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Wilding einsam? Remscheider SPD verhält sich seltsam still.

Waterbölles-Kommentar

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Wie hinter jeder FAZ ein kluger Kopf stecken soll, so steckt sicherlich auch hinter dem -  ja, wie soll ich sagen? -  zögerlichen, unauffälligen, zurückhaltenden Verhalten der Remscheider SPD eine Taktik, wenn nicht gar eine Strategie. Aber leider habe ich bislang weder das eine noch das andere erkennen können. Da reagiert am vergangenen Donnerstag, 3. April, Oberbürgermeisterin Beate Wilding mit einer Pressekonferenz auf Kritik der Unternehmer. Die anschließenden Kommentare von Waterbölles-Lesern stärkten jedoch zumeist nicht ihr den Rücken, sondern den Vertretern der Wirtschaft. Entsprechend waren auch die Leserreaktionen auf einen Kommentar des Waterbölles, in dem Verständnis für den Ärger Wildings geäußert worden war. Und was machen die führenden Vertreter der Remscheider Sozialdemokratie? Nichts. Jedenfalls nichts öffentlich. Keine Reaktion. In keinem Remscheider Medium. Man könnte auch sagen: Die SPD hat „ihre“ Oberbürgermeisterin im Regen stehen gelassen.

Taktik, Strategie? Wer einer Kandidatin zu einer Stimmenmehrheit verhelfen will, setzt sich für sie ein. Frühzeitig. Das beginnt eigentlich mit der Nominierung.  Aber auch die war ja schon äußerst bescheiden ausgefallen; sie bestand in einem einzigen Satz: Als die SPD am 28. März  als Nachfolger von Jürgen Kucharczyk im Amt des Unterbezirksvorsitzenden das Ratsmitglied Lothar Krebs präsentierte, nannte dieser als Ziel der SPD bei der Kommunalwahl im kommenden Jahr „eine Mehrheit für Beate Wilding als Oberbürgermeisterin“. Und mehr sagte er nicht. Auch nicht Jürgen Kucharczyk. Und Fraktionsvorsitzender Hans Peter Meinecke konnte nichts sagen; er nahm an dieser Pressekonferenz nicht teil (Urlaub?). Öffentlich geäußert hat er sich seitdem nicht, weder zur Kandidatur Wildings, noch zur Kritik der Unternehmer an ihr, und auch nicht zu Wildings spontanem Gegenangriff auf der Basis handschriftlicher Notizen. Mit anderthalb Stunden Vorlauf hatte das Amt der Oberbürgermeisterin zu der Pressekonferenz eingeladen – just am dem Tag, an dem die Bergischen Morgenpost mit der Ankündigung der FDP aufgemacht hatte, unter den Ratsfraktionen für einen gemeinsamen (noch zu findenden) Oberbürgermeisterkandidaten werben zu wollen. Auch dazu von der SPD bislang keine noch so kurze Stellungnahme. Devise „Tot stellen“?

Gewiss, man kann auf dem Standpunkt stehen, für eine Kandidatenkür sei es noch zu früh. Mag also sein, dass Lothar Krebs die Bemerkung über die erneute Kandidatur Wildings nur rausgerutscht ist und dass es dazu noch einen großen Auftritt mit der gesamten lokalen SPD-Spitze geben sollte/wird. So, wie es jetzt aussieht, steht Beate Wilding jedenfalls in der Öffentlichkeit ziemlich einsam da. Schweigen kann manchmal Taktik oder Strategie sein, manchmal aber auch weder das eine noch das andere – dann eher schon Hilflosigkeit.

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Kommentare

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Hans Gerd Göbert am :

Ich unterschreibe alles. Die SPD stellt sich nicht tot, sie ist tot, fast sogar mausetot. Nicht nur in Remscheid, vor allen Dingen bundesweit. Es fehlt nur noch, dass die Partei in ihrer völligen Hilflosigkeit tatsächlich Kurt Beck zum Kanzlerkandidaten kürt. An dieser Misere trägt nun Beate Wilding wirklich keine Schuld, sie muss aber auch dieses indirekt mit ausbaden. Und wird von ihrem gesamten Umfeld permanent im Stich gelassen. Nun könnte jemand sagen, diese Zeilen seien die billige Rache eines ehemaligen SPD-Mandatsträgers. Nein, ich bedaure diese Entwicklung sehr, schadet eine schwache SPD doch nicht nur unserer OB, sondern der Stadt und dem gesamten Land. Aber ob die OB im nächsten Jahr noch einmal antreten wird, daran melde ich erhebliche Zweifel an. Un dann? Dann kommt der große Erlöser für Remscheid - mal sehen, welche Farben er tragen wird.

Tobias Langer am :

Muss man denn alles kommentieren? Fehlt es an politischer Erfahrung oder an Menschenkenntnis, wenn man von einer erneuten Kandidatur der Oberbürgermeisterin überrascht ist? Wäre es wirklich richtig Verleumdungen und Lobbyismus zu kommentieren? Muss die Remscheider SPD ihr Vertrauen in Frau Wilding über die Presse beweisen? Wie wäre es mit einer groß angelegten Pressekonferenz, Kaffee, belegte Brote, warme Händedrücke ein paar Floskeln und eine Kandidatur die schon lange fest steht. Muss man denn wirklich immer alles kommentieren?

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