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Schulentwicklungsplan in der Endphase der Beratungen

Voraussichtlich am 4. September entscheidet der Rat der Stadt über den Schulentwicklungsplan (SEP) für die nächsten sechs Jahre. Ein erstes Eckpunktepapier war im Januar 2007 im Ausschuss für  Schule und Bildung vorgestellt und bis August weiter ausgearbeitet worden und war kurz darauf in den von Schließung oder Fusionsplänen betroffenen Schulen auf Kritik gestoßen. Mit dem SEP für die Allgemeinbildenden Schulen in Remscheid befassen sich in den nächsten zwei Monaten die vier Bezirksvertretungen, der Schulausschuss (15. April und 10. Juni) sowie der Hauptausschuss (21. August). Ein Streitpunkt im vergangenen Jahr:

Um andere Grundschulen in ihrem Bestand zu sichern, war empfohlen worden, die Daniel-Schürmann- Grundschule mittelfristig zu  schließen und ihre Räume der Kath. Grundschule Julius-Spriestersbach  zu überlassen (beide Schulen müssen sich das Schulegebäude an der Palmstraße zurzeit teilen). Davon ist im Beschlussentwurf nunmehr keine Rede mehr. Konkret angesprochen werden darin nur die Gemeinschaftshauptschulen Kremenholl und Honsberg, die vom nächsten Jahr an als Schulverbund geführt werden sollen. Im Übrigen soll die Verwaltung den Auftrag erhalten, „die Bildung weiterer Grundschulverbünde mit einer möglichen Umsetzung ab dem Schuljahr 2010/2011 zu prüfen. Hierbei sind die Entwicklung der Schülerzahlen und die Anforderungen nach einer möglichst wohnortnahen Beschulung – unter Betrachtung der Entwicklung des Anmeldeverhaltens – zu prüfen“. (Zitat Ende).

In Auftrag gegeben hatte den SEP Stadt Remscheid bei Dr. Detlef Garbe, freiberuflicher Berater aus Leichlingen. Er zitiert in einem Vorwort einen Satz aus der Süddeutschen Zeitung („Wir werden weniger, älter und bunter“), der beschreibt, „wie sich unsere Gesellschaft durch Geburtenrückgang, Zuwanderung und höhere Lebenserwartung entwickeln wird“. Auf die Remscheider Schulen wird sich das, wie im SEP nachzulesen, wie folgt aus:

  • Von 2006/2007 bis 2012/2013 (Schuljahre) verlieren die Grundschulen voraussichtlich 27 Klassen. Das entspricht mehr als drei zweizügigen Grundschulen.
  • Bei den Hauptschulen ist bis 2012/2013 mit einem Rückgang um etwa 17 Klassen (370 Schülerinnen und Schüler) zu rechnen. Das entspricht zwei zweizügigen Hauptschulen.
  • An den Realschulen nimmt die Zahl der Klassen bis 2012/2013 um weitere 15 ab, nachdem bereits in den vergangenen Jahren sechs Klassen weniger gebildet werden konnten.
  • Geringfügig geringere Schülerzahlen haben auch die Gesamtschulen zu erwarten. Dort verringert sich die Klassenzahl von 94 auf 92. Von 1998 bis 2008 war die Schülerzahl in den Gesamtschulen stark angestiegen und hatte zusätzliche neun Klassen bzw. Kurse erfordert.
  • Für die Gymnasien in Remscheid ist mit einem Rückgang der Klassenzahl um 18 auf 121 zu rechnen.

Garbe stellt fest, die Rückgänge seien für die Gesamtschulen, Realschulen und Gymnasien nicht bestandsgefährdend, vielmehr ergebe sich dadurch „eine Entspannung in der Raumsituation“. Gleichzeitig wachse aber der Bedarf an Räumen für die Mittagsbetreuung und die individuelle (Sprach-)Förderung der Schüler (mit Migrationshintergrund).

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Chronist am :

Um den Planungsbereich der Schulen für die Stadt abzurunden und die erforderlichen Bedarfe darzustellen, hat die SPD-Fraktion im Rahmen der Beratung des Schulentwicklungsplanes beantragt, den vorgelegten Entwurf um die Förderschulen und den Bereich der integrativen Förderung zu ergänzen. Förderschulen sind Teil des bestehenden Schulsystems und damit in die allgemeine Schulentwicklungsplanung aufzunehmen. Als wesentlicher Aspekt ist zu dem die Weiterentwicklung der integrativen Förderung (z.B. des gemeinsamen Unterrichts) in Remscheid darzustellen. „Die integrative Förderung bzw. Beschulung ist Schnittstelle zwischen Regelschulsystem und Förderschule. Als solche ist sie auch für die Planungsentwicklung im Regelschulbereich unbedingt notwendig“, so die Sprecherin der SPD-Fraktion im Schulausschuss Brigitte Neff-Wetzel.

Chronist am :

Das war im April 2008. Inzwischen zeichnet sich bereits eine Überarbeitung des neuen Schulentwicklungsplanes ab. David Schichel von den Grünen nannte dafür in der heutigen Sitzung des Schulausschusses zwei Gründe: Dien seit den vergangenen zwei Jahren gestiegene Geburtenrate und die ebenfalls gestiegene Zahl von Flüchtlingskindern. Jörg Biermann, der Leiter des Schulverwaltungsamtes, wies in diesem Zusammenhang auf die weise Entscheidung des Rates hin, die Zahl der Schulstandorte bei Verabschiedung des neuen Schulentwicklungsplanes nicht wesentlich reduziert, sondern statt dessen Dependencen ausgewiesen zu haben.

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