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Drei Remscheider Hotels können mit vier Sternen glänzen

Shereen Amin, der Manager des Remscheider Hofes. Foto: Lothar KaiserUm mit vier Sternen werben zu können, müssen Hoteliers ihren Gästen einiges zu bieten haben: Geräumige Zimmer mit Bad/Dusche und WC, Kosmetikspiegel, Föhn, Minibar, Kabel-TV, Radio, Telefon, Fernsehen, Internetanschluss, behindertengerechte Zugänge, mehrsprachiges Personal und Menükarten -  die Aufzählung ließe sich fortsetzen. Bundesweit haben sich dem Klassifizierungsverfahren des Deutschen Hotel- und Gaststättenverbandes (DEHOGA) 8.000 Betriebe angeschlossen. In NRW sind es 1.000 und in Remscheid acht (von insgesamt 20 Hotels mit jeweils mehr als neun Betten). Davon haben drei das First-Class-Siegel mit vier Sternen: Das Hotel Abalone an der Stockder Straße, das Ascot in Hasten und der „Remscheider Hof“ am Bahnhof.  Dort sprach heute auf einer Pressekonferenz der neue Geschäftsführer von DEHOGA Nordrhein, Christian Jäger (36), von einer „gediegenen Hotellandschaft in Remscheid“. Sie sei gerade für Geschäftsleute „sehr gut aufgestellt“. Einig war sich Jäger mit Shereen Amin, dem Manager des „Remscheider Hofes“, dass die Deutsche Hotelklassifizierung – es gibt sie inzwischen seit zwölf Jahren – sich vor allem bei Ortskundigen und hier vor allem bei Besuchern aus dem Ausland „als verlässliches, aktuelles und gästeorientiertes Bewertungssystem“ bewährt habe. Vor drei Jahren bekam der „Remscheider Hof“ die begehrten vier Sterne noch relativ knapp. Als er jetzt von den unabhängigen Testern neu bewertet wurde, vergaben sie für das Hotel 440 Punkte, 60 mehr als erforderlich. Anerkannt wurden damit die in der Zwischenzeit getätigten Investitionen. Ein Grund zur Freude also für Shereen Amin. Auf einem Frühjahrsempfang werden sich Vertreter heimischer Firmen von den First-Class-Standards des „Remscheider Hofes“ überzeugen können. Zu Beginn der Fußballweltmeisterschaft ist ein „Tag der offenen Türe“ geplant.

Ist der vierte Stern nun Ansporn, den fünften anzupeilen? Der Hotelmanager winkt ab. Das wäre für manche Firmen, die genau hinsehen, welche Geschäftskunden und Mitarbeiter sie in welchen Hotels unterbringen, eher eine Hemmschwelle. Zum Beispiel auch beim Messegeschäft. Das gestaltet sich ohnehin zunehmend schwierig. Weil in den Messestädten Düsseldorf und Köln in den vergangenen Jahren zahlreiche neue Hotels eröffnet haben und sich die großen Hotelketten einen teilweise ruinösen Konkurrenzkampf liefern. Shereen Amin: „Das Preisdumping geht soweit, dass nicht einmal die Kosten gedeckt werden können. Das machen wir nicht mit!“ Deshalb sieht sich der Hotelmanager nach neuen Zielgruppen um, zum Beispiel unter Reiseveranstaltern in Skandinavien. Auch sei es gelungen, heimische Firmen als Kunden zurückzugewinnen.

Christian Jäger. Foto: Lothar KaiserDagegen sieht die Gesamtstatistik des Deutschen Hotel- und Gaststättenverbandes für Remscheid nicht sehr rosig aus. Christian Jäger: „Der Anteil der Übernachtungen ausländischer Gäste machte im Jahr 2007 zwar einen erheblichen Sprung um 39,5 Prozent nach oben, aber mit einer durchschnittlichen Bettenauslastung von 31,7 Prozent gegenüber dem NRW-Durchschnitt von 39,1 Prozent können die Remscheider Hoteliers nicht zufrieden sein.“

Spezielle Sorgen haben derzeit die Wirte von Einraum-Kneipen, und davon gibt es in Remscheid viele. Sie müssen einen Teil des Wirtsraums als „Raucherzimmer“ abtrennen, oder sie sind verpflichtet, darauf zu achten, dass künftig ein generelles Rauchverbot eingehalten wird. Denn weil bundesweit jedes Jahr mehr als 3.000 Nichtraucherinnen und Nicht­raucher durch inhalierten, krebserregenden Zigarettenrauch sterben, trat am 1. Januar das Nichtraucherschutzgesetz NRW in Kraft. Es verbietet ab 1. Juli das Rauchen in Gaststätten - egal ob Schankwirtschaft oder Restaurant, lässt aber eine Reihe von Ausnahmen zu. So ist etwa das Rauchen in abgetrennten Räumen weiterhin möglich. Kein Problem also für Shereen Amin, sich im „Remscheider Hof“ auf Raucher wie Nichtraucher unter den Gästen einzustellen: „Wir haben im Restaurant einen Salon für Raucher reserviert: Und von unseren 88 Zimmern sind derzeit die Hälfte für Nichtraucher bestimmt. In den nächsten Monaten werden wir den Anteil auf 80 Prozent erhöhen. Denn auch Raucher verlangen häufig nach einem Nichtraucherzimmer."

Einer DEHOGA-Umfrage zufolge denkt jeder zehnte Einraum-Wirt daran, seinen Betrieb zum 1. Juli 2008 zu schließen. Jeder zweite Gastwirt befürchtet sinkende Gästezahlen. Und Ärger mit rauchenden Gästen. Denn das neue Gesetz verpflichtet die Wirte, bei Verstößen gegen das Rauchverbot „die erforderli­chen Maßnahmen zu ergreifen, um eine Fortsetzung des Verstoßes oder einen neuen Verstoß gegen das Rauchverbot zu verhindern". Anderenfalls droht eine Geldbuße bis 1.000 Euro. Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU): „Ich sehe durchaus, dass es gerade kleineren Betrieben nicht immer möglich sein wird, solche Nebenräume einzu­richten. Ich halte es jedoch für zumutbar, dass Raucher die Gaststätte für einige Minuten verlassen und ihre Zigarette im Freien rauchen.“

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Chronist am :

Apropos Rauchverbot in Gaststätten: Not macht auch Wirte erfinderlich. Deshalb hatte es die Bezirksvertretung Alt-Remscheid heute mit dem Antrag des Pächters des "Elisenhofs" in Hasten, Kaiser-Wilhelm-Straße zu tun, der das Dachgeschoss und einen Büroraum zu "Gesellschaftsräumen" (Antragstext) umgestalten möchte. Ernst Otto Mähler (SPD) wußte es genauer: "Geplant ist eine Raucher-Lounge". Die BV empfahl der Verwaltung, den Antrag positiv zu bescheiden.

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