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"Grenzen der Rentabilität" standen nur kurz zur Debatte

Zu wuchtig, fand auch der Bauausschuss.In der Wettervorhersage gibt die gefühlte Kälte, und im Städtebau gibt es offenbar die Anmutung. Die kann dann wichtiger sein als die Realität. Weil der Neubau mit 42 Wohnungen (Betreutes Wohnen), der auf dem Grundstück am Ahornweg zwischen Sedan- und Föhrenstraße entstehen soll, den Mitgliedern der Bezirksvertretung (BV) Süd zu wuchtig erschien, befanden sie im Januar: "Ein Geschoss weniger sollte es schon sein!" Im Protokoll dieser Sitzung liest sich das so: „Der im südlichen Teil des Baugrundstücks geplante Baukörper soll in seiner Anordnung und Gestaltung so ausgeführt werden, dass er aus Blickrichtung Ahornstraße gesehen für den Betrachter mit nicht mehr als fünf Geschossen (einschließlich Tiefgaragen- und Staffelgeschoss) in Erscheinung tritt.“ Dem schloss sich gestern der Bauausschuss mehrheitlich an; lediglich FDP und W.I.R. stimmten dagegen. Hans Lothar Schiffer (FDP) befürchtete, durch die Beschränkung könne „die Grenze der Rentabilität erreicht werden“ und der Investor von seinem Bauvorhaben zurücktreten. CDU, SPD und Grüne sahen das anders.

Zuvor hatte Stadtplaner Hans Gerd Sonnenschein auf Nachfrage von Rosemarie Stippekohl (CDU) bestätigt, dass der Bauverwaltung inzwischen auch ein Brief mit den Unterschriften von zehn Anwohnern vorliegt, in dem die geplante Geschosszahl abgelehnt wird. Der rechtsverbindliche Bebauungsplan sieht eine drei- bis viergeschossige Bebauung vor, teilweise auch nur eine eingeschossige. Ersteres lässt ein zusätzliches Staffelgeschoss zu, letzteres erfordert  eine Ausnahmegenehmigung. Die wird es nun geben – mit der Beschränkung auf fünf Geschosse.

Wie die BV im Januar von Stadtplaner Sonnenschein erfahren hatte, dürfen von den 65 Bäumen auf dem Grundstück 37 gefällt werden. Mit anderen Worten: Nach Fertigstellung des Neubaus müssten doch noch 28 zu sehen sein. Nach Erfahrungen mit anderen Bauprojekten (siehe Hohenhagen) dürfte es sich dann lohnen nachzuzählen …

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Waterbölles am : Investor bietet bei Bauprojekt Verzicht auf eine Etage an

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„’Grenzen der Rentabilität’ standen nur kurz zur Debatte“, titelte der Waterbölles am 9. April, nachdem der Bauausschuss sich mehrheitlich dem Votum der Bezirksvertretung Süd angeschlossen und den allzu wuchtig geratenen Plänen eines Remscheider Investors

Kommentare

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Chronist am :

Erpresserisch habe auf ihn das Gespräch gewirkt, in dem der Investor Kommunalpolitikern seinen Plan erläutert hatte, sagte in der jüngsten Sitzung der Bezirksvertretung Süd Dirk Martz von den Grünen. Und auch die übrigen Fraktionen (mit Ausnahme der FDP) waren von der der starren Haltung des Bauherrn („so oder gar nicht“) wenig begeistert. Der Forderung, auf ein Stockwerk zu verzichten, will der Investor nicht nachkommen. Er hat lediglich angeboten, den gesamten Baukörper sechzig Zentimeter tiefer zu legen. „Nicht akzeptabel“, kommentierte das in der BV-Sitzung Frank Schneider von der W.i.R. Und Hans Herbert Wilke (CDU) nannte den Vorschlag städtebaulich nicht vertretbar. Bis auf Margot Halbach (PDP) stimmten schließlich alle BV-Mitglieder dafür, an der Forderung nach einem Geschoss weniger festzuhalten.

Chronist am :

„Nein“ sagte die Bezirksvertretung Süd in dieser Woche auch zu dem Vorschlag des Investors, im obersten „Staffelgeschoss“ auf eine Wohnung zu verzichten und die oberen Etagen weiter zurückzubauen. Das ändere an der – auch von Anliegern kritisierten – Massigkeit des Gebäudekomplexes zu wenig, meinte die BV.

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