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EWR erhöht die Erdgaspreise zum 1. August

Pressemitteilung der Stadtwerke Remscheid

Bereits in der zweiten Jahreshälfte des vergangenen Jahres haben  sich die Preise auf den Rohstoffmärkten deutlich nach oben entwickelt, in den letzten Monaten immer neue Rekordhöhen erreicht.  Hauptgrund dafür ist die anhaltende Krisensituation in der Ukraine  mit ihren Auswirkungen auf russische Energie- und insbesondere Erdgaslieferungen. So haben sich die Preise für Erdgas am Energiemarkt  seit Oktober 2021 verdreifacht. Bisher konnte die EWR als Energiedienstleistungsunternehmen und  Grundversorger in Remscheid durch ihre vorausschauend langfristige  Beschaffungsstrategie die Energiepreise für ihre Kunden vergleichs-  weise niedrig halten. Dies ging einher mit deutlichen Kundenzuwächsen bedingt durch den Rückzug von namhaften und Billiganbietern am  Markt.  Aufgrund der vorgenannten Auswirkungen auf die Preisentwicklungen  kann auch diese langfristige Beschaffungsstrategie der EWR die an-  stehende Preiswelle bei der Energiebeschaffung nicht abfedern. Da die Energiepreise nach allen Prognosen in den nächsten Jahren auf  höherem Niveau verharren werden, trifft die Entwicklung alle Anbieter und Kunden gleichermaßen. Deshalb ist auch die EWR gezwungen,  die Erdgaspreise zum 1. August 2022 zu erhöhen.

Dies hat konkret zur Folge, dass die Arbeitspreise im Tarif der  EWR*GAS Grundversorgung ab 1. August 2022 um brutto 7,74 Cent  pro Kilowattstunde (kWh) und bei EWR*GAS Fix um brutto 7,56 Cent  pro Kilowattstunde (kWh) steigen. Die Grundpreise hingegen können  jeweils konstant gehalten werden.  Bei einer jährlichen Verbrauchsmenge von 1 0.000 kWh beläuft sich  der neue Arbeitspreis für die flexible Grundversorgung auf 16,39  Cent/kWh, beim Laufzeitprodukt EWR*GAS Fix auf 13,20 Cent/kWh.  Im direkten Vergleich liegt die EWR auch nach der Preisanhebung  bspw. mit Ihrem Tarif EWR*GAS Fix gut positioniert im  wettbewerblichen Umfeld in den bekannten Vergleichsportalen!  Der EWR ist bewusst, dass sich durch die Preisanpassung eine spür-  bare, für einige Kunden sogar kritische Mehrbelastung ergibt. Im oben  genannten Verbrauchsfall entstehen abhängig vom gewählten Tarif  monatliche Mehrbelastung von 64,50 € bzw. 63 €. Bei anderen Verbräuchen variieren die monatlichen Mehrbelastungen entsprechend.  Weiterhin wird Anfang nächsten Jahres der durch die Bundesregierung beschlossene, jährlich steigende CO 2-Preis aus dem Brennstoffemissionshandelsgesetz (BEHG) zu den jeweils gültigen Preisen hin-  zugerechnet.

  Um die Kunden vor hohen Nachzahlungen bei der nächsten Jahresverbrauchsabrechnung zu schützen, haben wir uns dazu entschieden,  den monatlichen Abschlag gemäß der neuen Preise ab August 2022  entsprechend anzupassen. Über die neue Abschlagshöhe wurden die  Kunden bereits schriftlich informiert. Zahlen die Kunden ihre Abschlagsbeträge per Dauerauftrag, ist eine  Anpassung der Daueraufträge durch die Kunden notwendig. Bei Kun-  den im SEPA- Basislastschriftverfahren (ehemals Einzugsermächtigung) erfolgt die Abbuchung mit angepasster Abschlagshöhe automatisch.  Natürlich wollen wir unseren Kunden auch in diesen herausfordern-  den Zeiten zur Seite stehen. Auch wenn wir die globalen Weltmarktpreise nicht beeinflussen können, so bieten wir eine Vielzahl von  Energiespartipps von Energieberatungsleistungen, finanziellen Hilfestellungen in Form von Förderungen für energieeffiziente Geräte, die  Finanzierung sowie den Betrieb moderner Heizungsanlagen und weiterer Maßnahmen auf den Internetseiten der EWR. Mit einem geldwerten Vorteil ist auch die Anmeldung beim EWR Online-ServiceCenter verbunden. Einfach den papierlosen Online-Service auswählen  und jährlich eine Gutschrift von 12,00 € in der Jahresabrechnung er-  halten.  Die EWR bittet ihre Kunden, bevorzugt Telefon oder E-Mail zu nutzen.  Gern sind die Energieberater telefonisch unter der kostenlosen Kun-  den-Hotline: 0800 0 164 164 (montags bis freitags jeweils von 8  bis 18 Uhr) für die Kunden da. Darüber hinaus können von den  Kunden auch viele Dinge rund um den Vertrag im EWR-Online-Service-  Center individuell und rund um die Uhr erledigt werden. Das Online-  ServiceCenter erreicht man unter:  ewr-remscheid.de/onlineservice. (Klaus Günther-Blombach)

