Skip to content

In zweifacher Hinsicht ein ganz besonderer Tag

Zum Schuljahr 2022/23 solle das neue Berufskolleg Wirtschaft & Verwaltung sein, hieß es im März 2020, als in der alten Schule an der Stuttgarter Straße Oberbürgermeister Burkhard Mast-Weisz und Bert Sluyter, Geschäftsführer der Imetaal Industriebau GmbH & Co. KG, einer der 100-prozentigendeutschen Tochtergesellschaft der niederländischen Ten Brinke Group, den 46-seitigen Projektvertrag unterzeichneten. Sieben Unternehmen hatten sich an der europaweiten Ausschreibung des 30 Millionen Euro „schweren“ Bauprojektes beteiligt. Es ist jetzt termingerecht fertig geworden. Die gestrige Schlüsselübergabe im Neubau an der Schmalkalder Straße durch Projektleiter Stefan Solz (Ten Brinke) war für Schulleiterin Cornelia Berghaus-Biermann gleich in zweifacher Hinsicht ein ganz besonderer Tag. Zum einen, weil sie zusammen mit allen übrigen Beteiligten stolz auf das Geschaffene sein kann, und zum anderen, weil sie zum 31. Juli in den Ruhestand geht.

Was der Waterbölles bisher über den Schulneubau berichtete:

Zum Schuljahr 2022/23 soll das neue Berufskolleg fertig sein (3. März 2020). Um einen Schulneubau hatten sich Schülerschaft und Lehrerkollegium schon seit 21008 bemüht. Die Vertragsunterzeichnung fand n Anwesenheit zahlreicher Vertretern der Verwaltung statt, darunter Elke Ittig, Dirk Deutemann und Thomas Judt vom städtischen Gebäudemanagement. Dabei hieß es, dass das 10.681 Quadratmeter große Baugrundstück („Baufeld 6“) entlang der Bahngleise „so seine Besonderheiten“ habe (auch schon mal ein „schmales Handtuch“ genannt). Das habe bei der Erörterung von Bedürfnissen und Bedarf Abstrich am Raumprogramm zur Folge gehabt „wie beim Häuten einer Zwiebel“. Unterm Strich seien die wesentlichen Wünsche der Schule aber allesamt in Erfüllung gegangen, stellte damals Cornelia Berghaus-Biermann in Anwesenheit ihres Vorgängers Gerhard Leicht fest.

Die dreigeschossige Berufsschule soll hohe energische Standards erfüllen (z. B. Geothermie). Sie habe Platz für insgesamt 1.400 Schülerinnen und Schüler und 70 Lehrerinnen und Lehrer (derzeit sind es 82). Zum Außenbereich gehören 70 Parkplätze und ebenso viele Fahrradständer. Zahl der Klassenzimmer: 58. 5.800 m² Nutzfläche, 8.670 m² Bruttogeschossfläche, 10.681 m² Grundstücksfläche, 2.905 m² Brutto-Grundfläche.

Zuerst kommt es auf die Bodenbeschaffenheit an (Juni 2020), Im Auftrag der Stadt Remscheid hob die Remscheider Spezialfirma Fülling (Geologen) an rund 30 Stellen den Boden bis in eine Tiefe von etwa 2.50 Metern auf (bis sie auf harten Fels stieß) und entnahm Bodenproben für ein Entsorgungs- und Verwertungskonzept. An gleicher Stelle hat es zwar schon vor etwa 15 Jahren Bodenuntersuchungen gegeben. Doch deren Ergebnisse würden heute nicht mehr anerkannt, sagte Dirk Deutemann.

Spatenstich für den Neubau des Berufskollegs (24. November 2020).  Der Spatenstich für das größte Bauprojekt der Stadt Remscheid in den letzten 25 Jahren. fand pandemiebedingt nur in klein gehaltenem Rahmen. Aber bei Nebel und Nieselregen, matschigem Lehm und Pfützen hätte es auch so wohl niemanden länger als nötig auf der Baustelle gehalten. Als Vertreter des Rates nahmen Waltraud Bodenstedt (W.i.R.) und Kai Kaltwasser (CDU) teil, der Vorsitzende des städtischen Schulausschusses. Das Gebäude werde nach den pädagogischen Bedürfnissen in verschiedenen Lernclustern und nach den neuesten Standards des nachhaltigen Bauens errichtet, hieß es. Das Entwurfskonzept stammt von der SSP AG, einem integralen Planungsbüro aus Bochum.

