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Ergänzende Grundlagen des künftigen Verwaltungshandelns

Zur Ratssitzung am 20. Juni haben die Fraktionen von SPD, Grünen und FDP einen Begleitantrag zur Nachhaltigkeitsstrategie der Stadt Remscheid gestellt, die in dieser Sitzung mit ihren strategischen und operativen Ziele sowie Maßnahmen als Grundlage des künftigen Verwaltungshandelns beschlossen werden soll. Der Beschlussentwurf soll um folgende Punkte ergänzt werden:

  • Verbesserung der Gesundheitslage der Bevölkerung,
  • Verbesserung von Bildungschancen und -erfolg für alle Kinder,
  • Sicherstellung des Fachkräfteangebotes und Schaffung ausreichender Arbeitsplätze inklusive Zweiter und Dritter Arbeitsmarkt.

Die Antragsteller erwarten von der Verwaltung bis Ende 2023 ein verbindliches Konzept vor, wie sie bis 2030 im operativen Geschäft klimaneutral agieren will, und ferner die Einrichtung eines Klima-Fonds aus öffentlichen und privaten Investitionen, der Projekte und Maßnahmen zum Klimaschutz, zur Klimafolgenanpassung und zur Klimaresilienz finanzieren soll.

„In den Berichten des AOK-Gesundheitsreport 2020 und 2021 ist auffällig, dass die Stadt Remscheid bei Erkrankungen wie Diabetes, COPD und Adipositas im oberen Bereich der Statistik auftauchen. Das ergibt für Remscheid die Notwendigkeit ein zentrales Gesundheitsmanagement zur gesundheitlichen Versorgung einzuführen“, heißt es u. a. in der Antragsbegründung. „Dazu bedarf es einer Erhebung von Ursachen und möglichen Gegenmaßnahmen über den schwierigen Gesundheitszustand der Remscheider Bürgerinnen und Bürger. Solch eine zentrale Stelle zur Datenerhebung, zur Ursachenforschung und zur Maßnahmenkoordination kann zum Beispiel aus Mitteln des Paktes für den öffentlichen Gesundheitsdienstes finanziert werden.“

Als weiteres Ziel wird die Entwicklung des sozialen/Dritten Arbeitsmarkts genannt. Dieser müsse ausgeweitet und gestärkt werden, um für eine reibungslose Arbeitsmarktintegration sorgen zu können. Auch müsse Anteil der Menschen, die einen Schulabschluss erreichen, erhöht und den Übergang von Schule zu Beruf weiter verbessert werden.

Zum Fachkräftemangel in der Sozialen Arbeit heißt es ferner: „Seit 2016 ist die Anzahl der Fachkräfte im Bereich Alten-, Kinder- und Krankenpflege rückläufig. Der hohe Altersdurchschnitt bei den Beschäftigten wird in den nächsten Jahren zu einem verstärkten Mangel an Fachkräften führen. Um diesem Problem entgegenzuwirken, soll geprüft werden, ob das Käthe-Kollwitz-Berufskolleg, ähnlich wie an dem Wuppertaler Berufskolleg Kohlstraße, eine Berufsfachschule mit Schwerpunkt Gesundheit eingerichtet werden kann, welche sowohl auf die Ausbildung zur Pflegefachkraft vorbereitet, als auch zur Fachhochschulreife führt.“

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Kommentare

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Sebastian Thiel, stellvertretender Fraktionsvorsitzender der SPD am :

Mit unserer Nachhaltigkeitsstrategie wollen wir die Lebensgrundlage für uns und künftige Generationen erhalten und Remscheid fit für die Zukunft machen. Denn vor dem Hintergrund eines dringend erforderlichen Wandels unserer Gesellschaft können und wollen wir auch auf kommunaler Ebene einen Beitrag leisten. Neben den wichtigen Zielen in den Bereichen Klima- und Umweltschutz geht es uns aber auch um soziale Gerechtigkeit und um Daseinsvorsorge. Denn nur so wird es uns gelingen unsere Wirtschaft zu stärken und gleichzeitig den sozialen Zusammenhalt in unserer Gesellschaft zu wahren. Zudem müssen wir Bildung und Wissenschaft als Motor in der nachhaltigen Entwicklung nutzen.

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