stehen bereit mit allen anderen demokratischen Jugendorganisationen ein solches Projekt auch tatkräftig organisatorisch oder als Wahlhelfer*innen zu unterstützen, um auch Lehrer*innen vor Ort zu entlasten“, so Daniel Pilz.

Alexander Lampe, Vorsitzender der Remscheider der Mittelstands- und Wirtschaftsv am :

Mit Blick auf die vergangene Landtagswahl in NRW gratuliert die MIT Remscheid mit Freude dem amtierenden und hoffentlich auch künftigen Ministerpräsidenten, Hendrik Wüst, und natürlich dem direkt in den Düsseldorfer Landtag gewählten aktuellen und künftigen MdL Jens Nettekoven von Herzen. Mit Blick auf die erschreckend schwache Wahlbeteiligung kommt mir spontan folgendes Zitat von Heinrich Heine in den Sinn: „Denk ich an Deutschland in der Nacht, dann bin ich um den Schlaf gebracht“. Eine Wahlbeteiligung von lediglich 55,5 Prozent, in Remscheid sogar noch geringer, muss Alarmzeichen für uns alle sein. Denn sie reiht sich ein in eine seit Jahren steigende Entwicklung rückläufigem Verantwortungsbewusstsein auf unterschiedlichsten Ebenen und in unterschiedlichsten Bereichen unserer Gesellschaft. Hierunter fallen sogenannte „no shows“ in Restaurants und anderen Dienstleistungsunternehmen, trotz Terminreservierungen und Terminbestätigungen durch Gäste und Kunden. Das finden wir in allen Altersgruppen, von Bewerberinnen und Bewerbern auf einen Praktikums- oder Ausbildungsplatz, bei Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern in gleichem Sinne bis hin zum unentschuldigten Nichterscheinen zum Ausbildungs- oder Arbeitsbeginn. Das erleben wir auch auf Unternehmensebene nach Verhandlungen oder Vereinbarungen sich eben nicht mehr an Absprachen oder Verträge halten zu müssen, weil andere Optionen auf einmal besser erscheinen. Ganz im Sinne der Wegwisch-Kultur bekannter Dating-Apps und einer Meinungsbildung aufgrund einzelner Meinungsfetzen verallgemeinert und aus dem Zusammenhang gerissen. So auch gerne genommen das Zitat des Altkanzlers Konrad Adenauer: „Was kümmert mich mein Geschwätz von gestern“ eben ohne, dass dieses belegt ist und ohne, dass der zweite und wichtige Satz „Es kann mich doch niemand daran hindern, jeden Tag klüger zu werden.“ ergänzt wird. Es kann auch nicht alles mit einer „Politikverdrossenheit“ erklärt werden und dass die da oben einem nicht mehr zuhören. Die unzähligen Wahlhelfer/innen und Wahlkämpfer/innen hätten in den vergangenen Wochen sicher sehr gerne den von ihnen angebotenen Dialog und Austausch an den Wahlkampfständen aktiv geführt – egal bei welcher demokratischen Partei. Wenn wir das Grundrecht auf freie Meinungsäußerung nahezu bis zur gefühlten Unerträglichkeit bei uns in Deutschland respektieren wollen und müssen, dann ist es für mich nicht nachvollziehbar, wenn das demokratisch höchste Gut einer ehrlichen, geheimen und transparenten WAHL von fast der Hälfte der Wahlberechtigten mit Füßen getreten wird. Die Welt, NRW und auch das Bergische Land stehen vor enormen und noch nie dagewesenen Herausforderungen. Krieg in Europa, Energie-, Wachstums- und Klimakrise, der sich zuspitzende Kampf zweier unterschiedlicher Gesellschaftssysteme Demokratie vs. Diktatur und noch viele Punkte mehr müssten aufrütteln, Mitgestaltungswille und die Übernahme von Eigenverantwortung eigentlich fördern. Das Gegenteil ist der Fall und das stimmt mich mit Blick auf die Zukunft unserer nachfolgenden Generationen traurig und auch sorgenvoll.

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