Schulneubau am Bahnhof macht gute Fortschritte (18. Mai 2021) Ein Grund dafür, dass der Bau so gute Fortschritte machte, war wohl die Verwendung vorgefertigter Teilen aus Beton. Die wurden von einem großer Schwerlastkran von den Sattelschleppern gehoben und an den richtigen Stellen wieder abgesetzt.

Boden barg manch böse Überraschung (4. Juni 2021).  Für die Errichtung einer Stützwand auf einer Länge von ca. 110 Metern an der Grundstücksgrenze zu höhergelegenen Gebäuden an der Freiheitstraße mussten 346.587 € überplanplanmäßig bereitgestellt werden. Die Mauer soll die Stabilisierung des Hanges sicherstellen. Die Standfestigkeit der vorhandene, einst aufgeschütteten Böschung erschien den Experten fraglich. Dass es sich bei dem ehemaligen Bahngelände um ein problembehaftetes Baugrundstück handelte, war der Verwaltung nicht unbekannt. Bei der Vorbereitung des Grundstücks für den Betonbau fanden Bagger im Boden etliche bodenfremde Bestandteilen, insbesondere Ziegelbruch, Betonbruch, Metallresten und anderen technischen Substrate. „Jedoch hatten die vorgefundenen Hindernisse im (überschüttenden) Erdreich aus Fundamenten, vollständig erhaltenen Kellergeschossen, alten Gleisanlagen, Kopfsteinpflasterbelägen und Asphaltfahrbahnen ein weitaus größeres Ausmaß, als im Gutachten dargestellt“, erfuhr der Hauptausschuss. Die „schlechten“ Böden wurden durch tragfähigeres Material ersetzt.

Der OB am Mikro.

Richtfest knapp drei Monate nach Grundsteinlegung (27. August 2021). Eingeladen hatte Oberbürgermeister Burkhard Mast-Weisz dazu wieder, wie beim ersten Spatenstich, eine größere Gästeschar mit Vertretern von Rat und Verwaltung. Und das knapp drei Monate nach der Grundsteinlegung; der ambitionierte Zeitplan hatte bis dahin also gehalten! Oberbürgermeister Mast-Weisz äußerte seine Freude, dass in Remscheid endlich wieder mehr investiert werde. Als Bespiele dafür nannte er das Allee-Center, den Rathaus-Anbau und die neuen Turnhallen an der Albert-Einstein-Gesamtschule. Zwei dieser drei Vorhaben stehen noch aus…

 

Trackbacks

Keine Trackbacks

Kommentare

Ansicht der Kommentare: Linear | Verschachtelt

Noch keine Kommentare

Kommentar schreiben

Die angegebene E-Mail-Adresse wird nicht dargestellt, sondern nur für eventuelle Benachrichtigungen verwendet.

Um maschinelle und automatische Übertragung von Spamkommentaren zu verhindern, bitte die Zeichenfolge im dargestellten Bild in der Eingabemaske eintragen. Nur wenn die Zeichenfolge richtig eingegeben wurde, kann der Kommentar angenommen werden. Bitte beachten Sie, dass Ihr Browser Cookies unterstützen muss, um dieses Verfahren anzuwenden.
CAPTCHA

Standard-Text Smilies wie :-) und ;-) werden zu Bildern konvertiert.
Formular-Optionen

Die einzelnen Beiträge im "Waterbölles" geben allein die Meinung des Autors / der Autorin wieder. Enthalten eingeschickte Texte verleumderische, diskriminierende oder rassistische Äußerungen oder Werbung oder verstoßen sie gegen das Urheberrecht oder gegen andere rechtliche Bestimmungen oder sind sie nicht namentlich gekennzeichnet nebst E-Mail-Adresse, werden sie nicht veröffentlicht. Das gilt auch für substanzlose Bemerkungen ("Find ich gut/schlecht/blöd...etc."). Aus den oben genannten juristischen Gründen sowie bei längeren Texten sind auch Kürzungen nicht ausgeschlossen.

Kommentare werden erst nach redaktioneller Prüfung freigeschaltet!