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Wasser aus Zisterne soll den Stadtparkteich retten

Die Kosten der Sanierung und Erweiterung des Stadtparkteichs beziffert die Stadtverwaltung in einer Mitteilungsvorlage an die Bezirksvertretung Alt-Remscheid (14. Juni) und den Rat der Stadt (20. Juni) mit 1.121.575 Euro. Für die Sanierung des Stadtparkteiches stehen im Investitionsprogramm 466.800 Euro zur Verfügung – verteilt auf die Jahre 2023 und 2024. Die veranschlagten 665.000 Euro für die geplante Aufwertung des Eingangsbereichs zum Stadtpark sind derzeit noch keine Haushaltsmittel im Investitionsprogramm eingeplant. In dem Betrag sind allerdings Preissteigerungen (Baubeginn 2026) und Planungskosten schon berücksichtigt. Die Summe soll in den nächsten Doppel-Haushalt (2023–2024) eingestellt werden, womit dann das gesamte Projekt finanziell abgesichert wäre.

Dazu heißt es in dem „Klima-Check“, mit dem die Vorlage für die BV beginnt: „Die Aufwertung von Naherholungsgrün stellt einen wichtigen Beitrag zur wohnortnahen Freizeitgestaltung für die ansässige Bevölkerung in den umliegenden und vor allem verdichteten Wohnbereichen dar. Die Wiederherstellung des Stadtparkteiches bzw. Neuanlage trägt in einer innenstadtnahen Lage zur Schaffung eines verträglichen Mikroklimas durch die Kühlungsleistung durch Verdunstung bei. Die Erweiterung des Stadtparkes in Richtung Innenstadt trägt diesem Ziel ebenfalls Rechnung.“

Am 30. Juni 2016 hatte der Rat der Stadt Remscheid beschlossen, dass der Stadtparkteich saniert werden soll. Um ein erstes Zeichen zu setzten, wurde – wie in der zum Stadtparkteich angefertigten Masterarbeit  empfohlen – zwecks späterer Schlammräumung das Teichwasser abgelassen und die Schlammflächen mit Raps bepflanzt. Inzwischen ist der Schlamm soweit entwässert, dass er begangen werden kann. Der Vorschlag aus der Masterarbeit, die ca. 2.800 Quadratmeter großen Dachflächen des Wasserspeichers am Stadtparkteich zur Bewässerung des Teiches in Trockenzeiten zu nutzen, hat die (von der Stadt im März 2020 beauftragte) Ingenieurgesellschaft für Geotechnik Wuppertal (IGW) um einen unterirdischen Zwischenspeicher (Zisterne) mit einem Fassungsvermögen von etwa 250 m³ ergänzt. Auch hat der Gutachter bestätigt, dass eine Abdichtung des Teichuntergrundes mit Ton erforderlich ist, um Wasserverluste durch Versickerung auszuschließen. Dem will die Verwaltung nun folgen. Weil es keine geeigneten Alternativstandorte für den Teich gebe, aber auch, weil dies dem Ergebnis der Bürgerwerkstatt von Luki 2019 entspreche, in der die „einen Teich … mit hoher Aufenthaltsqualität und hohem Erlebniswert, möglichst am aktuellen Standort“ favorisiert hatten.

Die Technischen Betriebe Remscheid (TBR) haben inzwischen eine Planung erarbeitet, die eine Vergrößerung der Grünachse von der Konzertmuschel bis an die Martin-Luther-Straße vorsieht. Der Eingang zum Stadtpark soll demnach am Ende der Martin-Luther-Straße (Höhe Leon-Goraguer-Platz) liegen. Zitat: „Hierzu werden ... die heute asphaltierten Flächen entsiegelt und in die Grünstrukturen des Parks integriert.“ Die heute dort vorhandenen Parkplätze sollen entfallen und die alten Baumreihen um weitere 21 Bäume ergänzt werden. Zwischen dem Bismarckturm und dem Wasserspeicher soll ein vielfältig nutzbarer Platz angelegt werden.

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