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Jutta Wilke, Sprecherin der Senioren Union (in der CDU) im Seniorenbeirat am :

Die Energiekrise, die galoppierende Inflation und Wohlstandsverluste werden die Älteren in Remscheid besonders hart treffen. Die Bezieherinnen und Bezieher kleiner Renten – hierbei vor allem Frauen – droht nun Altersarmut. Es darf nicht sein, dass Seniorinnen und Senioren in Remscheid in diesem Winter frierend und hungrig in ihren Wohnungen sitzen. Bisher hat die Bundesregierung die Generation, die dieses Land aufgebaut hat, bei sämtlichen „Entlastungsmaßnahmen“ vollständig vergessen. Hierbei auf steigende Renten zu verweisen, ist mehr als zynisch, denn diese Steigerungen werden vollständig von der Inflation aufgefressen. Unsere älteren Mitbürger dürfen nicht vor die Wahl gestellt werden, ob sie ihre Wohnung warm haben oder genügend zu essen haben wollen. Natürlich sind die Möglichkeiten, unseren Seniorinnen und Senioren zu helfen, in Remscheid begrenzt. Aber die wenigen Möglichkeiten nicht zu nutzen wäre ein schweres Versäumnis. Daher wollen wir mit dieser Anfrage erfragen, was die Stadt Remscheid konkret unternimmt, um die ältere Generation möglichst gut durch den Winter 2022/23 zu bekommen. Wir haben der älteren Generation viel zu verdanken – sie darf nicht zur Hauptleidtragenden der derzeitigen Energiekrise werden. Am 8. Juli wird Wirtschaftsminister Habeck (Bündnis90/Die Grünen) die „Alarmstufe“ des „Notfallplans Gas“ ausrufen. Bundesfinanzminister Lindner (FDP) spricht von der „Gefahr einer sehr ernst zu nehmenden Wirtschaftskrise aufgrund der stark gestiegenen Energiepreise, aufgrund der Lieferketten-Probleme, aufgrund auch der Inflation“. Die Bundesregierung befindet sich im Krisen- und Warnmodus. Also ist es an der Zeit und keine Panikmache, die Frage zu stellen, wie sich die Stadt Remscheid auf einen möglichen Ernstfall, den niemand herbeiwünscht, vorbereitet. Uns interessiert hierbei vor allem die Situation der Seniorinnen und Senioren in Remscheid: 1. Was passiert, wenn viele ältere Kundinnen und Kunden nicht mehr in der Lage sein werden, die stark gestiegenen Kosten für Strom und Gas bei den Stadtwerken zu begleichen? Wie sind unsere Stadtwerke auf mögliche Zahlungsausfälle vorbereitet? 2. Viele Rentnerinnen und Rentner kommen auch in „normalen“ Zeiten mit ihrer schmalen Rente kaum „über die Runden“. Mit welchen besonderen Belastungen rechnet die Stadt Remscheid für die ältere Generation in Remscheid? Ist die Verwaltung der Ansicht, dass eine weiter steigende Inflation, immer höhere Energiekosten und mögliche Engpässe bei der Versorgung mit Gas die Generation der über 65-jährigen in unserer Stadt vor Belastungen stellen könnte, die ggf. über die Belastungen für die noch jüngeren Generationen noch hinausgehen könnte? 3. Wie reagiert die Verwaltung auf Berichte über einen möglicherweise frostigen Winter 2022/23? Die SPD-geführte Bundesregierung stimmt die Bevölkerung quasi jeden Tag darauf ein, wie schlimm es werden könnte. Mit welchen Maßnahmen bereitet sich die Stadt darauf vor, dass insbesondere unsere Seniorinnen und Senioren einen Winter erleben könnten, wie sie ihn vielleicht noch aus ihrer Kindheit unter schwierigen Kriegs- und Nachkriegsbedingungen kennen? Hält die Verwaltung besondere Beratungs- und Hilfsangebote für ältere Menschen in unserer Stadt vor? 4. Ist für besonders bedürftige oder vulnerable ältere Menschen die Einrichtung von Wärmestuben geplant? 5. Wie bereitet sich die Stadt darauf vor, wenn Alten- und Pflegeheime, Krankenhäuser und sonstige Einrichtungen, in denen ältere Menschen leben oder sich aufhalten, nicht mehr ausreichend geheizt werden können oder wenn es älteren und kranken Menschen etc. nicht mehr möglich ist, ausreichend zu heizen?

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