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Der Beweis: Interkommunale Zusammenarbeit ist machbar

Der Beweis: Interkommunale Zusammenarbeit ist machbar. Fotos: Arno Nym

Alle Beteiligten sind überzeugt: Das wird die Unkenrufe der Skeptiker im Bergischen Umland verstummen lassen, wonach angeblich die Zusammenarbeit mit anderen Städten nicht mit der nötigen Ernsthaftigkeit vorangetrieben wird. Ausgerechnet Remscheid, die kleinste Großstadt in NRW, verwirklicht ein gemeinsames Projekt mit Berlin, Bundeshauptstadt und mit ca. 3,4 Millionen Einwohnern größte Metropole Deutschlands. Bei der Suche nach einer geeigneten Partnerstadt für eine neue, außerhalb Berlins geplante Gedenkstätte zur Erinnerung an die Berliner Mauer wurden die Hauptstädter ausgerechnet im Bergischen Remscheid fündig. Hintergrund des ehrgeizigen Projektes ist es, das Gedenken an die Mauer, die Ost- und Westberlin von 1961 bis 1989 voneinander trennte, auch außerhalb der Bundeshauptstadt zu fördern und im Bewusstsein der Menschen zu verankern.

Der Leiter des Berliner Projektbüros, Hermann K. Pohl, nach eigenem Bekunden früher selbst einige Jahre in Remscheid tätig, zeigt sich begeistert von den örtlichen Gegebenheiten: „Wir haben an der Trasse des Werkzeugs ein geradezu ideales Terrain gefunden. Es liegt in unmittelbarer Nähe der neuen Fußgängerampel an der Bundesstraße B 229 in Höhe des ehemaligen Bahnhofs Vieringhausen.“ Die dort verlaufende mehrere Meter hohe Stützmauer verschaffe dem Betrachter einen originalgetreuen Eindruck des ehemals unüberwindlichen sogenannten „antifaschistischen Schutzwalls“. Die mutige Architektur sei im Prinzip einmalig. „Damit konnte sich Remscheid gegenüber allen anderen Mitbewerbern aus dem gesamten Bundesgebiet durchsetzten“, freut sich Pohl. 

Auf den Fotos sind die ersten Anlagen zu erkennen, die in den vergangenen Tagen errichtet wurden: drei den örtlichen Gegebenheiten angepasste Hinweis- und Warntafeln. Remscheids Stadtoberhaupt, Oberbürgermeisterin Beate Wilding, und der Regierende Bürgermeister von Berlin, Klaus Wowereit, werden die Gedenkstätte am heutigen 1. April um 11 Uhr in einer kleinen Feistunde der Öffentlichkeit übergeben. Hierzu sind ausdrücklich alle Remscheiderinnen und Remscheider herzlich eingeladen. „Und das ist gut so!“ betont Klaus Wowereit in der von beiden Städten herausgegebenen gemeinsamen Presseerklärung.

Als nächster Schritt ist die Umdekorierung von „Winnis Brutzelbude“ vorgesehen, die in unmittelbarer Nähe der „Remscheider Mauer“ gelegen ist. Sie soll künftig im Outfit des weltbekannten Wachhäuschens am ehemaligen Berliner Checkpoint Charlie erstrahlen. Die hierfür erforderlichen Sandsäcke sollen übrigens mit dem Erdaushub gefüllt werden, der bei der Erstellung des neuen Hauptbahnhofs anfällt. „Das ist sind realisierte Synergien“, freut sich hierüber Remscheids Stadtplaner Hans-Gerd Sonnenallee.

Begeisterung für das interkommunale Gemeinschaftsprojekt scheint sich parteiübergreifend in allen Remscheider Stadtteilen breitzumachen. Der Lüttringhauser Heimatbund und der Lenneper Verkehrsverein sollen angeblich bereits die Möglichkeiten geprüft haben, an der Grenze zwischen den beiden Stadtteilen ein ähnliches Projekt zu verwirklichen. Aber dies, so die beiden Vorsitzenden Peter Maar und Klaus Kreutzer, seien nur Gerüchte. Niemand habe die Absicht, eine Mauer zu errichten.

