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Eingabe zum Pflebedarf von Wanderwegen

Wer als Wanderer / Wanderin in der Natur unterwegs ist, solle sich auf Wegeausschilderungen (Remscheider Rundweg oder Erlebniswege) verlassen können. Und er/sie sollte wissen, wo mit Radverkehr zu rechnen ist und ob der Weg barrierefrei ist, z.B. für  Rollstuhl oder Kinderwagen geeignet. Und Mountainbike-Fahrer/innen sollten erfahren können, ob die gewählte  Wegstrecke überhaupt von Mountainbikes befahren werden kann. So eine Eingabe an die Beschwerdekommission des Rates der Stadt zur notwendigen Pflege der offiziellen Wander- und Erlebniswege in Remscheid, mit der sich der Hauptausschuss in seiner Sitzung am 9. Juni befassen wird. Dazu hat die Stadtverwaltung schriftlich Stellung genommen. Zitat:

„Die Wegekennzeichnung der Wanderwege wurde von der Stadt Remscheid vertraglich an den Sauerländischen Gebirgsverein (SGV) übertragen. Wenn es in der aktuellen Beschilderung Unklarheiten gibt oder die Wegeausweitung nicht mehr lesbar ist, sollten diese Hinweise konkretisiert werden. Die Hinweise und Beschwerden werden dann von der Stadt Remscheid an den Sauerländischen Gebirgsverein mit der Bitte um Verbesserung weitergegeben. (…) Hinweis auf unklare Beschilderungen liegen den Technischen Betriebe Remscheid nicht vor. (…) Die Entwicklung von Projekten zur Förderung des Tourismus ist Aufgabe der Bergische Struktur- und Wirtschaftsförderungsgesellschaft mbH (BSW).“

Von ging zur Sitzung des Hauptausschusses die folgende Stellungnahme ein: „Selbstverständlich sehen wir die Notwendigkeit einer analogen ‚Grundausstattung‘ (Schilder, Kartenmaterial). Da nahezu jeder heute mit einem Smartphone ausgestattet ist, stellt sich u. E. aber die Notwendigkeit von zusätzlichen umfänglichen Informationen, wie in der Anfrage benannt. Diese können bereits jetzt online über ein Smartphone abgerufen werden, sofern die Wander- und Radwege als „Routes of interest“ (ROI) in einem der verbreiteten Tourenplaner (Komoot, outdooraktive) verzeichnet sind. Darüber hinaus böte die Remscheid-App entsprechende Abrufmöglichkeiten, sofern die örtlichen Rad- und Wanderwege datenbankbasiert dort eingepflegt werden. So könnten neben den Beschreibungen der Streckenführung, einem Mapping (inkl. Ortung und Anzeige des Wegeverlaufs – „ob der Weg rechts oder links herum führt“), Sehenswürdigkeiten und Gastronomie (inkl. Beschreibungen, Kontaktdaten, Öffnungszeiten usw.) am Wegesrand (Points of interest – POI), Wegbeschaffenheit (z.B. geeignet für Kinderwagen, barrierefreie Angebote für verschiedene Beeinträchtigungen), Nutzung durch unterschiedliche Zielgruppen (Wanderer, Radfahrer usw.) und viele weitere Informationen mehr, hinterlegt werden.

Durch die Bereitstellung von GPX-Daten zum vorherigen Download auf das Smartphone, wären die Beschreibungen der ROI und POI darüber hinaus auch abrufbar, wenn keine Internetverbindung bestehen würde. Letztendlich würde diese Vorgehensweise eine zeit- und kostenintensive Wegebeschilderung (nahezu) komplett überflüssig machen, ggf. wäre eine Installation von QR-Codes anstelle der Schilder sinnvoll. Die o.a. kommerziell angebotenen Apps, wie von Komoot oder Outdooractive, machen dies vor. (…)

Für Menschen mit Beeinträchtigungen ist es überaus wichtig, dass die Informationen zur Eignung des Weges bezogen auf die individuellen Einschränkungen bereits vor Antritt der Reise bekannt sind, um dann entsprechend einschätzen zu können, ob sich die Strecke individuelle eignet oder nicht. Dabei sind die Anforderungen an die Strecken unterschiedlich zu bewerten, da z.B. Menschen, die blind sind andere Hilfsmittel/Unterstützung benötigen, als Menschen die im Rollstuhl sitzen, hörgeschädigt oder kognitiv eingeschränkt sind. Darüber informieren sich die Betroffene nach unserem Kenntnisstand tatsächlich in der Regel vor Reiseantritt bzw. wenn sie eine entsprechende Freizeitaktivität planen. Das bei Menschen mit Beeinträchtigungen bekannte bundesweite Portal „Reisen für alle“, trägt diesem Informationserfordernis Rechnung, in dem es für die unterschiedlichen Einschränkungen detaillierte Informationen gibt. (…)"

Die Verwaltung abschließend: „Seit Juli 2021 verfügt die Stadt Remscheid über eine eigene App, welche im Rahmen einer Entwicklungspartnerschaft mit anderen Städte auf Basis einer Open-Source-Lösung entwickelt wurde. Diese App ist eine geeignete Grundlage, um künftig im Sinne der Eingabe sowie den Ausführungen der BSW in einem zeitgemäßen digitalen Format über Rad- und Wanderwege in unserer Stadt zu informieren. Gespräche zur Umsetzung dieser Weiterentwicklung der Stadt Remscheid – App werden geführt, ein konkreter Zeitpunkt für die Integration der Funktion kann aktuell noch nicht benannt werden.“

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Chronist am :

Einstimmig nahm der Hauptausschuss heute die Sellungnahme der Verwaltung zur Kenntnis.

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