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Zur Diskussion gestellt: Spaziergänge in Stakelhusen (3)

Eingangshalle Sona. Der Mann aus dem Vertrieb stellt uns vor: Das sind Bekannt von mir. Ja, wir suchen das Stadtviertel Stachelhausen. Auweia; ich komme aus Wuppertal. (…) Also, ich kenne wenige, die Stachelhausen wirklich benennen können. Bei Vieringhausen oder Honsberg ist es einfacher. Meinen Sie denn, dass das Viertel wirklich existiert? Also, es ist ne Bushaltestelle und ne Straße, die so heißt, weil Stachelhausen auf Remscheider Platt Stakelhusen ausgesprochen wird. Sprechen Sie Remscheider Platt? Ich versteh es noch einigermaßen, aber mein Vater spricht es noch. Ich kann noch „Krüenselstrüekelschen“ sagen. Das ist ein Stachelbeerstrauch. Kommt Stachelhauser Straße von Stachelbeeren? Keine Ahnung, es gibt vom Bergischen Geschichtsverein den „Bergischen Sprachschatz“, da stehen so Sachen drin. Ist aber schwierig zu kriegen. Haben Sie zufällig vom Städtebauprozess gehört? Ich weiß, dass hier vor Jahren mal so Bürgerbeteiligungssachen liefen, wie nennt sich das noch, wo dann ein paar Bürger sich hinsetzen, ja... Ideenwerkstatt. Mitgemacht? Ne, ich hab nur darauf aufgepasst, dass die Leute nicht ins Werk laufen. Das wurde hier gemacht, sogar in den Räumlichkeiten, da war Thyssen Krupp froh, dass sie mal das leere Gebäude kurzzeitig vermietet hatten.

Da ging es damals um den Stadtumbau Süd und da war Stachelhausen am Rande mit dabei. Aber was daraus geworden ist, weiß ich nicht. Stachelhausen nimmt man nie so als Stadtteil wahr. Der ist so dazwischen. Wenn ich mir den so vorstelle, dann ist er so zwischen Alexanderstraße und die Freiheitstraße gequetscht. Alexanderstraße, ist das schon Honsberg? Für mich ist die Grenze zu Honsberg die Bahnlinie, nicht die Trasse, die aktive Bahnlinie, das wäre für mich die Trennung. Das ist vor 150 Jahren technisch dahin gebaut worden. Da ist auch tatsächlich die Bebauung getrennt. Ich würde das als Trennlinie nehmen. Gibt es denn hier wirklich einen Tag der Offenen Tür? Es gibt teilweise sehr alte Maschinen hier, die arbeiten noch. Ist eigentlich eine Perle von Remscheid. Ist ja auch außerhalb von Remscheid gelegen. Die haben das hier gebaut, weil hier Platz war und weil hier die neue Bahnlinie langlief. Der Stadtkern war ja oben. Wir hatten früher auch Schlüssel von der anderen Werkseite. Und da stand drauf: Eingang Stachelhausen. Das heißt also, ein Teil des Werkes gehörte zu Stachelhausen. Und die Straße markierte eine Grenze und lief hier durch.

(aus „Spurensicherung in Stakelhusen“, herausgegeben vom Caritasverband Remscheid e.V. im August 2019, 94 Seiten, Auflage: 500. Redaktion: Roland Brus, Ursula Lauterjung und Martina Richard. Nachdruck mit freundlicher Genehmigung der Caritas.)

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