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Lieber zweimal geradeaus Richtung Radevormwald

Sehr sinnvoll erscheint mir der folgende Vorschlag für eine bessere Verkehrsregelung auf der Kreuzung Ring-/Rader Straße, der von der Fraktion der Linken stammt und nach der Sommerpause in den politischen Gremien diskutiert werden soll: Ersatz der von der Wupperstraße aus kommend rechten der beiden Linksabbiegerspuren Richtung Ringstraße durch eine Geradeausspur in Richtung Radevormwald. Begründung der Antragsteller: „In der Regel fahren die meisten Autos, wenn sie von der Wupperstraße kommen, eher geradeaus oder biegen ach rechts ab. Für diese Optionen gibt es aber nur eine Spur. Infolgedessen staut sich der Verkehr oft an dieser Stelle, während die beiden Linksabbiegerspuren weniger benutz werden und frei bleiben. Aus unserer Sicht wäre es daher sinnvoll und ohne großen Aufwand möglich, die rechte der beiden Linksabbiegerspuren durch eine Geradeausspur zu ersetzen.“

Im Übrigen bedauern die Linken, „dass beim Umbau der Kreuzung offenbar der Fahrradverkehr vergessen wurde. (…) Eine sichere Fahrradverbindung von Lennep (Bahnhof/Trasse/Altstadt) ins Lenneper Bachtal und von dort zur Wuppertalsperre würde den Radverkehr und die Freizeitgestaltung in Lennep deutlich attraktiver machen.“

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Kommentare

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Heinz Wäscher am :

Als Laie, der nur über ein gefährliches Halbwissen im Bezug auf die Planung und Gestaltung von lichtzeichengeregelten Verkehrsknotenpunkten verfügt, möchte ich anmerken, dass bei solchen Vorschlägen auch immer mit berücksichtigt werde sollte, wie der Fahrzeugverkehr nach der Kreuzung weiter auf der Fahrbahn der Rader Straße geführt wird. Direkt nach der Kreuzung Ringstraße mündet weiter östlich die Straße Neuenteich in die Rader Straße und der Fahrzeugverkehr wird dort auf einem relativ kurzen Stück Straße in Fahrtrichtung Radevormwald in Geradeausfahrende und Rechtsabbiegende separiert. Am zweckdienlichsten würde es mir erscheinen, wenn bereits auf den letzten Metern der Wupperstraße ein frühzeitiges Einordnen derer möglich wäre, die später in die Straße Neuenteich rechts abbiegen möchten. Die Geradeausfahrenden Richtung Radevormwald würden dann die mittlere Spur auf den letzten Metern der Wupperstraße als reine Spur zum Geradeausfahren zur Verfügung gestellt bekommen. Aber so ein Vorsortieren zum späteren Rechtsabbiegen bereits eine Kreuzung vorher wird hierzulande schwierig umzusetzen sein.

Stefan Switala am :

Wurde beim Umbau der Kreuzung Ring-/Raderstraße tatsächlich die Fahrradspur vergessen? Dieser Fehler lässt sich korrigieren: Der Radweg von der Altstadt ins Lennepe-Bachtal wird barrierefrei unterhalb des Stadions bzw. der Shell-Tankstelle in einem kurzen Tunnel unter der Ringstraße her über das TÜV-Gelände geführt. Dann ist die Fahrradverbindung von Lennep (Bahnhof/Trasse/Altstadt) ins Lenneper Bachtal und von dort zur Wuppertalsperre gesichert! Ich stimme dem zu: Das würde den Radverkehr und die Freizeitgestaltung in Lennep deutlich attraktiver machen! Die Radfahrer müssten nicht an den Ampeln der Kreuzung Ring-/Raderstraße warten, sondern hätten freie Fahrt ins Bachtal.

Lothar Kaiser am :

Ernsthaft?? Kurzer Tunnel?? Wohl für kleines Geld zu haben?? Im Ruhrgebiet finden sich vielleicht noch drei arbeitslose Bergleute, die machen das dann in zwei Wochen mit Schüppe und Spitzhacke? Oder wie ist das gedacht?

Stefan Switala am :

Ja, Herr Kaiser, Sie haben mich richtig verstanden: Ein kleiner Fahrrad- und Fußgänger-Tunnel unter der Ringstraße her würde den Weg von der Altstadt ins Bachtal erheblich aufwerten! Richtig, das kostet Geld. Sie erinnern sich, dass auch die Wuppertal-Bewegung mit ihrer Utopie von einem Ausbau der Nordbahntrasse viel Spott geerntet hat. Die zahlreichen Viadukte und Tunnel zu sanieren, hat noch viel mehr Geld gekostet. Heute muss jeder zugeben, dass Wuppertal dadurch enorm gewonnen hat, übrigens auch wertvolle Verkehrswege! Mir fehlt in Remscheid der Glaube an visionäre Ideen! Man darf sich große Ziele setzen, sonst kommt nur ein Flickenteppich dabei heraus! Wenn ich richtig informiert bin, hat in Solingen ein Unternehmer solch einen Tunnel auf der Korkenziehertrasse mit ermöglicht. Die Trasse sollte über sein Firmengelände führen, was ihm aber wegen des LKW-Verkehrs zu gefährlich erschien. Daraufhin hatte er die Idee einen solchen Fahrradtunnel unter seiner Zufahrtsstraße her zu bauen. Vielleicht bleibt mein Fahrrad-Tunnel unter der Ringstraße eine Utopie. Wuppertaler und Solinger haben uns gezeigt, wie solche Utopien Wirklichkeit werden, wenn der Wille dazu da ist!