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Kommentare

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Peter Maar am :

Leider ist der Waterbölles ausnahmsweise nicht über den aktuellen Stand informiert. Heimatbund Lüttringhausen und Verkehrsverein Lennep haben heute Nacht um 0.00 Uhr damit begonnen, die gemeinsamen Grenzen nach Remscheid hermetisch abzuriegeln. Damit wird die noch gestern gegenüber Oberbürgermeisterin Wilding gegeben Zusage "Niemand hat die Absicht, eine Mauer zu bauen" gebrochen. Zunächst sind nur Fußgänger und Radfahrer betroffen, für die an der Tackermühle der erste Kontrollpunkt bereits eingerichtet wurde. Autofahrer aus Alt-Remscheid können ab sofort beim Verkehrsverein Lennep und beim Heimatbund rote Passierscheine beantragen (Jahresgebühr 50 Euro), die sichtbar bei der Einreise nach Lennep oder Lüttringhausen an der Frontscheibe angebracht sein müssen. Alle übrigen Bürgerinnen und Bürger aus dem Bereich der EU haben weiterhin freien Zutritt. "Nach fast 80 Jahren Gängelei durch die Remscheider sind wir es leid", so übereinstimmend Klaus Kreutzer vom Verkehrsverein und Peter Maar vom Heimatbund. "Wir gehen davon aus, dass wir in Kürze durch die Bezirksregierung als eigenständige Stadtgemeinden anerkannt werden und die Zeit als sogenannte Stadtbezirke endlich ein Ende hat", so die beiden Vereinsvorsitzenden, die gute Chancen haben, seit 1929 wieder die ersten Bürgermeister ihrer Städte zu werden. Traurige Zeiten brechen für Remscheid an, welches dadurch mit seinen 600 Millionen Euro Schulden alleine gelassen wird. "1929 haben die sich auf unsere Kosten saniert. Jetzt sollen sie sehen, wie sie zurecht kommen", so Maar und Kreutzer ziemlich herzlos.

Michael Dickel am :

Das sieht den beiden Herren wieder ähnlich. Haben die immer noch nicht begriffen, dass die Eingemeindung am 1.April 1929 nur ein Aprilscherz war. Immer diese einfachen Menschen aus den ländlichen Gebieten im Osten unserer Stadt.... Aber im Ernst. Wir (Remscheider) verhandeln gerade mit Wuppertal über den Verkauf von Lüttringhausen für eben diese 600 Millionen Euro. Bisher möchte die Wuppertaler Stadtspitze aber partout den Heimatbund nicht mit übernehmen. Mal sehen - vielleicht gefällt denen aber die Idee mit den roten Passierscheinen so gut, weil auch Wuppertal ja jede Einnahme gebrauchen kann. Geplant war sowieso ein Parkraummanagment für Lüttringhausen, welches großflächig als Parkzone für das neue Gewerbegebiet Scharpenacker ausgewiesen werden soll. Das Thema Lennep erledigt sich für Remscheid jedoch auf ganz andere Weise. Hier wird mit amerikanischen Heuschrecken, Verzeihung Investoren über die Namensrechte verhandelt. Man denkt zur Zeit über X-Town nach und plant Lennep, bzw. X-Town in eine Erlebnisgastronomie mit Drive-In Schalter an der A1 umzubauen. Think big.

Chronist am :

April, April! (Nur der Ordnung halber)

Manfred Reiff am :

Lieber Herr Maar, wo kann ich mich einschreiben, um beim Aufbau der Mauer mitzuhelfen??? Gibt es für Lenneper und Lüttringhauser, die wir im "Ausland" (Alt-)Remscheid arbeiten, eventuell Eingliederungshilfen, wenn wir Arbeitsmöglichkeiten im "Inland" haben wollen??? Zum Beispiel im Lüttringhauser Rathaus!? Vielleicht sollten wir Frau Wilding noch als TV-Aushängeschild für die neue Stadt (wie immer sie heißen möge) vermarkten. Der RGA hat gestern ja schon einige amüsante Ideen für (noch ?) Gesamt-Remscheid entwickelt ... Um die heimische Wirtschaft anzukurbeln gibt's dann noch das "Village", um dessen Realisierung (vielleicht ein Aprilscherz der Vorjahre ???) es sehr, sehr ruhig geworden ist. Schön, dass man bei allem (manchmal übertriebenen) Ernst und dem vielen Negativen in dieser Stadt (aber auch anderswo) an einem solchen Tag mal seiner Fantasie freien Lauf lassen kann. Was wäre wenn ... Besser tät's Lüttringhausen und Lennep sicherlich ...

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