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Migrationsbüro scheint dicke Bretter bohren zu müssen

Für die Mitarbeiter des städtischen Migrationsbüros gibt es noch viel zu tun. Und an oberster Stelle des Aufgabenkataloges scheint „Überzeugungsarbeit“ zu stehen. Diesen Rückschluss lässt der schriftliche Bericht zu, den das Migrationsbüro den Mitgliedern des Migrationsausschusses zur heutigen Sitzung vorgelegt hat. Unter der Überschrift „Migrantenselbstorganisationen“  heißt es darin: „Anschreiben an die Vereine zur Kontaktaufnahme bzw. Kontaktpflege erstmals im November 2007. Mangels Resonanz erneutes Anschreiben Anfang Januar 2008. Von den über 30 ange­schriebenen Vereinen haben lediglich neun Vereine reagiert.“ Ähnlich gering war auch die Reaktion auf die angebotenen Integrationskurse: „Die Arbeitsgruppe Migrationserstberatung, Ausländeramt und Migrationsbüro hat aus dem Innen­stadtbereich Zugewanderte aus der Türkei, die nach dem 1. Januar 2005 eingereist sind und bisher nicht an einem Integrationskurs teilgenommen haben, am 4. März 2008 zu einer zweisprachigen Informationsveran­staltung eingeladen. Von 32 angeschriebenen Personen sind zehn der Einladung gefolgt, die meisten mit Ehegatten.“

Für 2008 hat das Migrationsbüro einen interkulturellen und interreligiösen Kalender erstellt. Dabei wurden religiöse und nationale Feiertage der in Remscheid lebenden Migrantinnen und Migranten berücksichtigt.

Beim Internationalen Kinderfest am 27. April 2008 rechnet das städtische Migrationsbüro auch mit der Teilnahme von Zugewanderten aus Italien, Spanien, Portugal und (wahrscheinlich) Russland/Kasachstan.

Im Laufe dieses Jahres wird anlässlich der Feierlichkeiten zu 200 Jahre Remscheid ein 350 Seiten starkes Buch erscheinen, in dem sich ein Kapitel auch mit der Zuwande­rung seit 1808 befassen wird. Das Migrationsbüro wird die Zuwanderung nach Remscheid seit Inkrafttreten der Römischen Verträge durch einige Beispiele und aktuelle Zahlen begleiten. Darüber hinaus wird im Rahmen der Feierlichkeiten vom Migrationsbüro in Zusammenarbeit mit Dr. Urs Diederichs vom Heimatmuseum eine Publikation, in der Zuwanderer, die heute im Seniorenalter sind, über ihre Erfahrungen in den zurückliegenden fünf Jahrzehnten sowie über ihre erfüllten oder nicht erfüllte Hoffnungen berichten.

Zu den Handlungsschwerpunkten 2008 des Migrationsbüros gehören Bemühungen, auch die Eltern derjenigen 4-Jährigen an Sprachförderangebote heranzuführen, die nach dem Sprachstandtest an einer Sprachför­derung teilnehmen. Mit Hilfe der freien Träger soll in Remscheid ein türkischer Elternverein gegründet werden, ohne dass religiöse oder sonstige  Einflüsse Berücksichtigung finden. Dazu ist die Bereit­schaft von türkischen bildungsorientierten Eltern, die nicht einem Moscheeverein angehören, erste Voraussetzung. In NRW fördert das sog. Elternnetzwerk / Elternakademie seit einiger Zeit die Jugend- und Bildungsarbeit in türkischen El­ternvereinen durch Multiplikatorenausbildung. Für eine Veranstaltungsreihe in den Stadtteilen wollen Migrationsausschuss und Migrationsbüro einen Fragenkatalog erstellen. Über die Veranstaltungen unter dem Motto „Politiker fragen, Einwoh­ner antworten“ möchte man mit den Bewohnern mit Zuwanderungsge­schichte im Stadtteil näher ins Gespräch zu kommen.

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