Dirk Schaefer am :

Der Rabbasol-Tunnel auf der Korkenziehertrasse, ist wohl kaum mit der Untertunnelung einer großen Kreuzung zu vergleichen.Der 35 Meter lange Durchstich unter einem ehemaligen Bahndamm,war da viel einfacher zu bewerkstelligen. Eigentlich ist es nur eine einfache Röhre. Und selbst die hat damals schon 120000€ gekostet.Der Bau einer Unterführung,mit wahrscheinlich weitreichenden Verlegungen von Versorgungsleitungen und Kanalisation,stößt dann sicher Kostenmäßig in ganz andere Dimensionen vor.Und dann kommen noch die Üblichen Probleme bei Tunneln und Unterführungen hinzu. Vandalismus,Schmierereien und das umfunktionieren in eine öffentliche Toilette.Probleme,die auch der Rabbasol-Tunnel kennt.Und die jährliche Folgekosten verursachen.Mitunter auch Gründe,warum zum Beispiel die Unterführung am Friedrich-Ebert-Platz verschwindet. Wie schon etliche in Remscheid vor ihr.Kurzum,das Geld für die ''Tunnel-Vision'' wäre sicher an anderer Stelle besser,für Dinge des Radverkehrs,angelegt.Aber wer weiß....

Stefan Switala am :

Lieber Herr Schaefer, mein Rad- und Fußgänger-Tunnel führt nicht unter der Kreuzung Ring-/ Raderstraße durch, sondern weiter oberhalb nur unter der Ringstraße her, angrenzend an die Shell-Tankstelle. Es wäre zu überlegen, wie der Tunnel möglichst kurz gehalten werden kann, damit Schmierereien, Vandalismus und Fäkalien nicht zum Problem werden. Vielen Dank jedenfalls für Ihren wirklich guten Beitrag!

Volker Grünberg am :

Natürlich ist es Humbug, zwei Abbiegespuren aus dem Nirgendwo nach Hackenberg vorzusehen, während sich die Radevormwalder an der Kreuzung knubbeln. Aber ich gebe einen Kasten Maggi aus, wenn das in unserer Stadtverwaltung irgendjemand interessiert.

Norbert Landen am :

Vielleicht sollte man wirklich Tunnel bauen, aber nur unter der Bedingung, dass die Radfahrer diese auch selbst finanzieren.

Chronist am :

Die Zuständigkeit für die Kreuzung liege bei der Stadt Remscheid, heißt es in der Antwort der Verwaltung auf die Anfrage der Linken. Die schriftliche Mitteilung steht am 10. August auf der Tagesordnung der Sitzung der Bezirksvertretung Lennep. Zur Sache selbst heißt es darin: „.Durch den vor Kurzem abgeschlossenen Umbau der Kreuzung unter Inanspruchnahme von Fördermitteln sind Änderungen der Kreuzung … mit der Bezirksregierung innerhalb der Bindefrist von 20 Jahren abzustimmen.“ Die von der Wupperstraße aus kommend rechte der beiden Linksabbiegerspuren Richtung Ringstraße durch eine Geradeausspur in Richtung Radevormwald ersetzen, wäre grundsätzlich möglich. „Allerdings ist hierfür nicht nur die Ampelschaltung zu ändern, sondern auch die Signalisierung und Markierung im Kreuzungsbereich. Eine Änderung der Kreuzung wird von der Verwaltung derzeit nicht vorgesehen, da erst die Brachflächen zwischen Mühlen- und Röntgenstraße neu überplant werden sollen. Die Kreuzung wird dann auf künftige Bedürfnisse des gesamten Gebietes, in Zusammenarbeit mit der Bezirksregierung, abgestimmt.“ Die Frage des Radverkehr im Kreuzungsbereich sei so gelöst, dass Radfahrende auf den gemeinsamen Geh- und Radwegen fahren und dann (teilweise) mit einer eigenen Signalisierung wieder in den Verkehr eingegliedert werden. Allerdings „soll die Kreuzung fahrradfreundlicher gestaltet werden. Diese Planungen sind angestoßen und werden eingehend mit den Planungen der Neuen Quartiere Lennep abgestimmt. Hierbei wird auch überprüft, ob kurzfristige Verbesserungen vor der Umsetzung der Neuen Quartiere Lennep möglich sind.“

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